Napoleon Zerstörer oder Retter?

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5 Antworten

Das ist sicher eine interessante Frage, die sich wohl kaum mit Ja oder Nein beantworten lässt.
Zunächst einmal muss man sich darüber im Klaren sein, dass diese Entscheidung über einen Menschen subjektiv ist und vom Betrachter abhängig ist. Cäsar, Augustus, Friedrich der Große und eben Napoleon gehören in eine lange Reihe von großen Persönlichkeiten der Geschichte, die auch heute noch verehrt werden, und um die ein Kult entanden ist. Man kann Napoleon als Heros sehen, wenn man sich seine betrachtlichen militärischen Erfolge ansieht. Doch diese Medaille hat eben zwei Seiten. Ein Krieg ist ohne Tote, Leid und Angst nicht möglich. Wenn man Menschen wie Napoleon bewundert, lässt man diese Tatsachen oft aus dem Fort.
Deine Frage beschränkt sich jedoch nur auf den Zeitraum der Revolution. In dieser Hinsicht kann man Napoleon als Retter der Revolution sehen. Auf der militärischen Ebene war sein Erfolg gegen die Royalisten in der Schlacht von Toulon eine Festigung der Revolution. In diesem Fall zeigt sich Napoleon also als Retter der Revolution.
Desweiteren kann man Napoleons Feldzüge auch als Verteidigung der revolutionären Gedanken sehen.
Im Allgemeinen endet Napoleons revolutionäre Haltung allerdings mit dessen Kaiserkrönung im Jahr 1804. Viele "Deutsche", darunter auch Beethoven( er wollte Napleon seine 3. Sinfonie widmen) änderten darauhin ihre Meinung und sahen Napoleon nunmehr als Zerstörer der Revolution, der alle Hoffnungen auf eine Republik zunichte gemacht hatte. (Beethoven jedenfalls kratzte würend die Widmung aus seiner Partitur).

Es kommt auf die Sichtweise an - für das unterdrückte Volk Frankreichs - zu diesen Tagen- war er sicherlich ein Retter - in jenen Tagen - betrachtet man es als Kunstliebhaber, war er wohl eher (nun, man bedenke den Kreis, aus dem er aufstieg) ein Zerstörer... unsäglich viele Kunstwerke versuchte er - oder brachte er erfolgreich - nach Frankreich, jedoch nur, um sein "Land" und damit sich selbst zu bereichern... Ich denke an die Gemälde, die er in Paris regelrecht hortete, an die Quadriga von San Marco in Venedig, an die Zerstörung durch seine Truppen z.B. an der Festung Hohensalzburg, wo diese Männer aufgrund der Unterversorgung die Lederprägetapeten von den Wänden rissen und verheizten.... ich denke an das venezianische Dogen-Schiff "Bucintoro" von dem die Soldaten Napoleons dachten, es wäre aus massivem Gold - und es letztlich im Auftrag ihrer Befehlsgeber zerstörten....etc. etc.....

Napoleon war Zerstörer von vielen Menschen und Retter der Revolution.

Anfangs = Retter, Nach dem er an der Macht war = Zerstörer

Anfangs brachte er Frankreich viele Siege ein. Das Land war mit Kriegen "übersäht" und das Volk müde geworden. Er ist immer gekommen, hat den Truppen Moral gegeben und hat einen Sieg nach dem anderen gebracht. Später nach seiner Krönung hat er dann gewisse Regeln "Code Zivil" eingeführt und ein paar Sachen, die man auch als "Retter" bezeichnen könnte.

Nach seiner Krönung begann er aber ziemlich stark zu expandieren. Er nahm ein Land nach dem anderen ein und unterdrückte die eingenommenen Länder. Er verheiratet zahlreiche seiner Brüder und Schwester in die Führungsrolle anderer Länder unnd war so Machtbessesen, dass er die Kontinentalsperre gegen Großbritannien eingefünhrt hat und das ohne Rücksicht auf Verluste. Er hat mit der Kontinentalsprerre z.B. viele Arbbeitslos gemacht und mannche Häfen ruiniert (= in seinem eigenen Land).

ein bischen von beidem hatten wir grad in geschichte.

Ihr hattet ein bisschen von beidem gerade in Geschichte? Interessant.

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