Mutter liebt mich nur, wenn ich gute Noten habe?
Eigendlich bin ich ja ein sehr erfolgreiches Mädchen, wenn es um Schule geht. Von der zweiten bis siebten Klasse habe ich immer einen 1,0 Schnitt in Zeugnissen gehabt, sogar die 6. Klasse habe ich übersprungen. Aber seit der 8. Klasse habe ich "nur noch" einen Schnitt im Zeugnis von 1,99 und in Mathe habe ich eine Drei die anderen Fächer sind alle Zweiter oder Einser. Aber seit dem nennt mich meine Mutter immer faul und wenn ich krank bin(hatte Corona) meinte sie, ich simuliere und betont meist, dass ich so schlecht Inder Schule wäre, dass ich eigentlich dringendst einen Nachhilfelehrer brauche. Jetzt geht das so weit, dass ich bei jeder zwei fast einen Nervenzusammenbruch bekomme, und meine beste Freundin meint, dass das einfach nur abartig ist. By the way, kann es sein, dass man davon vielleicht eine multiple Persönlichkeit bekommt, da bei mir ein starker Verdacht darauf besteht
3 Antworten
Manche Menschen sind nicht liebesfähig. Deinen Vater hast du nicht erwähnt. Es ist deshalb zu vermuten, dass deine Mutter alleinerziehend ist. Da die Kinder die Visitenkarte und der Spiegel ihrer Eltern sind, versuchen die Eltern diese "Visitenkarte" so gut wie möglich aussehen zu lassen. Sie übersehen dabei, dass die Kinder später auch die Richter ihrer Eltern sind.
Das Überspringen einer Jahrgangsstufe stellt nicht nur eine intellektuelle Beanspruchung sondern auch eine soziale Belastung dar. Insgesamt steigen die Anforderungen mit den Jahrgangsstufen und somit ist es natürlich, dass die Bewertungen schlechter werden. Der Leistungsrückgang durch den Hirnumbau in der Pubertät ist dabei noch nicht mal mit berücksichtigt. In Kollegenkreis wurde schon diskutiert, dass es geschehen kann, dass dadurch sogar das gewünschte Fach (z.B. Medizin) wegen des Nummerus clausus nicht studiert werden kann. Das ist wohl nicht der Sinn des Überspringens.
P,S.: Hast du deine Mutter mal nach ihren Leistungsbewertungen in der Schule gefragt? Erziehung findet durch das vorgelebte Beispiel statt.
Nein, deine Mutter liebt dich auch so.
Ich glaub das Problem ist, dass sie einfach zu viel des Guten für dich möchte und das nicht sieht, wie sehr sie unter Druck ist.
Dieses Verhalten ist ziemlich berühmt: Das Kind soll es besser haben und es auch besser machen und vielleicht sogar noch die vergangenen Träume der Eltern erfüllen. Oft wird vergessen, dass man auch nur einfach mal Kind/Jugendlicher sein sollte.
Dies hat aber nicht mit zu wenig Liebe zu tun ;)
Mein Rat:
Offenes Gespräch suchen und sonst mit Hilfe einer dritten (professionellen) Person. Weil wenn du zusammenklappst, ist es dann praktisch zu spät. JETZT reagieren.
Zitat von dir: "Das Kind soll ... die vergangenen Träume der Eltern erfüllen." Auf diese Weise wird das Kind für die Wünsche der Eltern instrumentalisiert. Das ist nicht zu wenig Liebe, sondern das ist keine Liebe.
Vieleicht solltest du ihr respektloses und liebloses Verhalten mal spiegeln. Wenn sie gekocht, geputzt, einkaufen war, usw. umarmst du sie jedesmal und wenn sie Krank ist, bist du schroff und abweisend. Aber eigentlich hinkt dieser "Spiegel", weil sie macht das alles ja auch für dich und von deinen schulischen Leistungen profitierst nur du selbst.
Am besten ist es wohl mit einer ehrlichen und offenen Aussprache zwischen dir und ihr. Oder du notierst es auf ein Blatt Papier und gibst es ihr als Brief.