Suche Hilfe Für Bio Aufgabe (Abitur Klasse 12, Thema: Nerven)?

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wie wäre es mit so.

d) und e) sind Aktionspotentiale und dementsprechend im Axon zu erwarten. Es kommt also für M2 d) oder e) in Frage. Das was übrig bleibt, ist für M6.

c) und f) sind graduierte Poitentialänderungen, das ist eine andere Methode von Nervenzellen, ein Signal zu verarbeiten und man würde diesen Typ der Signalverarbeitung im Soma erwarten, als erregendes postsynaptisches Potential (EPSP, was in 1 b) beschrieben werden soll) oder hemmendes postsynaptisches Potential (IPSP). Da es sich also hier um ein Somapotential handelt, kommen nur M3 und M4 in Frage.

b) ist eine Überlagerung aus graduierter Potentialänderung und Aktionspotentialen, also beides. Dies verweist auf den Bildungsort der Aktionspotentiale, da die graduierte Potentialänderung im Soma, ab einem gewissen Schwellenwert, Aktionspotentiale auslöst, auf den jeweiligen "Hügeln" oder depolarisierenden (postiver werdenden) Potentialänderungen. Dieser Entstehungsort der Aktionspotentiale ist der Axonhügel M5.

Da A eine erregende Synapse ist und B hemmend, kommt für M3 eine Depolarisation des Membranpotentials in Betracht, also ein positiver werdendes Membranpotential, wie in f gezeigt.

B ist eine hemmende Synapse, mit entsprechend negativer werdenden Membranpotential (Hyperpolarisation) auf der postsynaptischen Seite (IPSP, inhibitorisches postsynaptisches Potential), wie in c gezeigt. Die Verrechnung von beiden im Soma führt am Axonhügel zu b.

Jetzt braucht man nur noch die Aktionspotentiale d und e durch Kombination einzupassen: d würde bei M6 keinen Sinn machen, nimmt man hingegen e bei M6 macht es Sinn, mit d bei M2. Die Aktionspotentiale d rufen über die Synapse B ein hemmendes postsynaptisches Potential (IPSP, c) hervor, dies führt vorübergehend zu einem Abfall des resultierenden Membranpotentials bei b, unter den erforderlichen Schwellenwert für Aktionspotentiale, so dass genau diese Zeitachsenabschnitt bei M5 keine Aktionspotentiale mehr generiert werden und dementsprechend bei M6 auch in diesem gleichen Zeitachsenabschnitt keine Aktionspotentiale gemessen werden. Sobald die Aktivität des Neurons zu B ausbleibt, entfällt die hemmende Wirkung auf C, der Schwellenwert am Axonhügel wird durch Aktivität von A (EPSP) wieder erreicht und Aktionspotentiale werden wieder gebildet. Man sieht in e die Lücke, die d schlägt.

So passt es zusammen :) Gruß

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Biologielehrer SI/II a. D.
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Eine SEHR gute und hilfreiche Antwort.. jetzt habe ich es endlich verstanden.

Nun frage ich mich noch welche Aspekte man bei Aufgabe 1c) vergleichen soll, da sich EPSP und IPSP im Grunde ja nur durch Depolarisation/Hyperpolarisation unterscheiden..und um die kontinuierliche/saltatorische Erregungsleitung geht es ja erst bei Aufgabe 1d) (dort würden mir 3 Aspekte einfallen) oder?

Wenn mir hier rauf jemand bis morgen um 10 Uhr noch eine Antwort geben könnte wäre super.

Auch wenn das evtl nicht mehr reicht schonmal vielen Dank für die super Erklärung, wird natürlich noch ausgezeichnet.

Gruß

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@patrick1746

gerne, ne, das hat leider zeitlich nicht mehr geklappt, die anderen Aufgaben zu bearbeiten

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