Rechnungswesen Reihenfolge?

3 Antworten

Es wird immer soll an haben gebucht 

ZB Bank and Kasse  5000€ -> wir verbuchen 5000€ aus der Kasse an Bank 

4 Grundfragen:

Welche Konten werden berührt ? ( kasse Und Bank )

Was sind das für kosten? (Bank aktiv , Kasse aktivkonto ) 

Mehrung oder Minderung ? ( Bank Mehrung Kasse Minderung )

Auf welche Seite ist zu buchen ? Soll oder haben ? ( Kasse ist ein aktivkonto, das sich vermindert -> im haben buchen 

Bank ist ein aktivkonto das sich vermehrt -> im soll buchen )


Immer soll an haben : 

Bank an Kasse 5000€


Achte drauf, dass bei passivkonten das mit soll und haben buchen andersrum ist also ein passivkonten das sich vermindert wird im Soll gebucht und eins das sich vermehrt auf der haben Seite 

Das ist kein Sch*!

Natürlich gibt es eine Art Prüffolge.

Erst muss man natürlich den Geschäftsvorfall lesen. Dann ordnet man den Signalworten das entsprechende Konto zu. 'Kunde kauft bar für 119 €' hast Du bereits zwei bzw drei Konten. Kunde kauft bedeutet, dass wir einen Umsatz haben. Also Erlöse und ggf. Umsatzsteuer und 'bar' bedeutet das Konto Kasse ist betroffen.

Dann geht es darum, ob Mehrung der einzelnen Konten oder Minderung. Wenn ein Buchungssatz kompliziert ist, dass dürfte für Dich im Moment fast jeder sein, fängt man mit dem einfachsten Konto an. Das sollte hier die Kasse sein.

Wir haben also einen Zugang in der Kasse. Wie hoch ist der Zugang? Der Kassenzugang ist natürlich in der gesamten Höhe, also 119 Euro. Mehrungen des Kassen-Kontos (es ist ein aktives Bestandskonto) bucht man im Soll. Also erster Teil des Buchungssatzes: Kasse 119 € an.

Nun ist der Buchungssatz noch nicht ausgeglichen. Schließlich haben wir erst 119 € im Soll.

Die anderen Konten sind Umsatz-Erlöse und Umsatzsteuer. Erlöskonten sind Ertragskonten. Der Ertrag ist also im Haben. Umsatzsteuer ist ein passives Bestandskonto - Umsatzsteuer ist eine Verbindlichkeit. Sie muss später an das Finanzamt überwiesen werden. Passive Bestandskonten mehren sich im Haben. Also haben wir zwei Konten, die im Haben bebucht werden müssen. Folge für den Buchungssatz: an Umsatz und an Umsatzsteuer.

Der Bruttobetrag muss noch aufgeteilt werden. Immer die gleiche Rechnung: Bruttobetrag (hier 119 €) geteilt durch 1,19 ergibt den Netto-Betrag. Der Netto-Betrag wird noch vom Brutto abgezogen und damit ist die Umsatzsteuer berechnet. 100 Euro Umsatz und 19 Euro Umsatzsteuer.

Wer sich die einzelnen Ergebnisse gleich auf einem Schmierzettel notiert hat, der hat dann Vorteile. Denn die ergeben jetzt:

Kasse 119 €
an Umsatz-Erlöse 100 €
an Umsatzsteuer 19 €

Soll und Haben sind mit je 119 € ausgeglichen. Kontrolle also auch gleich gemacht. Und dann noch in die T-Konten buchen.

Das ganze besser zu verstehen, habe ich mal ein Tutorial auf Youtube gestellt. Der Link lautet: https://www.youtube.com/watch?v=Sqr0VTzJZVA Die 100 Minuten solltest Du Dir nehmen.


hmm ich studiere kein bwl deswegen interessiert mich die s....... nicht aber das mit dem Video hört sich gut an :D

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@allesklarrr

Es ist auch nicht nur für Leute interessant, die BWL studieren. Habe mein BWL-Studium, aber das ist ein ganz anderes Thema. Es ist eine ganz wesentliche Möglichkeit wirtschaftlichen denkens. Meint jeder - ich sehe doch was sich lohnt. Irrtum. Spätestens bei der Fixkostendegression ist es schon lange vorbei damit. Wenn nicht schon bei der Unterscheidung Roh-, Betriebs-, Hilfsstoff, Kosten oder aktivierungspflichtig?

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Du musst bis dahin verlässlich den Unterschied zwischen aktiven und passiven Bestandskonten lernen, musst wissen bzw. erkennen, welches Konto was ist. Konten, die Vermögen aufnehmen, sind aktive Bestandskonten. (Grundstück, Gebäude, Fuhrpark, Maschinen, BGA, Waren oder Material, Forderungen, Bank, Kasse. Das Eigenkapital und alle Verbindlichkeiten (Hypothekenschulden, Darlehen, Verbindlichkeiten ) sind passive Bestandskonten.

Dann musst du lernen: Bei aktiven B. stehen Zugänge im Soll und Abgänge im Haben. Bei passiven B. stehen Zugänge im Haben, Abgänge im Soll. Wenn du etwa ein Auto kaufst, wird Fuhrpark mehr, Bank weniger. Also Fuhrpark an Bank. Wenn du Rohstoffe auf Ziel kaufst: Rohstoffe an Verbindlichkeiten. (Rohstoffe mehr, aktives B., Soll - Verbindlichkeiten auch mehr, passives B. -  Haben

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