Trauerfall, wie am besten eine Karte schreiben

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Ich schreibe immer in eine Trauerkarte einen Spruch mit rein. Meistens schreibe ich: "Es weht der Wind ein blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein war ein Teil von Eurem Leben. Und dieses eine Blatt allein hat Liebe Euch gegeben. Auch dieses Gedicht schreibe ich oft rein: Die Stimme, die uns so vertraut war, schweigt. Der Mensch, der unsere Mitte war, ist nicht mehr da. Was bleibt, sind die Spuren der Liebe, geprägt in den Jahren des gemeinsamen Lebensweges. Spuren, die uns führen und tragen bis zum Wiedersehen.

danke dir, das sind schöne sprüche.

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Schreibe so, wie DU es fühlst.

Eine Karte bzw. ein Spruch hilft Dir nur, wenn beides DIR entspricht - auch wenn Du sie mit Gedanken an die Hinterbliebenen ausgesucht hast und Dir überlegt hast, was wohl zu dem/der Verstorbenen bzw. den Hinterbliebenen passt.

Auch wenn Du es ungern tust: Eine Karte, in der Du Deine echte anteilnahme ausdrückst - egal wie unbeholfen es wirkt - ist ein großer Trost für die Hinterbliebenen.

Es gibt keine Faustregel - eine keline Hilfe findest Du trotzdem wenn Du goggelst nach "Trauer..." Nicht jede Seite ist hilfreich, aber denkanstöße gibt es z.B. hier: http://www.trauerspruch.de/weltlich.htm

Übermitteln - wirkt für mich unpersönlich. Besser z.b. "Wir trauern mit (Euch/Ihnen)" oder "Mit herzlicher Anteilnahme, Eure/Ihre ..."

Wer war der/die Verstorbene ? Wie war euer Verhältnis ( zu den Angehörigen?) Was willst du mit der Karte bewirken? Aus reiner Höflichkeit, z.B. 90 jährige, bettlägrige Oma deiner Nachbarn, da reicht ne Karte mit Unterschrift. Wenn du den Hinterbliebenen dein mitgefühl ausdrücken willst, und bei z.B. unerwarteten, plötzlichen Todesfällen jungerer Menschen oder guter Bekannter und Freunde, da würde ich mir mehr Mühe geben. Muss aber kein Gedicht oder fertiger Spruch sein (Gibt im Internet unzählige Vorlagen). Du kannst auch frei formulieren wie: Meine Gedanken sind bei euch, wünsche euch Kraft und Mut (Trost) für die kommenden Tage, Bin für euch da, wenn ihr jemanden braucht. ....

das bedeutet, der Tot der bettlägrigen Oma ist weniger Schmerzhaft als der eines jungen Menschens?

Und bei der Oma braucht man sich keine Mühe mehr zu geben?

Die Wertigkeiten mancher Menschen versteh ich nicht.

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@Wolpertinger

also, ich kannte sie , aber hatte nicht viel mit ihr zu tun gehabt und doch gehört sie irgendwie mit in meine familie, für mich weitläufig, aber ich weiß das sie ein ganz lieber mensch gewesen ist und es mir auch verdammt leid tut.ich habe immer etwas bammel den hinterbliebenen zu begegnen, weil ich nicht weiß wie ich da ran gehen soll, ein thema was abstand und trotzdem nähe braucht, für mich ganz schwer.

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@Wolpertinger

@ wolpertinger: Für die Trauernden, die Betroffenen ist jeder Verlust schmerzhaft und gleichwertig. Das wollte ich nicht infrage stellen. Ging mir nur drum den Bezug und die Betroffenheit von Fremden deutlich zu machen. Denn darin gibt es eindeutig Wertigkeiten. Der (vorhersehbare, vlt. erwartete ) Tod eines fast Fremden wirft uns eben nicht so leicht aus der Bahn, erscheint selbstverständlicher.

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Also, ich finde eine Beleidskarte sollte so knapp wie möglich gehalten werden.. Wer hat in einer solchen Situation schon Lust großartig viel zu lesen?? In den meisten Trauerkarten die ich erhalten habe standen meisten nur der Name und ab und zu mal "eine Umarmung" oder "fühl dich gedrückt" aber mehr nicht..

Dann sind die Leute in Deinem Umfeld wohl nicht sehr warmherzig oder schätzen Dich so ein. Ein paar liebe persönliche Worte sind spätestens, wenn man die Karten durchsieht und beantwortet sehr schön zu lesen, als nur die schnöde Unterschrift, aber jeder wie er mag.

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@TwoDelta

Was hat das eine mit dem anderen zu tun??? Ich denke das in einer solchen Situation Taten und unterstützung merh Aussagen als Worte in einer Karte, das hat nichts warmherzig oder so zu tun.. Zudem kommt noch hinzu das in vielen Fällen die Karten gar nicht von der/dem Trauernden selbst, sondern von Familienangehörigen gelesen und bearbeitet werden weil die Person selbst einfach nicht dazu in der Lage ist..

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Das kommt darauf an, wie nahe ihr Euch standet bzw. Du mit den Verwandten stehst.

Ich persönlich finde einen kurzen aber persönlichen Satz der Anteilnahme angenehmer, als ein "fremdes" Gedicht oder Zitat.