Reicht ein IQ von 109 für das Abitur? Ist dieser Wert soweit gut?

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Das reicht durchaus. Der Verbal-IQ ist überdurchschnittlich (16 % oberhalb des Durchschnitts) und sagt etwas aus über deine Arbeitsgeschwindigkeit, deine Auffassungsgabe, dein Arbeitsgedächtnis und noch etwas, das ich jetzt vergessen habe (im HAWIE setzen sich die IQ-Bereiche jeweils aus vier Domänen zusammen). Diese sind für das Abitur und allgemein für kognitive Leistungen wichtig. Dein Handlungs-IQ liegt knapp unter dem Durchschnitt. Zum Abitur und zum Studium gehören jedoch auch ganz andere Eigenschaften wie Zielstrebigkeit, Fleiß, Kreativität und so weiter, die werden vom HAWIE gar nicht erhoben. Also - mach' es, alles Gute! Anell

Mit einem Intelligenzquotient von 109 liegst du im überdurchschnittlichen Bereich. D.h. du lernst wesentlich schneller als der durchschnittlich intelligente Schüler. Das sind gute Voraussetzung für das Abitur.

Fleiss u. Motivation spielen jedoch ebenfalls eine Rolle.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – tested high IQ

Eine hohe Intelligenz ist förderlich, aber nicht ausreichend, um das Abitur zu bestehen, eine äußerst hohe kann die Chancen sogar wieder senken, sodass letztlich nicht einmal von einem proportionalen Verhältnis zwischen Intelligenz und Chancen, das Abitur zu bestehen, die Rede sein kann. Ein wenig intelligenter, aber sehr fleißiger Schüler hat bessere Chancen, das Abitur zu bestehen, als ein sehr intelligenter Schüler, der - vielleicht, weil er sich unterfordert fühlt - partout nichts für die Schule macht.

Kann ich als Förderschüler mit einer Intelligenzminderung beruflich noch was erreichen?

Hallo!

Ich bin ein 16-jähriger Förderschüler und mache derzeit in der 10. Klasse unserer Förderschule einen Hauptschulabschluss. Ich wurde bereits nach einem halben Jahr aus der Grundschule ausselektiert, weil ich angeblich in allen Bereichen völlig den Anschluss verloren haben soll. Seit dem bin ich fast 10 Jahre auf einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen, die früher „Sonderschule für Lernbehinderte“ hieß. Die Bezeichnung „Sonderschule für Lernbehinderte“ impliziert, dass die Förderschulen eigentlich zu den Behindertenschulen zu zählen sind. Ein Intelligenztest, der vor Kurzem in unserer Förderschule gemacht wurde, hat überraschend ergeben, dass meine intellektuelle Leistungsfähigkeit nicht einmal das Niveau der Förderschule erreichen soll. Seit diesem Test werde ich von Arbeitsamt, wie ich von meinem Berufsberater erfahren habe, als eine Person mit sehr niedrigem IQ geführt. Mein Berufsberater meinte, hätte ich diesen Test früher gemacht, wäre ich wahrscheinlich nicht auf eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen gekommen, sondern auf eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung. Ein Intelligenzquotient unter 70 entspricht schon einer leichten geistigen Behinderung. Das würde zumindest erklären, wieso ich so schnell aus der Grundschule ausselektiert wurde.

Ich kenne meinen genauen IQ nicht, aber die Aussage des Schulpsychologen, dass meine „intellektuelle Leistungsfähigkeit“ nicht einmal „das Niveau der Förderschule“ erreichen soll, lässt den Schluss zu, dass der IQ-Test einen Wert unter 70 ergeben haben muss.

Seit dem befinde ich mich in einer schweren Krise. Nach dem IQ-Test war ich – nach Aussage meines Berufsberaters – zehn Jahre auf der falschen Schule und hätte eigentlich auf eine Schule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung gehört. Wenn das so ist, wieso habe ich noch vor Erreichen des zehnten Lebensjahres Schreiben und perfekt Lesen gelernt? Ich besitze eine gute Allgemeinbildung und habe auch keine Probleme mit Mathematik, was dadurch deutlich wird, dass ich problemlos Prozent,- Bruch,- und Zinsrechnen kann sowie Gleichungen, Funktionen und Geometrie beherrsche. Ich lese, ohne Verständnisprobleme, geistes- und naturwissenschaftliche Literatur und habe mir mit 13 Jahren auch etwas Programmieren mit C++ beigebracht. Nach dem IQ-Test dürfte ich – wenn überhaupt – selbst die Förderschule nur mit größter Not schaffen, und müsste mich wie ein 8-Jähriger verhalten. Ich verstehe das alles nicht. Ich bin in meiner türkischen Familie der Einzige, der auf eine Förderschule geht. Meine Geschwister und Verwandten gehen alle auf normale Regelschulen, viele aufs Gymnasium, einige haben sogar schon studiert; nur ich gehe als Einziger auf eine Förderschule. Bin ich wirklich geistig behindert? Kann ich noch einen Beruf erlernen? Kann ich noch eine Familie gründen?

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