Stimmt es, dass Mercedes besonders anfällig für Rost ist?

29 Antworten

Mein C280 hat schon einige Roststellen. Aber ein Kollege von mir hilft mir oft in einer Werkstatt. Deshalb lässt sich oft das schlimmste vermeiden. Man sollte auf jeden Fall darauf achten! Und in einschlägigen Foren (z.B. extra Mercedesforen) nach Informationen ausschau halten. Die Suchen-Funktionen von manchen Foren ist Gold wert!

Dass hier generell von Mercedes abgeraten wird, weil man(n) mit seinem Auto mal schlechte Erfahrungen gemacht hat, ist schon recht frech und wahrscheinlich auch ein wenig engstirnig... ;)

Fakt ist, dass die Rost-Schwierigkeiten bei Mercedes Mitte/Ende der Neunziger angefangen hatten.

Schuld daran waren die Nachbehandlung von galvanisierten Blechteilen und/oder in einer Vorstufe die Zwischenlagerung dieser in Spanien (?) im Einfluss von salziger Meeresluft. Es betraf zu dieser Zeit viele, wenn nicht gar alle Baureihen.

Mercedes hat aber daraus gelernt und war m.E.n. auch sehr kulant, was die Nachbesserung angeht.

Selber besitze ich auch einen S210 - eine Baureihe, die in die "Rost-Zeit" fiel. Natürlich rostet auch mein Wagen. Wahrscheinlich mehr, als ein durchschnittlicher Audi oder Honda aus dieser Zeit. Es ist aber noch nicht dramatisch, und der TÜV von vor einem halben Jahr wurde problemlos bestanden.Es kommt natürlich immer drauf an, wie der/die Vorbesitzer mit dem Wagen umgegangen sind. Bei meinem wurde, vom allerersten Besitzer (eine GmbH, das Auto war daher wohl Firmenwagen = regelmäßige Wartung und Pflege) wahrscheinlich mal ausgenommen, NICHTS bzw. nur das Allerallernötigste gemacht. Das rächt sich jetzt natürlich.

Andererseits - der Wagen ist jetzt knappe 16 Jahre alt und hat über 330.000 km. Da kann sich niemand ernsthaft beschweren, dass man vor dem nächsten TÜV mal doch schweißen müsste.

Als ich letztens in der Werkstatt war und den Wagen von unten genauer anschauen konnte war der Rostbefall auffallend gering. Es sind primär nichttragende Blechteile, die befallen sind (Türe, Kotflügel, Heckklappe).

Dass angeblich wegen Rost sich ganze Achsteile während der Fahrt verselbständigen halte ich für ein *wenig* übertrieben. Nix für ungut, aber da muss beim letzten TÜV viel übersehen worden bzw. mehr als nur ein Auge zugedrückt worden sein... ;)

Mein erster Mercedes war auch ein W210. Ca. 220.000 km, auch ca. 16 Jahre alt. Der hatte, ob man das nun glaubt oder nicht, keinen erkennbaren Rost! Mein Werkstattmeister wollte an dem Wagen auch nix machen ("bei der Baureihe würde ich nix investieren!") - bis er ihn mal live gesehen hat. Der war sichtlich begeistert und musste zugeben, dass er noch nie einen derart gut erhaltenen W210 in dem Alter gesehen hat.

Letztens hatte ich einen S210 mit knappen 310.000 km gefahren. Auch dieser war ohne erkennbaren Rost.

Fazit ist also: Ja, einzelne Mercedes rosten überdurchschnittlich viel. Das wurde von Mercedes aber angegangen. Und wenn der Wagen gut gepflegt wurde, dann kann auch ein Wagen aus einer "troublemaker"-Baureihe empfehlenswert sein.

Augen auf beim Autokauf! ;)

leider ist es wahr. ich habe eine 6-jährige a-klasse, die so stark in den türen, federdomen und heckklappe & motohaube rostet, dass mecedes den wagen nicht mehr repariert, weil die reparaturkosten den zeitwert überschreiten. und ich weiß, dass ich nicht die einzige bin. so habe ich neulich den fahrer eines 4-jährigen vitos gesprochen, das auto sah noch schlimmer aus, als meines. mir hat mercedes dann das "großzügige" angebot gemacht, dass ich den zeitwert des fahrzeuges ersetzt bekomme, wenn ich einen gebrauchten aus ihrer flotte kaufe, der maximal ein jahr alt ist. was bedeutet hätte, dass ich noch 8.000,- € drauflegen hätte müssen. jetzt suchen sie eine adäquaten gebrauchten zum tausch gegen meinen. bis lang jedoch ohne erfolg, weil meiner sehr hochwertig ausgestattet ist, was wohl bei der a-klasse eher selten ist. die informationspolitik bei daimler ist schlecht. bei mails kommt zwar die bestätigung meiner mail sehr prompt, aber das war´s dann auch schon. also von neiddebatte kann hier nicht die rede sein. übrigens, der 16-jährige corsa meiner tochter steht rostmäßig viel besser da, ebenso, wie der 12-jahre alte bmw (5er) meiner eltern. ich hatte den mercedes gewählt, weil ich eben ein deutsches qualitätsprodukt haben wollte und dafür auch einen stolzen preis von über 30tausend gezahlt. wenn´s so weiter geht, war das mit sicherheit der letzte.

Hallo, diese Frage muss man ganz klar mit Jein beantworten.

Bis in die 80er und frühen 90er waren sämtliche Mercedes-Benz Modelle Koryphäen was Rostvorsorge ab Werk anging.Die letzten guten Baureihen waren der W201 (190er) und der W124 (E-Klasse), welche Anfang der 90er ausgelaufen sind. An diesen Modellen wist du auch heute nur wenig und häufig nur harmlosen Rost finden.

In den 90ern begann dann der Rotstift des Controllers zu regieren, sämtliche C-Klassen sowie die E-Klasse, aber auch ML, und S-Klasse (nach W126) blühen stark. Man kann jetzt viell. sagen, nicht unbedingt stärker als andere Marken, aber in dieser Preisklasse ein NoGo. Es gibt Anzeichen, dass sich das ab der aktuellen C-Klasse Generation (W204) und nachfolgenden gebessert hat, aber das kann man jetzt noch nicht sagen.

Viele Grüße Dominic

Mercedes...Ist anfällig für Rost!Allerdings nur die neueren modelle soweit ich weiß.Sie haben auch nicht umsonst im letzten jahr einen preis dafür bekommen der sich goldene Möhre nennt.Diesen Preis erhällt die automarke die in dem jahr besonders rost anfällig war. Ein schamhafter preis...

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