Saiten "umziehen" für Linkshänder

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Das Umziehen der Saiten an sich ist kein Problem - nur nicht alle Saiten auf einmal lösen, dann fehlt dem Hals die Saitenspannung komplett und er kann sich verziehen. Also z. B. erst mal 1. und 6. Saite tauschen, dann 2. und 5. Saite, zuletzt 3. und 4.

Problematischer könnte sein, daß die Gitarre nachher nicht mehr bundrein ist, also die gegriffenen Töne trotz richtig gestimmter Saiten nicht mehr sauber klingen. Da man die Lage der Bünde natürlich nicht justieren kann, muss man die Bundreinheit über die Länge der schwingenden Saite (Mensur) einstellen - meistens kann dafür der Steg (also wo die Saiten am "unteren" Ende abknicken bzw. eingehängt sind) für jede Saite einzeln justiert werden. Bei einfachen Gitarren werden die einzelnen Stege aber auch oft nur einmalig in der (hoffentlich) korrekten Lage eingeleimt und sind dann nicht mehr einstellbar. --> Schau mal, ob die Stege alle in einer geraden Linie sind, dann kannst Du die Saiten schadlos umziehen auf Linkshänder. Sind die Stege gegeneinander leicht versetzt und auf einer "schiefen" Linie aufgereiht, wird es nicht funktionieren.

Hi, also das mit dem Steg... Ich hab die da:

http://www.thomann.de/de/fendersquiersa105_bk.htm

Da sind unten am Steg, also da wo die Saiten befestigt sind nur so weiße "Dinger" die muss man anscheinend rausziehen, ich hoffe ich habe dich richtig verstanden, gruß.

Und da ist so nen "Schräger Stift/Linie" D:

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@tameros

Habe mir Deine Gitarre auf der Thomann-Website angeschaut -

der "schräge Stift" über den Saitenhalterknöpfen ist der Steg - und weil er schräg ist, dürfte das Dein Problem sein; spannst Du einfach nur die Saiten um, ist die Gitarre nicht mehr bundrein.

Wenn Du die Saiten auf Linkshänder umspannen willst, musst Du diesen Steg praktisch spiegelbildlich schräg stellen (links oben, rechts unten wenn Du frontal auf die Gitarre schaust). Ich kann aber auf dem Foto nicht erkennen, ob er nur aufgesetzt/geklebt ist (dann kannst Du ihn vorsichtig lösen und in der neuen Stellung wieder aufkleben) oder richtig in das Stegauflager eingelassen ist - dann würde es nicht funktionieren.

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@architech

Sorry - in der Gerätebeschreibung von Thomann steht schon "kompensierte Stegeinlage". Dies bestätigt bereits mein erstes Statement zur Intonation. Also entweder zurückbauen auf Rääzerrömm und bei IBÄH verticken, als Lagerfeuer-Reserveholz mit zum nächsten Picknick mitnehmen oder weiter ärgern bis zum totalen Lustverlust :( !?

Meine erste Voll-Lefty, eine Stagg SW203CETU-LH habe ich bei IBÄH für 27 Euronen ersteigert - hatte lediglich Lackfehler und das Logo auf der Kopfplatte stand Kopf - hört man aber nicht ;-)

Zugegeben nicht das beste Gerät (http://www.guitar24.de/de/pro.php?p=18016), aber anfangs ganz ok. Und mit einigem Feintuning (Hals, Stegeinlage, Sattel und Saiten) bei jeder Outdoor-Sitzung immer wieder gerne gehört und gesehen.

Viel Glück!

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manchmal sind die "führungen" (also wo die saiten am kopf durchgeführt werden) der entsprechenden saiten-stärke angepaßt - das paßt dann natürlich nich mehr. wenn dann die saite da drin schwergängig is, wird zb das stimmen interessant .... 8-)

Wtf, wieso fangen die erst ab 100 an?! Richtig gute Gitarren fangen erst ab 400€ an. 100 Euro Gitarren, sind also eher...naja.

Eigentlich kein Problem, aber wenn du keine Saiten mehr auf der Gitarre hast, ist das nicht so gut für den hals.. Am besten mit irgendeinem Trick lösen oder so tauschen, wie es architech schon gesagt hat

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