Renfield Syndrom?

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Es ist nicht bewiesen, dass es solche Vampire, wie wir sie aus Filmen und Büchern kennen, gibt. Sicher ist aber, dass etwas namens Hämatophilie (auch: Blutsucht, Renfield-Syndrom, klinischer Vampirismus) existiert. Betroffene fühlen sich dazu gezwungen, ihren Blutdurst zu stillen.

Im DSM-IV ("Diagnostisches und statistisches Handbuch psychischer Störungen") steht darüber Folgendes:

Über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten wiederkehrende intensive sexuell erregende Phantasien, sexuell dranghafte Bedürfnisse oder Verhaltensweisen, die sich (in diesem Fall) auf Blut beziehen.

Es wird aber auch folgende wichtige Einschränkung vorgenommen:

Die Person hat auf diese sexuell dranghaften Phantasien oder Bedürfnisse mit einer nicht einwilligungsfähigen oder -willigen Person gehandelt, oder die Phantasien, sexuell dranghaften Bedürfnisse oder Verhaltensweisen verursachen in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen.

Im Laufe der Jahre hat sich daraus eine richtige Subkultur entwickelt, deren Anhänger sich "Vampyre" (Achtung Schreibweise!) oder "Real Life Vampires" nennen. Viele versuchen, ihren Blutdurst geheimzuhalten, während andere Mitglieder in so genannten Clans/Covens/Blutzirkeln sind und damit relativ offen umgehen.

Sie und auch ein paar Nicht-Mitglieder suchen sich dann einen donor (Spender), von dem sie auch nur wenige Tropfen nehmen. Dieser muss ein aktuelles Gesundheitszeugnis vorlegen können. Da sich im Mund eines Menschen die gleichen Bakterien wie im Maul eines Löwen befinden, wird dessen Ader meist mit einer Nadel oder einer Kanüle geöffnet.

Andere versuchen, ihren Blutdurst anderweitig zu stillen, zum Beispiel durch Milch und Blutwurst.

Da das Stillen dieses Blutdurstes nicht immer gleichermaßen gelingt, müssen sie manchmal genau so dagegen ankämpfen wie die Filmvampire.

Ausgelöst wird dieser durch Einsamkeit oder ein sehr blutiges Erlebnis in der frühen Kindheit. Als Geisteskrankheit gilt das Ganze erst, wenn man sich selbst und/oder anderen Schaden zufügt (d.h. wenn man gegen ihren Willen von ihnen trinkt) und/oder körperlich abhängig ist, d.h. wenn man sich krank fühlt, wenn man einmal nicht getrunken hat.

Zu einem "Vampyr" kann man also nicht gemacht werden. Meist geschieht das so genannte Awakening, was meist mit dem ersten Blutdurst beginnt, in der Pubertät. Daran merken Betroffene, dass sie "Real Life Vampires" sind.

"Vampyre" sind eine Minderheit unter den Subkulturen. In Deutschland wird ihre Anzahl auf etwa 1.000 geschätzt.

Wer sich näher über das Thema informieren möchte, sollte die Bücher "Vampire unter uns! Bd. 1+2" von Mark und Lydia Benecke durchlesen.

Wie du siehst, ist es überhaupt nicht schlimm, das zu haben, solange es nicht zu stark ist (also solange du niemandem - einschließlich dir selbst - damit schadest). Da du bisher noch niemandem damit geschadet hast, liegt bei dir anscheinend (noch) keine psychische Störung vor. Bei mir genau so wenig. Diese schwere Form nennt sich Hämatodipsie.

Ich habe das auch schon seit über einem Jahr und habe mich sehr gut daran gewöhnt.

Du willst dein eigenes Blut trinken? Anscheinend ein klassischer Fall von Autovampirismus. Das Trinken des Blutes Anderer nennt man übrigens "echten Vampirismus".

Ich hab das auch und ich kann nur sagen das du wohl damit leben musst wenn es wirklich zu stark wird besorg dir einen Donor ich kann das leider nicht machen weil die Meisten das erst ab 18 freigeben und ich deswegen ziemlich Probleme hab dennoch hab ich es akzeptiert.

schau doch mal hier rein http://de.wikipedia.org/wiki/Renfield-Syndrom oder geh wenn WIRKLICH SCHLIMM wird zum psychater (ohne schmarn jetzt)

aber mach dir net all zu große sorgen, wie alt bist du den??? des kann auch was mit derpupertät zu tunhaben ^^

und mal ganz ehrlich, mirgehts in der arbeit beim blutabnéhmen genau so da bekomm ich imer hunger ^^ frag mich aber bitte nicht warum ^^

hoffentlich konnte ich dir helfen

lg vamsteffipir

Ein Psychiater hilft in so einem Fall meist nicht viel. Das Renfield-Syndrom ist so selten, dass es den meisten gar nicht bekannt ist und der Blutdurst von daher als eine andere psychische Störung diagnostiziert wird.

Blutdurst ist meist kein pubertäres Problem. Wenn es so wäre, hätten das wahrscheinlich deutlich mehr als 1000 in ganz Deutschland.

Hunger fühlt sich allerdings anders an als dieser Blutdurst. Ich weiß das, denn ich bin selbst ein "Real Life Vampire". Es fühlt sich (zumindest bei mir) fast so an, wie es immer in den ganzen Filmen beschrieben wird: Ziehen in den Eckzähnen und Brennen in den Pulsadern.

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