Studium an der ETH besser als an irgendeiner Uni

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Die ETH Zürich ist regelmässig in den Bewertungen verschiedener Institutionen unter den 10-20 weltbesten Hochschulen und gilt als Hochschule mit dem höchsten Ranking in Europa. Entsprechend gut ist der Ruf und der Bekanntheitsgrad auch im Ausland. Andere Schweizer Uni's haben zum Teil deutlich schlechtere Rankingwerte. Allerdings darf man zur Beurteilung auch nicht nur das Ranking herbeiziehen! Zudem ist beim Ranking zu bedenken, dass mitunter die eine Fachrichtung schlecht abschneidet, eine andere aber sehr gut.

https://www.ethz.ch/de/die-eth-zuerich/portraet/rankings.html

Der gute Ruf der ETH Zürich kommt nicht von umsonst: Einen ETH-Abschluss gibt es nicht geschenkt. Das Informatikstudium ist streng. Nicht selten fallen 50% der neuen Studenten bei den ersten Prüfungen durch, und weitere 50% von denen, die es über die ersten Prüfungen hinaus geschafft haben, fliegen später aus dem Studium. Am Schluss bleiben anzahlmässig manchmal von ein paar anfänglichen hundert Studenten noch soviele übrig, wie in einer grösseren Schulklasse Platz haben. Wer schon in der Mittelschule (Matura/ Abitur) Mühe in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern hatte, hat meines Erachtens keine Chancen, die Prüfungen zu bestehen. Denn diese sind deftig. Ausserdem muss man viel in der Freizeit arbeiten, Uebungen bearbeiten usw. Man darf den Zeitaufwand nicht unterschätzen. Wer nebenbei noch arbeitet, hat es noch schwerer, genauso wie Leute, die nicht mit der neuen Freiheit umgehen können (keine Absenzenbüchlein, niemand fragt, wenn man nicht zu den Vorlesungen erscheint etc.). Man ist für alles selber verantwortlich. Meine Erfahrung ist, dass viele Leute mit dieser neuen Freiheit noch nicht umgehen können und ein Umdenken erst dann stattfindet, wenn man aus dem Studium fliegt.

Auf dem Arbeitsmarkt ist ein ETH-Abschluss auf jeden Fall etwas höher zu werten als der Abschluss von sonst einer Universität. Die Qualität aber auch der Fokus der Ausbildung sind zwischen den Uni's zum Teil sehr unterschiedlich. Ob ETH-Abschluss oder nicht, könnte bei der Berücksichtigung der Bewerbung eine Rolle spielen. Dies eher dort, wo explizit die entsprechenden ETH-Ingenieurskünste gefordert sind. Wenn Du nach dem Studium in einem Job arbeiten willst, in welchem vor allem konkrete Produkt - und Programmiersprachen-Kenntnisse gefordert sind, fährst Du mit einem FH-Abschluss vielleicht sogar besser. So oder so gilt: Nicht nur der Ort, wo Du studiert hast, sondern vielmehr auch noch die Abschlussnoten spielen eine Rolle bei der Bewerbung! Wer also mit einer leicht mehr als genügenden Durchschnittsnote das Studium abgeschlossen hat, ist bei den Firmen sicher nicht der Kandidat erster Wahl. Genauso ergeht es Absolventen, die für ein eigentlich 4-5 jähriges Studium ganze 7-8 Jahre gebraucht haben, ganz besonders dann, wenn sich dies nicht etwa mit einer beruflichen Teilzeitstelle parallel zum Studium anhand von Arbeitszeugnissen belegen lässt. Und dann wären da noch zu hohe Einstiegslohnforderungen, über die man nach dem Studium stolpern kann. In der Regel haben Hochschulabsolventen langfristig gesehen die höchsten Löhne. Ausnahmen gibt es natürlich immer, denn ich kenne auch Leute, die mit einem Hochschulabschluss in einem Job arbeiten, den man auch mit einer Berufslehre erlernen kann. Da sagen sich die Firmen dann, dass sie einen guten ausgebildeten Lehrling einem Hochschulabsolventen vorziehen, wenn der ex-Lehrling die gleiche Arbeit zu einem moderateren Lohn macht.

Denke auch daran, dass im Alter, in letzter Zeit immer häufiger bereits ab 40 Jahren, es nicht mehr so leicht ist, die Stelle zu wechseln. Mit einem guten namhaften Studienabschluss kannst Du dann später eher noch wählen. Je älter man wird, umso unbedeutender werden allerdings die Ausbildungszeugnisse. Dann ist für einen Stellenanbieter wichtiger, was man in den letzten Jahren zuvor gearbeitet hat, ob die Bewerber-Kenntnisse den Anforderungen der Stelle entsprechen, welche Lohnvorstellungen der Kandidat hat, ob es Lücken im Lebenslauf gibt usw.

Deine Berufschancen hängen auch davon ab, ob Du die passende Studienrichtung, die passende Abschlussarbeit, etc hast. Passend heißt ob es zu Dir passt! Außerdem können die Zufälle des Lebens aktiv werden, falsche oder perfekte Partnerwahl im Studium, Krankheit, Verkehrsunfall etc. die Deine Berufschancen auch beeinflussen.

Geh nicht so nach den Namen, mach was Dir Spaß macht!

RWTH Aachen oder Uni Bonn Informatikstudium?

Wie im Titel steht habe ich vor Informatik zu studieren und kann mich nicht zwischen der Uni Bonn und der RWTH Aachen entscheiden. Die Uni Bonn hat den Vorteil, dass ich zunächst weiterhin zuhause wohnen könnte. Jedoch ist sie nicht so angesehen wie die RWTH und deshalb gehe ich davon aus, dass ich am Ende des Studiums mit einem Abschluss der RWTH bessere Berufschancen habe (?).

Einige Fragen sind noch offen:

  1. Ist das Studium in Bonn besonders im Bezug auf Mathe einfacher? Bei der RWTH hört man ja oft das nur 50% oder weniger die Matheprüfungen im ersten Semester bestehen.

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  4. Wie sind eure Erfahrungen in Bonn/Aachen im Bezug auf das Verhältnis von Lernen und Freizeit sowie Qualität der Vorlesungen und Prüfungen (oft zu schwer oder gut machbar)?

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Lohnt es sich nach dem Bachelor in Bonn in Informatik an die RWTH Aachen zu wechseln um bessere Berufschancen zu haben und kann es sein, dass man fehlende Themen nachholen muss und somit weitere Semester dazukommen?

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