Soll ich Philosophie oder Religion nehmen?

Das Ergebnis basiert auf 27 Abstimmungen

Philosophie 77%
Religion 22%

18 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Philosophie

Es bleibt eine persönliche Entscheidung. Philosophie bietet die Möglichkeit, zu reflektieren und zu argumentieren. Alles kann hinterfragt werden. Philosophie ist für viele Standpunkte offen. Das Fach ist eine Gelegenheit, tiefer nachzudenken, Ansichten mit vernünftigen Gedanken zu begründen, logisches Denken zu üben und spannende Fragestellungen kennenzulernen. Dabei geht es z. B. um das Wesen des Menschen, was gut und schlecht ist (oder ob es so etwas überhaupt wirklich gibt und dies nicht bloße Zuschreibungen sind) und warum, was Gerechtigkeit ist, worin ein glückliches Leben besteht, ob der menschliche Wille frei ist, was Wissen ist und wie Erkenntnisse gewonnen werden können. Mit solchen grundsätzlichen Fragestellungen kann der geistige Horizont weiter werden. Fächer wie Philosophie und Religion sind stark von der Lehrerin/dem Lehrer abhängig. Sie können inhaltliche Schwerpunkte setzen, persönliche Ideen einbringen und die Art des Unterrichtsverlaufs bestimmen. Je nach Art des Unterrichts kann auch Religion Gelegenheit zu ausgiebigen Diskutieren geben. In Religion können auch ähnliche Themen wie in Philosophie behandelt werden, dies geschieht aber stärker vor dem Hintergrund einer religiösen Überlieferung.

Was der Freund behauptet hat, stimmt nicht. Philosophie setzt Moral/Ethik nicht einfach voraus, sondern denkt darüber grundlegend nach. Ethik ist ein wichtiges Teilgebiet der Philosophie. In Religion lernt man inhaltlich etwas über Moral und Ethik kennen, vor allem religiöse Ansichten. In Philosophie kann man aber auch Standpunkte und ethische Theorien kennenlernen, z. B. von Platon, Aristoteles, Immanuel Kant oder John Rawls.

Ich muss sagen sehr sehr tolle Antwort

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Philosophie

Das kommt sehr auf die eigenen Interessen und die eigene Persoenlichkeit an, wobei man anmerken muss, dass sich zwar die allermeisten Menschen natuerlicherweise fuer Philosophie eignen und sozusagen staendig 'von selbst' philosophieren. Man kann Philosphie auch so beschreiben, dass man versucht, 'sich einen Reim auf etwas zu machen'. Fuer Religion eigenen sich die weniger begabten und weniger interessierten Menschen, die in der Minderheit sind, denn der Mensch ist von Natur aus eher lern- und wissbegierig, was Religionen mehr unterdruecken als foerdern. Traditionsgemaess regelt eine Religion immer das , woruber 'man sprechen darf' und das, worueber 'man nicht sprechen darf'. Das Erfolgsprinzip einer Religion ist die Unterdrueckung einer berechtigten Frage. Und das Erfolgsprinzip der Philosophie ist das Stellen von Fragen und der Versuch der Beantwortung. Es kommt da auch auf das eigene Selbstbewusstsein an, ob man in der Lage ist zuzugestehen, dass manche Fragen offen bleiben muessen, oder ob man lieber den simplen (und leider trotzdem meistens nichteinmal beruhigenden) Erklaerungen von Religionen vertraut.

Philosophie

Wenn du eh schon dazu tendierst, dann nehme es. Ich denke nicht dass Lehrer für euch zwei gleichwertige Fächer anbieten und bei den einen mehr vorraussetzen als bei den anderen. Kann gar nicht sein, das ist wohl "schmarrn". Die Gerüchte eben immer ;) Philosophie kann echt sehr viel Spaß machen!

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