Sollte es philosophie als schulfach geben?

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8 Antworten

Das Unterrichtsfach Philosophie gibt es und sollte es auf jeden Fall geben, allerdings zumeist nur in der gymnasialen Oberstufe. Dort ist es wichtig eigentlich für alle Schüler_innen, denn auch in anderen Studienfächern gibt es philosophische Aspekte der jeweiligen Fächer, mit denen sich die Student_inn_en nur angemessen auseinandersetzen können, wenn sie das in der Schule gelernt haben.

Im allgemeinen können und müssen Schüler_innen wählen zwischen Philosophie und Religion. Das ist eigentlich eine Notlösung, die ihren Grund darin hat, dass Religion laut GG in den meisten Bundesländern ordentliches Unterrichtsfach ist, aber niemand gezwungen werden kann, daran teilzunehmen.

Allerdings: Leichte philosophische Texte gibt es nicht. Das zweite Problem besteht also darin, das Fach didaktisch so zu reduzieren, dass es eben nicht nur für Schüler_innen der gymnasialen Oberstufe unterrichtet werden kann. Das läuft zumeist darauf hinaus, dass das Fach "Ethik" heißt. Ethik ist ja nicht nur philosophische Ethik, und andere Aspekte der Philosophie bleiben ausgeklammert. 

In Nds.gibt es das Fach 'Werte und Normen", da kommen zu den ethischen Aspekten noch erkenntnistheoretische, religionswissenschaftliche und sozialwissenschaftliche dazu. Aber eigentlich ist auch das nur akzeptabel, wenn zumindest Schüler_innen der gymnasialen Oberstufe auch die Möglichkeit haben, stattdessen auch Philosophie zu wählen.
 

Ja. Ich hatte Philosophie als Fach. Sich ein bisschen auf dem Gebiet auszukennen kann einem im Leben weiterhelfen. Insofern es die Lehrer gut angehen und die Schüler zum eigenständigen Denken anregen und ihnen nicht deren Meinung aufdrücken.

Gibt es aber leider oft nur als Wahlfach und eher selten. Das liegt daran, so fürchte ich, dass eine Interesse an geistigen Auseinandersetzungen mit philosophischen Fragen und Themen nur selten besteht. Wie sagt man so gerne: " Der Mensch ist einfach gestrickt". Bestes Beispiel ist ein Freund von mir, der während ich mich mit meiner Mutter über eine Philosophische Frage debattiere einwirft, was es denn schon bringe und man könne ja jetzt auch Stunden noch hin und her reden. Er wendet sich ab und unterhält sich lieber über Schuhe und Mode. Wieso ist die Bild, in Deutschland, eine der meistgedruckten Zeitungen?

Wenn man nun die Schüler zwingen würden sich damit auseinanderzusetzten wäre dies glaube ich nicht allzu produktiv. Aber es sollte auf jeden Fall, bin ich der Meinung, die Möglichkeit geben es zu belegen, da Philosophie toll ist.

Ja, bitte schnell antworten. Voll dringend und so. Merkt man richtig, wie viel davon abhängt...man stelle sich vor, es würde erst in 20 Minuten jemand antworten. Was würde passieren? Undenkbar!

Ja, sollte es m.E., aber eher in der Form von Ethik-Unterricht, damit manche Menschen zumindest mal kurzzeitig gezwungen werden, sich zumindest peripher mit Selbstreflektion zu befassen. 

Also ich finde, es gibt jetzt schon so viel unnützes Zeug in der Schule, da brauch ich nicht noch Philosophie... allerhöchstens als Wahlfach

Bei uns gibt es das als Wahlfach für die Jahrgangsstufe, allerdings nur für zwei Halbjahre.

Gibt es an vielen Schulen. Philosophen im Unterricht find ich doof. Selbst philosophieren macht viel mehr Spaß. Bei uns ist das stumpfes Lernen

Im Prinzip schon (m.E.). Nur leider gibt es zu viele Lehrer, die "Philosophie" mit "Meine Meinung ist richtig, lernt die auswendig" erachten.

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