Rennrad im Alltag?

6 Antworten

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Um ehrlich zu sein: Nein, würde ich nicht empfehlen.

Jede Benutzung verschleißt Teile und wenn du in ein gutes Rad investierst, wäre es schade, wenn du es mit solchen Kurzstrecken strapazierst. Zudem sind Rennräder nicht dafür gedacht, dass man größere Lasten auf dem Rücken mit sich führt (Stichwort: Schule). Die Ergonomie ist einfach eine andere.

Meine Empfehlung wäre eher zu schauen, wo es denn beim Hollandrad hängt und das zu reparieren und das Rennrad für wirkliche Strecken "aufzusparen". Macht im Übrigen auch der Fahrradhändler meines Vertrauens so: das voll gefederte für die Berge, das Rennrad für Strecken und ein altes Diamantrad, um zur Arbeit zu fahren (er war mal Triathlet, dem traue ich da gute Entscheidungen zu ;)).

Noch was zum Rennrad vs. Mountainbike: MTB's sind dem Motocross natürlich näher. Wenn du Rad-Ausdauer trainieren willst, findest du vllt auch einen Anbieter von Spinning/ Indoorcycling, wo du das auch trainieren kannst. Aber letztlich sollte die Entscheidung davon abhängen, ob du ausreichend glatte Strecken und auch Spaß an dem Fahren darauf hast oder ob dir bei Fahrrädern Berge und Geröll lieber sind.

Erstmal Danke für die schnelle Antwort... Zur Schule fahre ich nur Teerstraße... Und zum Gepäck, ich führe max. 5 Kilo mit mir aufm Rücken und macht das bei meinem Gewicht von 55 Kilo "den" Unterschied? Mit meinem Hollandrat stimmt alles soweit ich das einschätzen kann, bin nur mal ne Strecke mit den MTBs meiner Freunde auf der Straße gefahren, und das machte für mich schon einen sehr großen Unterschied ...

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@sibo33

Abgesehen von den Einwänden von heob1, an die man auch denken muss, dachte ich bei Schulweg an sperrigere und schwerere Sachen ;)

Ich meine, du machst deinen Rücken damit vermutlich nicht kaputt, weil es ja eine kurze Strecke ist, aber bequem ist es nicht^^

Ach ja: Bei guten Händlern kann man ein Fahrrad auch Probefahren. das Könnte schon einen guten Eindruck vermitteln.

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Warum wurde hier meine wirklich nur sachliche Anwort gelöscht?

Ja, Rennräder sind alltagstauglicher als man so denkt.

  • Sie lassen sich wie eine Handtasche mit rein nehmen, da sie so schön leicht sind.

  • Mit dem geringsten Kraftaufwand kommt man von A nach B oder, wenn man will, in der kürzesten Zeit. Wenn man dies als Grundlage nimmt, kann man sagen, dass Rennräder die bequemsten Fahrräder sind.

  • Die dünnen Reifen spritzen nicht so, sie nehmen weniger Wasser auf bei schlechtem Wetter. Auch ist man dem Regen nicht so lang ausgesetzt.

  • Natürlich kann man einen Rucksack tragen, natürlich kann man Anstecklichter dabei haben in diesem Rucksack.

  • Rennräder sind durchaus sehr stabil. Die Kräfte, die auf ein Rad einwirken, multiplizieren sich mit der Geschwindigkeit und Rennräder sind auf seh hohe Geschwindigkeiten ausgelegt. Bergab auf Schotter wird es unangenehm, man kommt nur langsam runter, aber es geht, auch ohne dass etwas kaputt geht. Auf allen anderen Wegen ist das Rennrad einfach nur leichter und schneller, auch auf Schotter bergauf oder auf Waldwegen. Wer gut ist, kann mit dem Rennrad gut über Hindernisse springen. Gerade Motocrossfahrer sind bekannt als sehr gute Techniker auf dem Rennrad.

Freunde von mir benutzen das Rennrad im Alltag, machen damit auch unsere Waldtouren mit, wenn es sein muss. Klar sind die bergab im Gelände dann langsam, aber wirklich nur da.

Was soll es also? Ein Rennrad zu fahren erfordert Übung und eine gewisse Sportlichkeit. Man kommt auch nicht immer wie geleckt am Ziel an. Ist einem das egal und hat man es drauf, kann man das Rennrad auch im Alltag benutzen.

Es ist allemal tauglicher als ein Fixie, das nur etwas für Artisten ist, als ein Singlespeed, bei dem man sich auf langen Geraden die Knie wund trampelt oder ein Mountainbike, dass fast das Doppelte an Kraft erfordert.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Erfahrung mit Fahrrädern.

Rennräder sind, wie Du sicherlich weißt, auf Geschwindigkeit ausgelegt. Demzufolge sind es leichte Räder, die sich für den Transport von Gegenständen nicht so gut eignen. Außerdem sind sie nicht besonders gut für Geländefahrten geeignet.

Wenn Du jedoch auf der Strasse lange Strecken zurücklegen willst, sind sie das Vekehrsmittel schlechthin. Allein bei Bürgersteigen, also den Randsteinen, mußt Du aufpassen, da die Räder recht empfindlich sind.

Ich würde mir immer wieder eines kaufen!

By the way - hat jemand zufällig ein 26er Rennrad mit Shimano-Schaltung zu verkaufen?

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Ein - echtes - Rennrad hat keine Lampe, keine Schutzbleche usw. Alleine schon die Vorstellung, bei nasser Fahrbahn nass gespritzt zu werden, lässt mich erschauern. Ein Rennrad ist nervös wie ein Rennpferd. Es federt kaum, ist anfällig für Reifendefekte und benötigt einen regelmäßigen Kettenwechsel (etwa alle 1500 km). Wer das nicht selbst durchführen kann, hat sein Rad oft in der Werkstatt bei entsprechenden Kosten. Ich selbst fahre 16 km zur Arbeit mit einem (hochwertigen) Tourenrad, nehme Gepäck mit und bin ausreichend beleuchtet. Eindeutige Empfehlung: Kein Rennrad für deinen Zweck.

Erstmal Danke für die schnelle Antwort, was habe ich mir unter einem Tourenrad vorzustellen?

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Ein Rennrad ist nicht alltagstauglich. Erstens musst Du die Tasche auf dem Rücken tragen. Zweitens hat es keine Schutzbleche. Nach einer Fahrt über nasse Straßen siehst Du aus wie frisch aus der Suhle. Drittens hat es keine vernünftige Beleuchtung. Viertens halte ich Kettenschaltungen generell nicht für alltagstauglich. All das gilt übrigens auch für MTBs, dort kommt erschwerend hinzu, dass die meisten grob profilierte Reifen fahren, die ziemlich laut auf der Straße sind und somit viel Energie vernichten.

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