Sind diese Gedichte aus der Epoche des Sturm und Drangs?

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Das Gedicht „Nähe des Geliebten“ ist 1795 entstanden, gehört also zur klassischen Periode Goethes. Zu erkennen ist das an der ausgeglichenen Metrik des Gedichtes: Regelmäßig wechseln in den 4 Strophen jeweils - in den Versen 1 und 2 bzw. 3 und 4 - fünfhebige mit zweihebigen Jamben. Auch die Versschlüsse (Kadenzen) zeichnen sich durch Regelmäßigkeit aus: klingend (Schimmer) - stumpf (strahlt), klingend (Flimmer) - stumpf (malt) usw.. Regelmäßig ist auch der Kreuzreim in allen Strophen. Die Ausgeglichenheit der Form korrespondiert mit dem Inhalt. Kein Gegenstand in der Natur ist mit Gefühlen aufgeladen, das lyrische Ich wird nicht vom Sturm der Gefühle getrieben, seine Seele wirkt nicht zerrissen und gespannt, von Sehnsucht nach dem Geliebten aufgewühlt, sondern „es denkt“ (zweimal gesagt), d.h. die Leidenschaft ist unter Kontrolle, das lyrische Ich hat es geschafft, einen Ausgleich zwischen Vernunft und Gefühl herzustellen (was ja ein Kennzeichen der Weimarer Klassik ist). – Im Gegensatz dazu das Gedicht „Neue Liebe, neues Leben“, eines der Lili-Gedichte, 1775 entstanden. (die klassische Periode begann nach 1775, endgültig 1786, mit der Italienreise). Zwar ist die metrische Form auch ziemlich regelmäßig, aber die Reimstruktur ändert sich jeweils innerhalb einer Strophe. Der Inhalt spricht Bände: Es häufen sich Ausrufe, Fragen und Seufzer (Ach!), das Herz fühlt sich bedrängt, etwas Irrationales, Fremdes bewegt das Herz. Dieses Neue hat alles, was ihm lieb und wert war, weggefegt, und zwar schlagartig: Weg, weg, weg – dreimal am Anfang (= Anapher). Das lyrische Ich wird hin- und hergerissen (2. Strophe: weg von der Geliebten und wieder zu ihr zurück). Er wird von einem „Zauberfädchen“ in ihrer Nähe festgehalten (3. Strophe); nicht ein vernünftiger Wille herrscht also, sondern etwas Irrationales beherrscht das Ich. Der Aufschwung der Gefühle und das Gefangensein durch den Zauberbann der Liebe wird im letzten Vers durch die dreimaligen Ausrufe ganz deutlich. - Das ist ein typisches Sturm-und-Drang-Gedicht.

Wikipedia alter.. Ich glaub schon Goethe lebte auf jedrn fall in dieser epoche!

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