Stimmt es, dass Mercedes besonders anfällig für Rost ist?

25 Antworten

Ich fahre einen Mercedes A Klasse Baujahr 2004. Alle Türen rosten aufgrund eines Produktionsfehlers. Nach dem googeln im Internet musste ich feststellen, dass wohl A Klasse und B Klasse davon betroffen sind. Mercedes will für Austausch des Türen Ca. 5000 € haben. Da kaufe ich lieber einen gebrauchten Renault - da hatte ich nie Rost...

Meiner Erfahrung nach rosten mindestens 4 von 5 Mercedesfahrzeugen deutlich schneller als es dem allgemein anerkannten Stand der Karrosseriebautechnik entspricht. Das ist unschön, wäre aber nicht schlimm, wenn Mercedes einen seriösen Umgang mit den Kunden pflegen würde und den verursachten Schaden geeignet kompensieren würde. Leider wird man sehr unfair durch fragwürdige Garantiebestimmungen und ausgefeilte Mobbingstrategien abgefertigt bzw. abgewimmelt. 1. Konsequenz: Nie mehr Mercedes! 2. vielleicht unerwartete Konsquenz: deutlich gesteigerte Zufriedenheit mit PKW und Service, kaum noch Werkstattaufenthalte, keine Wartezeiten am Serviceschalter. Wirklich schlimm ist, dass die Fachpresse das Versagen von Mercedes nicht richtig vorführt sondern den längst Vergangen Nimbus von Qualität und zuverlässigkeit nach wie vor ein Stück weit hoch hält. Nach dem ich meine Mercedes Fahrzeuge durch Fahrzeuge verschiedener Marken ersetzt habe kann, ich belegen, dass z.B. Fahrzeuge von Audi, Saab, Toyota und VW deutlich zuverlässiger sind und das Servicepersonal in jeder Hinsicht besser geschult ist als bei Mercedes. Auch dieser Stern Deutschlands ist lange untergegangen!

Audi,Saab,Toyota ist gut aber VW kannst auch vergessen obwohl die Autos probleme machen kaufen die Leute trotzdem schrottautos :-)

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Auch wir haben gerade das gleiche Problem. Da mein Vater seinen Mercedes grundsätzlich in die Garage fährt und keine Inspektion versäumt, waren wir entsetzt dass 3 Türen unten durchgerostet sind und dies nicht rechtzeitig festgestellt wurde. Da ja alle geschrieben haben wie kulant Mercedes ist haben wir das beanstandet. 50 % der Reparatur werden übernommen, dies wären dann NUR noch ca. Euro 1.200,-- für uns!!! Soviel zum Thema Kulanz. Ich habe aber von anderen Leidgeprüften erfahren, dass Mercedes ohne Beanstandung die Türen auswechselt, aber nur wenns ein Firmenwagen ist. Da wird wohl mit zweierlei Maß gemessen!!!

Dass hier generell von Mercedes abgeraten wird, weil man(n) mit seinem Auto mal schlechte Erfahrungen gemacht hat, ist schon recht frech und wahrscheinlich auch ein wenig engstirnig... ;)

Fakt ist, dass die Rost-Schwierigkeiten bei Mercedes Mitte/Ende der Neunziger angefangen hatten.

Schuld daran waren die Nachbehandlung von galvanisierten Blechteilen und/oder in einer Vorstufe die Zwischenlagerung dieser in Spanien (?) im Einfluss von salziger Meeresluft. Es betraf zu dieser Zeit viele, wenn nicht gar alle Baureihen.

Mercedes hat aber daraus gelernt und war m.E.n. auch sehr kulant, was die Nachbesserung angeht.

Selber besitze ich auch einen S210 - eine Baureihe, die in die "Rost-Zeit" fiel. Natürlich rostet auch mein Wagen. Wahrscheinlich mehr, als ein durchschnittlicher Audi oder Honda aus dieser Zeit. Es ist aber noch nicht dramatisch, und der TÜV von vor einem halben Jahr wurde problemlos bestanden.Es kommt natürlich immer drauf an, wie der/die Vorbesitzer mit dem Wagen umgegangen sind. Bei meinem wurde, vom allerersten Besitzer (eine GmbH, das Auto war daher wohl Firmenwagen = regelmäßige Wartung und Pflege) wahrscheinlich mal ausgenommen, NICHTS bzw. nur das Allerallernötigste gemacht. Das rächt sich jetzt natürlich.

Andererseits - der Wagen ist jetzt knappe 16 Jahre alt und hat über 330.000 km. Da kann sich niemand ernsthaft beschweren, dass man vor dem nächsten TÜV mal doch schweißen müsste.

Als ich letztens in der Werkstatt war und den Wagen von unten genauer anschauen konnte war der Rostbefall auffallend gering. Es sind primär nichttragende Blechteile, die befallen sind (Türe, Kotflügel, Heckklappe).

Dass angeblich wegen Rost sich ganze Achsteile während der Fahrt verselbständigen halte ich für ein *wenig* übertrieben. Nix für ungut, aber da muss beim letzten TÜV viel übersehen worden bzw. mehr als nur ein Auge zugedrückt worden sein... ;)

Mein erster Mercedes war auch ein W210. Ca. 220.000 km, auch ca. 16 Jahre alt. Der hatte, ob man das nun glaubt oder nicht, keinen erkennbaren Rost! Mein Werkstattmeister wollte an dem Wagen auch nix machen ("bei der Baureihe würde ich nix investieren!") - bis er ihn mal live gesehen hat. Der war sichtlich begeistert und musste zugeben, dass er noch nie einen derart gut erhaltenen W210 in dem Alter gesehen hat.

Letztens hatte ich einen S210 mit knappen 310.000 km gefahren. Auch dieser war ohne erkennbaren Rost.

Fazit ist also: Ja, einzelne Mercedes rosten überdurchschnittlich viel. Das wurde von Mercedes aber angegangen. Und wenn der Wagen gut gepflegt wurde, dann kann auch ein Wagen aus einer "troublemaker"-Baureihe empfehlenswert sein.

Augen auf beim Autokauf! ;)

Hatte den MB 200 CLK. Der mit den 4 einzelnen Scheinwerfern. Der Tüv bat mich unter die Hebebühne und zeigte mir, was alles durchgerostet und total verrostet war. Habe den Wagen sofort verkauft und mir geschworen, nie wieder einen Mercedes zu holen. Der Audi A6, den ich danach fuhr, wird jetzt 18 Jahre alt. Sieht aus wie neu. Auch von unten.

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