unbeschwertheit aus der Kindheit geht verloren....was kann man tun?

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10 Antworten

Aus dieser Spirale kannst du dich eigentlich nur selbst befreien, indem du dir klar machst, was du wirklich willst. Wenn du das Gefühl hast, du würdest praktisch nur für den Job arbeiten, aber nicht für dich, dann überprüfe doch mal, ob das a) der richtige Job für dich ist und b) ob du ihn wirklich in dem Umfang machen musst.

Ich denke zu allererst an das etwas sperrige Wort "Work-Life-Balance". Vielleicht kannst du bei deiner Arbeit ja die Arbeitszeit reduzieren, um etwas mehr Raum für dich zu haben? Oder du könntest überlegen, ob du tatsächlich nochmal von vorn anfängst. 25 ist kein Alter und eine weitere Ausbildung oder ein Studium immer noch locker möglich.

Für mich klingt es etwas so - aber ich bin natürlich ein Laie, der deine Lebensumstände nicht kennt - dass du mit deiner Berufswahl nicht glücklich bist und diese Frustration dann auch deine Freizeit beeinträchtigt.

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bastifcb 13.06.2016, 10:08

es ist nicht die arbeit an sich....eher so ein gefühl, als ob man ab jetzt nur noch pflichten pflichten pflichten hat und der spaß verloren geht und irgendwann ist man rentner .....

ich will mich ja gar nicht vor pflichten drücken oder nicht erwachsen handeln....ich wünsche mir gerade nur diese fähigkeit wieder z.b. einfach nur einen freien nachmittag voll auskosten zu können und nicht schon wieder an morgen zu denken....das geht mir momentan ab.

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user8787 13.06.2016, 11:32
@bastifcb

Ja, das was man als Teeny an den Eltern doof fand holt einen ganz schnell ein.... ;o)

Wahr ist, du musst einen Weg für dich finden gewisse Freiheiten behalten zu können. Kämpfe darum....

Bei mir war es meine Unabhängigkeit durch Selbstständigkeit.  Ist die Basis geschaffn und stabil kann man selber bestimmen wann man wieviel arbeitet . Wird es zu viel lässt man sich vertreten und flüchtet. Genau das machen wir . Früher auch ganz spontan mit den Kids ( vor der Schulzeit ). 

In einen festen Gefüge mir festgelegten Urlaubstagen....ich würde ersticken. 

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Man benötigt eine gute Einstellung :-)

Ich kann schon verstehen was Du meinst. Ich sehe aber jede Lebenslage als lebenswert und sehr schön. Du bist 25 Jahre und so wie ich das lese auch noch ohne Kinder. Du bist jung, gesund, kannst mit Deiner Freizeit machen was Du willst, kannst Reisen weil Du durch Deinen Job mehr Kohle hast als wenn Du Schüler wärst, kannst es Dir in Deinen eigenen 4 Wänden gemütlich machen, Du könntest Dich beruflich nochmal neu orientieren wenn Dein Job Dich nicht glücklich macht, musst Dich nicht von Erwachsenen gängeln lassen.....

Meine 20er waren super. Ich hatte ne Menge Spaß und konnte mein Leben völlig unbeschwert genießen. Nun bin ich in den 30ern und genieße mein "spießiges" Leben mit Mann, Kind, Haus, Job usw. 

Wenn ich in den 40ern bin werde ich wieder mehr Freizeit bekommen und die Verantwortung fürs Kind wird weniger. Ich kann mit meinem Mann wieder viel häufiger unterwegs sein usw. 

Die 50er sind noch zu weit weg aber Angst habe ich vor dieser Epoche auch nicht. Ich möchte nur gesund bleiben, dann schaffe ich es auch glücklich zu sein.

Ich möchte nicht nochmal Kind/Teeny sein. Ich fand es schrecklich in der Pubertät zu sein, von den Eltern gesteuert und der Angst was mal aus mir wird. Verantwortung musste ich auch als Kind tragen und war damit oft überfordert. Die Verantwortung jetzt kann ich schon viel leichter tragen.

Siehst Du es ist ist die Sichtweise wie man sein Leben betrachtet. Wenn Dich etwas frustet versuch es zu ändern bzw. Alternativen zu finden. Ich arbeite z.B. "nur" 30 Stunden aber in einem ganz tollen Job. Das gibt mir viel Zeit und Lebensqualität. 

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bastifcb 13.06.2016, 10:25

danke für die Antwort. genau ich habe noch keine kinder und eigentlich viel freiheit. dass ich mir evtl. wieder mehr freiraum nehmen muss und weniger arbeiten, bzw. mich nicht so stark davon beeinflussen lassen ist evtl echt nötig.  nur meinst du damit kommt diese leichtigkeit wieder?
ich will (auch wenn es eine mega zeit war) jetzt nicht unbedingt nochmal grundschüler sein, bzw. ein solches leben führen, aber einfach dieses komplett abschalten können und das leben genießen geht mir ab. Das hätte ich unendlich gerne wieder, auch wenn man als 25 jähriger einfach mal nur wieder ein ferngesteuertes auto oder so auspackt....einfach spaß haben und über nichts nachdenken müssen....

nur keine ahnung wie das gehen soll

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Irgendwerxyz 13.06.2016, 10:35
@bastifcb

Irgendwas scheint ja dafür zu sorgen, dass Du nicht unbeschwert glücklich sein kannst. Das musst Du suchen und abschalten. Such Dir Dein "Auto" zum auspacken. Was auch immer das als Erwachsener jetzt ist. Wenn ich abends im Sommer auf unserer gemütlichen Terrasse sitze, Sonntags mit meinen Männern etwas unternehme, mit meinen Mädels Sushi essen gehe, mit meinem Mann ins Kino gehe, Sport mache, ausschlafe usw. ist das mein "Auto" das ich auspacke. 

Mein Sohn hat übrigens zum Geburtstag ein ferngesteuertes Auto bekommen und der Papa hat sich gefreut wie ein Schneekönig, dass das Kind jetzt in einem Alter ist, wo man ihm Spielzeug schenken kann, was er auch toll findet ;-)

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Dein Anliegen ist schon etwas älter, aber ich denke, dass es wichtig ist, seine wahren Herzensziele zu erkennen. Das ist nicht immer leicht. Stell dir die Frage, was du tun würdest, wenn du wüsstest, dass du krankheitsbedingt bald sterben würdest. Was liegt dir wirklich am Herzen - das ist es was du liebst und mit Leichtigkeit machst. Immer leicht wird es zwar vermutlich nie sein, Herausforderungen gibt es immer, aber wer seinem Gefühl folgt, spart sich meiner Erfahrung nach Umwege, die einem viel Kraft kosten. Dann wird es leichter.

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Reduziere deine Ansprüche auf das Minimun was du benötigst. Schau wieviel Geld du dafür benötigst. Reduziere deine Arbeitszeit auf dieses Minimum.

Erlange mehr Freizeit. Genieß das leben. Tritt Vereinen bei. Betreibe aktiv Hobbys. Gruppenaktivitäten können einen z.B. sehr viel Lebensqualität geben.

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Sei froh, dass das bei dir erst ab 25 los ging ;)

Der Rest... Freunde wenden sich ab...warte mal bis die ersten Kinder haben...

Viel machen... Nun, nein, es ist auch eine Lebensphase und gehört dazu. War bei unseren Eltern so und wird bei unseren Kindern so sein.  Der Rest liegt an dir. Mach was aus deinem Alltag und versucht dir die Unbeschwertheit zurück zu kämpfen... Auch wenn das echt Arbeit wird ;)

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bastifcb 13.06.2016, 09:24

wie meinst du das mit zurück kämpfen?
ich habe schon irgendwie angst, dass es jetzt nur noch um beruf und pflichten/sorgen geht, man sich die ganzen träume/ziele, die man als kind hatte nicht ansatzweise erfüllen kann und irgendwann steht man dann schneller als gedacht als ausgelaugter kerl da, der im endeffekt nichts besonderes geschaft hat und ingesamt einfach eher unglücklich ist.

nur wi ekann man sich das wieder holen?
früher hat mir alles spaß gemacht und ich habe nicht viel über morgen nachgedacht....einfach den moment genossen und jetzt mache ich mir ständig schon gedanken um alles andere und schalte nur selten so voll ab.....

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Kasumix 13.06.2016, 09:48
@bastifcb

Also nach der Ätzphase... wie du sie eben beschreibst... bin ich nun viel entspannter und freier... Ich habe all den Mist, den ich im Leben nicht brauche aussortiert... ich habe mich von unnötigen Pflichten getrennt... akzeptiere, dass einige Dinge anders sind als gedacht und habe auch meine Ansprüche runtergefahren. Seit dem - auch wenn das alles ein längerer Prozess war und ich gar nicht alles hier aufschreiben kann - gehe ich alles wieder unbeschwerter an... ich mache einfach etwas, wenn ich Lust drauf habe und hab Spaß dran.

Und das alles, das hat nicht einmal NUR etwas mit "Erwachsein werden / sein" zutun... die ganze Gesellschaft ist derzeit so dermaßen spaßlos und depressiv... kommt meiner Meinung aber alles von der übermäßigen Reglementierung.

Früher hatten wir hier kleine Festivals.. viele sind durch den Loveparade-Mist kaputt gegangen, weil alles nicht mehr den Sicherheitsmaßnahmen entspricht... früher waren Arbeitsplätze sicherer... und man bekam noch etwas... heute sind so viele Niedriglohnsektoren, dass alle aufstocken lassen müssen... früher durfte man in Kneipen noch rauchen... seit dem Rauchverbot ist die Kneipenkultur - zumindest bei uns - total kaputt gegangen... heißt: wo treffen sich die Menschen noch, um ausgelassen zu sein?? Selbst das Fußballgucken in Kneipen... Sky hat die Preise angezogen... wieder haben viele dicht machen müssen... lohnte sich nicht mehr... Kino teurer, Freizeitpark... alles... die Menschen bleiben mit dem A... zuhause...der Fernsehabend ist kein Highlight mehr wie früher Samstags mit einem tollen Film... es ist eigentlich nur noch Dauerverdummung... und gegenseitig Freunde zuhause besuchen?? Näää, dann müsste man ja wieder aufräumen oder dann kommt... immer nur bei mir... was soll das... sind nicht viele genau so geworden??? Kollektiv?

Wenn ich zurückdenke... vor 10-20 Jahren... da war das nicht so...

Um so stärker musst du kämpfen.

Nimm dir nicht deine großen Träume und Ziele vor... jedes Mal was kleines.... immer weiter ;)

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Da kann mann leider nichts machen, außer zu versuchen sich ein Stück davon zu bewahren, in den man zB. Versucht nicht alles bierernst zu nehmen, Kontakt zu den alten Freunden zu halten und mit diesen hin und wieder Quatsch zu machen 😉 

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Da kannst du nicht viel machen. Das Zauberwort heisst "Verantwortung übernehmen". Das ist der Hauptgrund, wieso du als Kind unbeschwert hast leben können. Erstens ist man sich dort noch nicht bewusst, was es zum Überleben alles braucht und zweitens kümmert sich sowieso ein anderer drum - bestenfalls die Eltern.

Einfacher wird es, wenn du einfach akzeptierst, dass man sich an gewisse Regeln halten muss und sich "dem Alltag" hingibt. Wirklich ändern kannst du das nicht.

Ausserdem: Es spricht nichts dageben, dir für deine Freizeit tolle Hobbies zu suchen. Damit lässt sich auch ohne Saufem am Wochenende eine tolle Sache anstellen.

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Altere einfach weiter vor dich hin: Die Kindlichkeit kommt (manchmal) in richtig hohem Alter wieder. So lange man keine schmerzenden körperlichen Gebrechen hat, läßt es sich gut lustig sein.

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Es gibt genug Leute die keine Kindheit in dem Sinne wie du es beschrieben hast hatte n, man musste schnell erwachsen werden und von Geborgenheit und Unbeschwertheit kann dann keine Rede sein.
Mit 25 hast du aber sehr lange keine Verantwortung auf dich nehmen müssen, wo andere dieses frühere Leben das du hattest nicht mal kennen.

Da kann man nicht viel machen, das gehört nunmal dazu. Lass etwas vom Kind in dir nicht aussterben dann wird's schon, ansonsten erfreu dich, dass du überhaupt die Möglichkeit hattest Kind zu sein.. das ist nicht immer selbstverständlich.

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bastifcb 13.06.2016, 10:05

so ist da bei mir auch lange nicht....ich arbeite seit ich 16 bin, habe immer viel geholfen und hatte auch einige schwierige phasen. Aber es ist einfach irgendwie anders gewesen....ich hab alles einfach nicht so ernst genommen und bin trotzdem mit meinem pflichten gut klar gekommen

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Sich selbst nicht so ernst nehmen und einfach mal in sich hineinhorchen was man gern tun würde. Und einfach machen. Ignorieren was die Anderen sagen. Man kann wirklich fast ALLES mit Humor nehmen.

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