Unfreundliche Anrede im Brief

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Die Krux ist: das Kündigungsschreiben ist ein Dokument, welches der wenig geehrte Herr anschließend in seinen Händen hält und im Zweifel auch verwenden kann. Insbesondere Leute die es drauf haben, verhaltensbedingt gekündigt zu werden haben danach noch so einiges auf Lager, wenn es dann vor's Arbeitsgericht geht, von deren Anwälten mal ganz zu schweigen. Ich empfehle, mit den eigenen Emotionen hinterm Berg zu halten, was alle offiziellen Interaktionen betrifft. Dann gibt es danach nichts, was einem krumm genommen werden kann. Und ein schleimig grinsendes "Tut mir das aber Leid, ausgerechnet Ihnen so etwas jetzt überreichen zu müssen!" kann in gewisser Weise auch seine Genugtuung mit sich bringen... ;o)

Auch eine Kündigung wegen schlechten Verhaltens sollte in einem höflichen Stil erfolgen, da man persönliche Gefühle in ein solches Schreiben nicht mit einbringen sollte.

Wie du zu dieser Person stehst, geht schon aus deiner Kündigung hervor und muss nicht noch durch eine barsche Anrede unterstrichen werden, d.h. du selbst solltest dein Gesicht nicht verlieren und professionell reagieren.

Sehr geehrter ......

ist schon angebracht und wird aufgrund des Anliegens richtig eingeordnet und verstanden.

Hallo Thorsten55,

ich kann Dich sehr gut verstehen, bei mir sprudelt es oft (in Gedanken). Leider müssen wir im normalen Leben unser Temperament, unseren Ärger zügeln.

Ich bin der Meinung, daß Du diesem Rüppel, diesem Menschen, der Dir das Leben bestimmt schwer gemacht hast, eine Lektion erteilen kannst/mußt.

Du mußt also die Form wahren. Dein Schreiben muß sachlich und höflich bleiben.

Was das Zeugnis angeht: dieser Mensch bekommt bestimmt keine erstklassige Beurteilung. Aber da muß man auch die Form wahren.

Was Du machen kannst, ist diesen Menschen zu Dir bestellen und ihm sagen, daß er Deine Erwartungen nicht erfüllt hat, und daß Du hoffst, daß er bei seiner nächsten Anstellung die Gelegenheit ergreifen wird, einen neuen Anfang zu machen und sich zu bessern.

So würde ich es versuchen.

Ich denke, daß er erwartet, daß man die Tür hinter ihm knallt.

Er wird um so mehr bedauern, diese Stelle verlassen zu haben, wenn er menschlich behandelt wird. so sehe ich das. Ob es möglich ist, weiß ich nicht. Ich kenne "die ganze Geschichte" nicht!

Ich weiß, es ist nicht leicht (Grübel, Grübel)...

Mit freundlichen Gruß. Emmi

Bei solchen Schreiben verwende ich üblicherweise gar keine Anrede, weil mir auch nichts derartiges einfällt. Ich beginne mein Schreiben also gleich mit z.B.: Hiermit kündige ich (o.ä.)...

  • da dieses "sehr geehrte" eine landesübliche formalie, also eine eingebürgerte floskel darstellt, könntest du ihm , m. e. dies so schon schreiben, ohne dich über gebühr verbiegen zu müssen...

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