Siedepunkt tief oder hoch?

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7 Antworten

Hallo Karulila

je schneller eine Flüssigkeit zu sieden beginnt, desto niedriger ist ihr Siedepunkt.

Dies gilt aber nur, wenn alle 'Versuchs'-Bedingungen gleich sind; also gleiches Flüssigkeitsvolumen, gleiches Kochgefäß, gleiche Heizleistung und gleiche Ausgangstemperatur. Von einem konstanten Luftdruck in deiner Küche gehe ich mal aus.

Sobald du irgendein Salz in Wasser löst, steigt der Siedepunkt des Wassers an, unabhängig von der Art des Salzes.

LG

Wenn es bei niedrigerer Temperatur siedet, ist der Siedepunkt tiefer.

Ich habe bewusst 'bei niedrigerer Temperatur' geschrieben und nicht 'schneller', weil schnelleres Sieden auch auf eine höhere Wärmeleitfähigkeit hinweisen kann und natürlich auch von der Wärmequelle u.a. abhängig ist.

Das mit dem Salz stimmt so übrigens nicht, wie du es schreibst.

Salzwasser hat einen höheren Siedepunkt, als reines Wasser. Salz (ohne Wasser) sogar einen extrem hohen.

Salzwasser hat einen höheren Siedepunkt als Wasser, siedet also bei einer höheren Temperatur. (Was nicht zwangsläufig bedeutet, dass es zeitlich auch später siedet, da das auch von der Wärmekapazität abhängt.)

Dabei kannst du allerdings nicht auf die Siedetemperatur von Salz schließen, da diese hier völlig irrelevant ist.

Genaugenommen ist hier nur die Stoffmenge (also die Anzahl gelöster Teilchen) wichtig, nicht die Art des gelösten Stoffes.


Sieden it keine Frage der Geschwindigkeit. Der Ausdruck "schneller" ist daher schlecht gewählt.

Salzwasser hat einen höheren Siedepunkt.

Mit schneller meinst du vermutlich "bei niedriger Temperatur". Damit ist auch deine erste Frage geklärt.

Wie schnell etwas zu sieden beginnt, hängt nicht nur vom Siedepunkt, sondern auch von der spezifischen Wärmekapazität ab. Anhand der Heizzeit alleine lassen sich Siedepunkten daher nicht ordnen. Mal ein Beispiel: Erhitzt man Methanol und Benzol unter identischen Bedingungen ausgehende von einer gemeinsamen Anfangstemperatur auf ihre jeweiligen Siedepunkte, beginnt Benzol früher zu sieden als Methanol, obwohl der Siedepunkt von Benzol (80°C) ganze 15°C über dem von Methanol (65°C) liegt. Der Grund dafür ist, dass Methanol eine rund 40% höhere Wärmekapazität hat.

Und dass Salzwasser schneller zu kochen beginnt, stimmt nicht. Salzwasser wird anfänglich zwar schneller heiß, siedet aber letztlich genau so schnell wie salzfreies Wasser. Denn Salzwasser hat zwar eine geringere Wärmekapazität als salzfreis, dafür aber auch einen höheren Siedepunkt. Die Energie, die man zu Beginn beim Aufheizen gespart hat, muss man am Ende wieder reinvestieren, um die Salzionen von den Wassermolekülen zu trennen. 

Einen tiefen. Der Punkt an dem die Flüssigkeit siedet liegt ja tiefer als normal deswegen geht es schneller.

Wenn ich alles richtig checke, dann ist das so: 

Die Teilchen der Salzmoleküle verbinden sich mit den Teilchen der Wassermoleküle, wodurch die Struktur des Wassers unterbrochen wird und dadurch weniger thermische Energie notwendig ist, um das jetzt weniger mit sich selbst gebundene Wasser zum Sieden zu bringen.

Falsch. Salzwasser siedet erst bei höheren Temperaturen.

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Du "checkst" nicht mal, dass es keine Salzmoleküle gibt.

Ganz grob vereinanfacht ist "Salz" ein genaues Gegenteil von "Molekül".

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