Packsack aus Teichfolie machen?

2 Antworten

In jedem Falle würde ich die Plane empfehlen.

Wenn Wasserdichtigkeit ein Kriterium ist, kommst Du ohne eine Verschweißung nicht umhin. Hierbei ist natürlich Bedingung, daß die Plane überhaupt schweißfähig beschichtet ist.

Wenn diese Voraussetzung gegeben ist, brauchst Du immer noch eine mechanische Stabilität, und dafür reicht eine Beschichtung in der Regel nicht aus. Man stabilisiert so einen Beutel durch Vernähung.

Also schneidest Du Dir die Einzelstücke zurecht und nähst die (bzw. bittest Mutti darum) zusammen, und zwar ungefähr 15-20 mm von der Schnittkante entfernt. Anschließend verschweißt Du die Teile oberhalb der Nähnaht mit dem Lötkolben oder, sofern Du hast, mit einer Heißluftpistole. "Oberhalb" heißt auf der äußeren Seite, nicht zum Beutelinneren hin.

Beim Verschweißen sind Druck und Wärme notwendig, also kannst Du immer nur ein kurzes Stück erhitzen und mußt das dann zusammenpressen, bis es abgekühlt ist.

Nähen ist für mich eigentlich keine Opt

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@tictac98

Ich kann eigentlich nix Neues beitragen, möchte die Ausführungen von DrStrosmajer höchstens etwas "akzentuieren": Die Plane empfiehlt er ja deshalb, weil Lkw-Plane im Kern ja ein SEHR reißfestes Gewebe enthält. Und wenn man die Reißfestigkeit halbwegs erhalten will, MUSS man die Fügekanten (= Nähte) zuallererst nähen - mit dauerhaft wasserbeständigem Garn am besten. Ob "Mutti" das so da hat?? Und ob "Muttis" Nähmaschine durch Lkw-Plane durchkommt und erfolgreich näht. Vielleicht hat DrStrosmajer da tatsächlich eigene Erfahrungen und kann die hier ausbreiten. Würde mich sehr interessieren.

Der daran anschließende Schweißvorgang soll die Nähte weitgehend wasserdicht machen. Tauchen würde ich mit solche einem selbst gemachten Beutel nur zu Versuchszwecken: Wenn nichts Wertvolles drin ist!

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@hermannalbers

@hermann: Guter Hinweis.

Ich kenne mich ganz gut mit Industrienähmaschinen aus, für die eine solche Aktion ein Klacks wäre.

Allerdings habe ich schon mal testweise eine Lkw-Plane auf einer alten Haushaltmaschine der Marke Singer wie beschrieben vernäht (einfacher Steppstich ohne Überwendlichfunktion, größte Stichlänge, langsamste Geschwindigkeit). Natürlich mußte da eine stärkere Nadel rein, eine 150er, wenn ich mich recht erinnere, und als Garn habe ich ein Polyestergarn verwendet. Das war ein Ne-12/3-Garn, was sich gerade noch einfädeln ließ, wenn man mit dem Feuerzeug das Garnende angekokelt hat.

Wenn ich so etwas heute wieder machen müßte, würde ich mit meinen Zuschnitten zum nächstgelegenen Landhandel gehen und den Meister an der Abfüllanlage für Düngemittel / Saatgut fragen, ob er mir seine Sackzunähmaschine für 5 Minuten leiht. Die Sackzunähmaschinen, die in solchen Betrieben verwendet werden, sind tragbare Geräte. Sie machen einen Kettenstich, Stichlänge um die 7 mm und sind in der Geschwindigkeit nicht regelbar. Aber eine Lkw-Plane machte denen absolut nichts aus. Die nähen auch Leder, wenns sein muß.

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@DrStrosmajer

Hallo, anscheinend hat das mit meinen Kommentar nicht so gut funktioniert und vieles ist weggefallen. 

Nähen ist für mich gar nicht möglich, da weder meine Mutter noch ich oder sonst jemand den ich kenne nähen kann, bzw. Eine Nähmaschine besitzt. Deshalb habe ich diese Option von vorne herrein nicht in Betracht gezogen. 

Ich habe mich natürlich auch schon selbst informiert und raus gefunden, dass kleben so oder so die beste Wahl sein soll. Aber wieso? Bei den Produkten von diversen Firmen ist das ganze meistens verschweißt....

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Verschweissen kannst du auch mit einer Heißluftpistole glaub ich.

Ich besitze so etwas leider nicht und eine vernünftige ist nicht so günstig... 

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