Philosophie: Ist man länger tot, wenn man früher stirbt?

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13 Antworten

Wissenschaftlich gesehen ist Deine Rechnung sicherlich richtig. Philosophisch gesehen endet die Unendlichkeit des Todes aber dann, wenn es niemanden mehr auf Erden gibt, der sich an irgendwelche Toten erinnern könnte...

rmnstr 18.05.2012, 18:25

Das nenn ich mal eine fantastische philosophische Antwort!

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Es kommt darauf an, was du dir unter dem Tod vorstellst. Ist der Tod einfach ein Nichts, indem du weder etwas wahrnimmst oder denkst bzw. fühlst macht es keinen unterscheid wie lang du tot bist. Denkst du allerdings du könntest mit deiner Seele weiterleben, wäre es sinnvoll zu sagen, das man länger tot ist, wenn man früher stirbt. Allerdings denke ich, dass es sinnvoller wäre das Leben zu genießen so lange es noch geht.

ich glaub das sieht jeder anders. Jeder Mensch stellt sich den Tod auf seine Weise vor... Ich glaube, dass die Antwort viel mit der Vorstellung vom Tod (bzw dem Leben nach dem Tod, woran ich nicht glaube) zu un hat :)

Recht hat "kugel" schon... wenn keiner mehr da ist, der den tod wahrnimmt, gibt es auch keinen tod... wenn man sich den tod förmlich als "sensenmann" vorstellt, dann ist das ja auch sehr zutreffend... wenn keiner mehr lebt, kann dieser tod (sensenmann) ja keinen mehr holen, somit gibt es keinen tod mehr... oder anders formuliert: wenn das universum zusammenbricht, endet auch jede diskussion, über den sinn des lebens, dem tod und wie alles angefangen hat... möglicherweise fängt dann ja ein neues universum an, welches sich die gleichen bedeutungslosen fragen stellt, jedoch ist das auch nur eine theorie...

physikalisch gesehen kann man gewiss so einige zustände ändern (gewiss auch den tod... die forschung schreitet ja immer weiter voran... vielleicht können wir ja irgendwann auch tote zum leben erwecken...) tschuldige, wenn das jetzt nicht so philosophisch ist ^^

das einzige was ich noch dazu beitragen kann ist einsteins aussage zur relativität... (unendlichkeit ist relativ viel für uns...)

„Wenn man zwei Stunden lang mit einem Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität.“

Albert Einstein

herrbidubu 29.05.2013, 20:04

Ja,ist man da es im Himmel,in der Hölle dein tot existiert !

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"Da der Tod ohne Ende ist (wissenschaftlich gesehen, ich nehme mir die Freiheit, religiöse Aspekte wie dem der Wiedergeburt zu ignorieren), bedeutet das, dass er ewig andauert. Somit macht es absolut keinen Unterschied, ob man jetzt stirbt oder erst in einer Stunde. Denn letzten Endes ist die Dauer des Todes unendlich, da gilt: [unendlich + 1] = [unendlich]" <

Richtig.

Da der Tod ohne Ende ist (wissenschaftlich gesehen, ich nehme mir die Freiheit, religiöse Aspekte wie dem der Wiedergeburt zu ignorieren),

Es ist unmöglich religiöse Aspekte bei einer Philosophischen Frage zu ignorieren ..

Der Tod ist keines falls **ohne Ende bewiesenermassen ** ,das ist ein Umstand den die Wissenschaft gar nicht beantworten kann ,denn es ist das Handwerk der Naturwissenschaften die Irdischen Gesetzmässigkeiten und Gegebenheiten zu erklären .

Verlegt sie sich auf das Gebiet von Tod und weiterleben, dann missachtet sie ihre eigenen Prinzipien .

Sinco 14.11.2012, 16:35

sagte der, mit dem jesus bild...

klar kann man religiöse aspekte mit einbeziehen... aber ich denke, die religion ist nur eine erfindung, um das zu erklären, was die wissenschaft, bzw. der mensch selber, nicht erklären kann... damals war die erde auch noch eine scheibe und die sonne kreiste um die erde... die meisten religionen meinen ja, die gesetzmäßigkeiten, von dem, was man messen und sehen kann, völlig ignorieren zu können... und ja philosophie geht auch ohne religion (auch wenn ein gewisser religiöser, ja fast schon mystischer charme, jede philosophische diskussion umgarnt...)

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Hach ja, die Herren Philosophens... Ich würde mit der Sprache beginnen, in der du dich ausdrückst: "länger" und "früher" stehen im Komparativ. Und dies bedeutet automatisch einen Vergleich. Länger als - früher als... Solange das Vergleichskriterium nicht geklärt ist, bleibt dem Philosophen nur, eine Unendlichkeit aus dem Hut zu ziehen, an der man sich unendlich lange aufhalten kann ;-)

Wenn "Tod" für dich einen Zustand darstellt, der einen temporär definierten Beginn, jedoch kein Ende hat, musst du dich entscheiden, ob du bei der Betrachtung in die Vergangenheit oder in die Zukunft schauen willst. Schaust du in die Vergangenheit, tritt dieser Zustand zu unterschiedlichen Zeitpunkten ein, es macht also schon einen Unterschied, weil du ein Vergleichskriterium hast. Schaust du in die Zukunft, gibt es ein solches nicht, da der Tod ja lt. Definition endlos ist. Dann bleibt dir nur:

"Wer stirbt, ist tot."

... was zweifellos auch richtig ist ...

LG andisazi

rmnstr 21.05.2012, 00:56

Also erstmal zum Vergleichskriterium... Aus der Fragestellung folgt logisch, dass man zwei Instanzen (mit unterschiedlichem Zeitpunkt des Ereignisses "Tod") erstellen muss, um ihr einen Sinn zu verleihen.

Nun zur Definition von "Tod" und "Zeit". Tod stellt nicht nur für mich einen Zustand dar, er ist definiert als Zustand, nämlich differenziert von "Leben" und "Sterben". Ansonsten stimme ich dem zweiten Absatz großteils zu.

Denn mir bleibt immer noch: "Wert stirbt, stirbt gerade und ist nicht tot. Wer bereits gestorben ist, ist tot."

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Ich denke schon, dass man länger tot ist, trotz der Gleichung unendlich+1 = unendlich, da eine Linie, die unendlich lange läuft, aber später anfängt, uns länger erscheind. Beispiel:


.. ...............----------------------------------------------------------------------------------------------------------

Wenn wir davon ausgehen, dass beide Linien unendlich lang sind, erscheint auf den ersten Blick die 2. Linie dennoch kürzer. Daher denke ich, dass man länger tot ist, wenn man früher stirbt.

rmnstr 18.05.2012, 18:16

Die Linie erscheint kürzer, weil sie kürzer ist. Wären beide Linien unendlich lang, wären sie auch gleich lang...

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Ich denke, man kann die Frage soo nicht beantworten, da jeder eine eigene Meinung hat und z.B. einen anderen Glauben nachgeht.. Wenn du es so siehst hast du ja eigentlich schon deine Frage beantwortet. ..Ich z.B. glaube an die Wiedergeburt und denke, dass alle ungefähr gleich lang tot sind!!

Zeit existiert nicht und die Ewigkeit ist zeitlos also wohl eher weder noch

Naja hypothetisch .... Ist aber keine Ratsuche zu einer Lebenssituation, Dingen des Lebens. Also: wenn man früher stirbt hat man weniger gelebt. LOL

rmnstr 18.05.2012, 18:19

Da das Leben aber von einer bestimmten Zeitdauer ist und der Tod wiederum unendlich, ist sowohl deine Aussage als auch meine korrekt.

Wer früher stirbt, ist länger tot. -> falsch

Wer früher stirbt, hat weniger gelebt. -> richtig (wenn beide Leben gleichzeitig begonnen haben)

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"Das Leben ist nur ein Augenblick, genau wie der Tod". Ist ein Zitat, ich weiß aber nicht genau woher. Ist mir nur gerade eingefallen und beantwortet für mich diese Frage sehr gekonnt und passend.

"Wer früher stirbt ist länger tot" = ein saustarker Film

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