Türen aufbereiten

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oje, dass kenn ich nur zu gut. Wenn die Türen Profile, Rillen etc haben, also nicht nur glatte Flächen, dann geht wohl nix ohne einem Abbeizer. Relativ umweltfreundliche Produkte gibts im Baumarkt. Aber unbedingt Schutzhandschutze, Schutzbrille und auch temschutz tragen. Besser wäre du bringst die Türen zu einem Betrieb der solche Prachtstücke ablaugt. Abder der Rahmen muss ja auch abgelaugt werden. Also diesen etnweder ausbauen und ebenfalls professionell ablaugen lassen, oder eben Abbeizer. Wichtig: Die genaue Gebrauchsanleitung des Abbeizers beachten. Die Türen kannst du entweder mit einer Wachslasur streichen oder auch ölen. Bedenke aber immer: Das Holz der Türen war oft nicht immer die beste Qualität, du wirst also Astlöcher etc. unter dem Lack finden. Das ist eben das natürliche daran. Portas etc. kannst du in dem Fall vergessen, da die die Türen sozusagen ummanteln mit einer dünnen Presspappe.

Hört sich an, als hättest Du es schon hinter Dir. Viel Arbeit ist mir klar, aber es reizt mich auch zu sehen, was darunter ist. Wäre Wachs nicht haltbarer? Was ist Wachslasur? Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

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@anja0510

jo ich hab schon mal 4 alte Türen aufgearbeitet und auch eine uralte Haustüre. Bei den Wohnungstüren waren - naja sind ja eingentlich noch immer :-) - Zierprofile, also Rillen etc, vorhanden. Ich habe zuerst mit einem Heißluftfön die die verschiedenen farbschichten abgetragen und die Schichten mit einer Abziehklinge Stück für Stück abgezogen. Wichtig:Dazu nimm aber nen Atemschutz gegen die durch die Hitze aufsteigenden Lösemitteldämpfe der Farben - das Einatmen der Dämpfe unbedingt vermeiden. Und achte darauf das der Heißluftfön nicht zu nahe ans Holz kommt, damit es nicht ankokelt. Meistens bleicht dann so ein schmieriger Film übrig, dafür nimmst dann den Abbeizer, pinselst das satt ein lasst es einwirken udn dann abziehen. Dann das Holz trocknen lassen und dannach abschleifen und ggf. Löcher mit Holzkitt verschließen. Bei den Astlöchern musst du mit dem Fön vorsichtig sein, die sind meist harzig und das Zeug kocht dann regelrecht und bildet Bläschen. Holzlasuren sind auch auf Wachsbasis erhältlich - die haben meist einem wärmeren Farbton und sind matt, enthalten in der Regel keine schädlichen Inhaltsstoffe. Das ist genauso leicht anzuwenden wie eine normale Lasur. Solche Lasuren findest auch in einem gut sortierten Baumarkt - ich hab damit auch sämtliche Türen behandelt. Die Struktur und Maserung vom Holz bleibt deutlich erkennbar. Solltest dennoch eine etwa abgetönte Farbe nehmen, da das Holz sicherlich sehr unterschiedliche Strukturen und Farbschattierungen aufweist. Es wird durch die enthaltenen Farbpigmente gleichmäßiger als wenn du farblose Lasur nimmst. Lohnt sich auf jeden Fall, denn solche Türen sehen einfach wertvoller aus als diese folierten Presspappen.

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Ich würde den Lack mit einem Heißluftföhn abbrennen, von abbeizer halt ich nicht viel bei Türen, aus Erfahrung.Dann alles ordentlich schleifen, falls irgentwelche Löcher im Holz sein sollten gibt es im Handel Holzkitt in verschiedenen Holzfarben.Anschließend würde ich die Türen mit Klarlack streichen oder Wachsen.

Heißluftföhn hab ich schon am Fenster ausprobiert. Geht gut. Tendiere eher zum Wachsen.Vielen Dank.

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Die Frage ist zwar schon etwas her aber vielleicht hilft es noch jemand anderem.

Am Lungenfreundlichsten ist es den Lack vor dem Schleifen mit einer Abziehklinge abzukratzen. Wenn es nicht allzuviele Schichten Lack sind geht das meiner Meinung nach recht gut. Das Problem beim Heißluftfön sind die Dämpfe und beim Schleifen der feine Staub, welcher in die Lunge kommt. Man weiß ja meist nicht was da mal für ein Lack aufgebracht wurde.

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