Mit welchen Problemen kann man zum Familienpsychologen gehen?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Familientherapie wird eigentlich immer dann eingesetzt, wenn mehr als nur zwei Familienmitglieder betroffen sind. Das ist z.B. bei starken Geschwisterrivalitäten der Fall, wenn auch die Eltern den Situationen ratlos gegenüberstehen und sich selbst zudem als Teil des Gesamtproblems sehen. Das ist übrigens eine ganz besonders wichtige Voraussetzung für das Gelingen einer Familientherapie. Alle Beteiligten müssen wissen, dass sie auch in die Fehlentwicklung eingebunden sind und folglich einen eigenen Anteil an den Verhaltensänderungen übernehmen müssen, wenn sich der Erfolg einstellen soll. Eine Mutter, z.B., die lediglich meint, dass ihre Kinder nicht 'funktionieren' und der Therapeut diese behandeln sollte, ist eine große Belastung. Viele Therapeuten raten sogar zu einer 'Dreigenerationentherapie', d.h. sie wollen auch die Großeltern mit einbeziehen, wenn diese mit im Haushalt leben und durch ihr Verhalten die Konflikte gegebenenfalls intensivieren (z.B. Eltern stark fordernd und Großeltern permissiv und obendrein das Verhalten der Eltern bei deren Abwesenheit kritisierend). -- Bei deinem Fall sagst du, dass du dich 'eigentlich' nur mit der Mutter streitest. Es sind aber im Haushalt doch offensichtlich noch andere Bezugspersonen da, und deren Mitwirkung kann erheblich sein, auch wenn der akute Streit stets mit der Mutter ausgetragen wird. Also, wenn eine Familientherapie gelingen soll, müssen alle wichtigen Bezugspersonen mit eingebunden werden, und zudem auch alle das Bewusstsein haben, dass sie vielleicht Teil der Problematik sein könnten.

Obwohl ich schon auf die Frage eingegangen bin, fehlt noch ein wichtiger Anteil, nämlich eine Antwort auf die mögliche Indikation (also welche Probleme werden durch Familientherapie sinnvoller weise behandelt: Das sind primär die Beziehungsprobleme, d.h. wer fühlt sich von wem fasch behandelt; zu streng; zu versagend; zu hart fordernd; zu unduldsam; zu widersprüchlich; zu chaotisch in den Botschaften; zu launisch; zu abhängig von eigenen Stimmungen. Wie sind die Erwartungshaltungen in Bezug auf das Autonomiebestreben: gibt es ständig Streit über Ausgehzeiten, Eigenentscheidungen bei Anschaffungen; Wahl der Freunde; Hereinreden bei der Partnerwahl; Bevormundungen bei der Garderobe. Wie sind die Gunstbezeugungen verteilt: wer bekommt viel liebevolle Zuwendung; wem wird geduldig zugehört, wem deutlich seltener oder gelangweilter. Gibt es viel Streit zwischen den Eltern (um Macht, Geld, Erziehungsprinzipien). Liegen Geschwisterrivalitäten vor (um Zeugnisnoten, Taschengeld, Belohnungen, Ausgehzeiten, Privilegien). Und dann natürlich welche Symptomatik gilt es schließlich zu beheben: Essstörungen wie Anorexia, Bulimie oder Adipositas; Lern- und Leistungsstörungen; Angstattacken; schwere Beziehungsstörungen, Sadismen; Chaosverhalten; Isolationsneigungen; hysterische Anfälle; Schreiszenen mit massiven Aggressionen und Prügeleien. Aus diesen Beispielen geht - so glaube ich doch - schon hervor, auf welchen Feldern eine Familientherapie hilfreich sein könnte.

Der Grund wäre schon absolut in Ordnung. Gibt es denn noch weitere Familienmitglieder und möchten die sich auch beteiligen? Ja, es gibt Gespräche, meistens sowohl einzeln (vielleicht anfangs) als auch mit allen zusammen.

Das Wichtigste ist, dass sich alle verstanden fühlen, Vertrauen bekommen und sich öffnen können - so dass mit der Zeit jeder lernen kann, warum er wie auf den anderen wirkt und reagiert, wie er das ändern kann, wer welche Dinge vermisst und wie alle anders mit Konflikten umgehen könnten.

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