Philosophie: Ist man länger tot, wenn man früher stirbt?

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Wissenschaftlich gesehen ist Deine Rechnung sicherlich richtig. Philosophisch gesehen endet die Unendlichkeit des Todes aber dann, wenn es niemanden mehr auf Erden gibt, der sich an irgendwelche Toten erinnern könnte...

Das nenn ich mal eine fantastische philosophische Antwort!

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Es kommt darauf an, was du dir unter dem Tod vorstellst. Ist der Tod einfach ein Nichts, indem du weder etwas wahrnimmst oder denkst bzw. fühlst macht es keinen unterscheid wie lang du tot bist. Denkst du allerdings du könntest mit deiner Seele weiterleben, wäre es sinnvoll zu sagen, das man länger tot ist, wenn man früher stirbt. Allerdings denke ich, dass es sinnvoller wäre das Leben zu genießen so lange es noch geht.

ich glaub das sieht jeder anders. Jeder Mensch stellt sich den Tod auf seine Weise vor... Ich glaube, dass die Antwort viel mit der Vorstellung vom Tod (bzw dem Leben nach dem Tod, woran ich nicht glaube) zu un hat :)

Angst vor dem Tod und dem EWIGEN Verschwinden?

Hallo,

viele Menschen haben Angst vor dem Tod. Ich natürlich auch. Aber weniger vor dem Sterbeprozess selbst als vor dem was danach kommt.

Ich werde da immer leicht panisch und nervös wenn ich daran denke. Um einen kleinen Einblick in meinen Kopf zu gewähren, zeige ich kurz was ich meine und mir vorstelle:

-Ganz am Anfang der Zeitrechnung und all dem was existiert ist der Urknall. Von da aus geht der Zeitstrahl los. Es passieren unendlich viele Dinge, Galaxien entstehen , Leben entsteht überall im Universum, schwarze Löcher verschlucken andere Sterne etc. Irgendwann auf diesem Zeitstrahl entsteht die Erde. Leben bildet und entwickelt sich in Milliarden von Jahren. Irgendwann sind auch WIR , jedes jemals von uns existierte Individuum , auf dem Zeitstrahl . Egal ob arm, behindert, 80 Jahre alt oder 2 Tage alt, religiös und ungläubig, Mörder oder Wohltäter, korrupter Politiker oder Retter von Milliarden, skrupelloser Kapitalistenabschaum oder Revolutionär. Jeder von uns ist irgendwann auf dem Zeitstrahl .Selbst wenn wir tot sind und tausende Generationen nach uns auf die Welt kommen. Selbst wenn wir andere Planeten oder Galaxien besiedeln. IRGENDWANN verschwinden wir.

Der Zeitstrahl rauscht immer weiter gerade aus . Und was für immer und ewig .Wir ein Maßband, das man ausrollt. Nur das es NIE aufhört zu rollen . Und jeder von uns ist auf ewig verschwunden. Kein Neuanfang absolut nichts. Und das nicht nur für X - Zeit. Nein, Wir sind FÜR IMMER weg. Jeder einzelne . Jede der lebt, gelebt hat oder noch leben wird.

Der Strahl läuft auf EWIG weiter. Es wird NIE ein Ende geben und wir sind auf EWIG in dieser Zeit weg. Wir leben praktisch nur 80 jahre. Irgendwann vielleicht 200 oder 500 Jahre. Aber danach sind auch die Menschen FÜR immer weg.

Und darüber zu denken....

Kennt das einer und hat sich auch mal darüber den Kopf zerbrochen ? Oder seht ihr das anders oder denkt nicht an so etwas ?

lg

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Ist der Atheismus eine Weltanschauung / Philosophie?

In einer vorangehenden Diskussion wurde ich von zwei Atheisten scharf angegriffen, als ich die Meinung geäußert habe, der Atheismus sei eine Weltanschauung. Wohlgemerkt, ich bin absolut NICHT der Meinung, dass der Atheismus eine Religion ist.

Die beiden versuchten mir zu erklären, dass das Wort "Atheismus" nur "ohne Gott" bedeuten würde. Dies wäre die einzige Bedeutung des Wortes "Atheismus" und da gäbe es auch nichts zu ergänzen. Atheismus sei Gottlosigkeit, nicht mehr und nicht weniger.

Dieser These widersprach ich, denn es gehört zum Atheismus doch viel mehr, als nur die Existenz eines Gottes abzulehnen. Jeder Atheist lehnt doch auch alles andere Übernatürliche wie Magie, Geisterglauben, Zukunftsvorhersagen etc. ab. Außerdem empfiindet er Kulthandlungen und Gebete als unnütz, ja manche werden sogar ganz dastisch und bezeichnen sie als reine Zeitverschwendung. Und er ist überzeugt davon, dass alles wissenschaftlich erklärbar ist - auch wenn wir es nicht erklären können, bedeutet das nicht, dass es nicht irgendwann erklärbar sein wird. Das Fundament ihres Überzeugseins ist also die Wissenschaft. Diese Überzeugungen vertritt jeder Atheist, es ist also nicht zu leugnen, dass diese Überzeugungen einen verbindenden Charakter haben. Atheismus ist damit nichts Individuelles mehr.

Außerdem lässt sich Atheismus in meinen Augen sogar übersteigern und kann auch extremistische Züge annehmen: es gibt Atheisten, die alles Religiöse regelrecht hassen, Gläubige als Spinner und ihre heiligen Schriften provokant als Märchenbücher bezeichnen. Sie sind überzeugt, dass die Welt ohne irgendwelche Religionen besser dran wäre und man Religionen am besten alle sofort verbieten sollte.

Meine Frage richtet sich in erster Linie an Atheisten. Bevor ihr antwortet, ruft euch bitte noch einmal ins Gedächtnis, dass ich nicht behaupte, dass Atheismus eine Religion sei. Aber warum seid ihr davon überzeugt, dass Atheismus auch keine Weltanschauung oder keine Philosophie ist? Was sind denn in euren Augen die entscheidenden Unterschiede?

Noch etwas: Bei der Diskussion würde ich mich sehr freuen, wenn die Netiquette beachtet wird. Unsachliche und gar beleidigende Kommentare und Antworten werden gemeldet, und zwar egal, aus welcher Richtung sie kommen.

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