Mikroskop und Fernrohr Unterschiede

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Hi Melli, Also das Fernrohr vergrößert den sogenannten Sehwinkel. Das Mikroskop hingegen gibt ein stark vergrößertes Bild wieder. Ich kann mir denken dass das dir nicht viel nützt, da man sich erstmal mit der Materie auseinandersetzen muss. Aber das war neunmal der Unterschied um den du gefragt hast. Mfg

Jaa das hat mir gefehlt! Danke :)

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Das Leifi-Link widerspricht genau dem, was JonSnow im anderen Beitrag gesagt hat. Leifi bezieht nur auf das Kepler-Teleskop während JonSnow wohl eher an den Galilei-Typ denkt. Was Leifi schreibt, und das ist richtig für das Kepler-Teleskop.

Gemeinsamkeit:

Ein einfaches Kepler-Fernrohr und ein einfaches Mikroskop besteht jeweils aus einer Kombination von zwei Sammellinsen (Objektiv und Okular).
Durch das Objektiv wird ein reelles Zwischenbild erzeugt, welches mit dem Okular - das als Lupe dient - betrachtet wird.
In beiden Fällen möchte man ein möglich großes Bild auf der Netzhaut des Auges entwerfen.

Unterschied:

Mit dem Fernrohr wird von einem weit entfernten, meist großen Gegenstand ein Bild entworfen, mit dem Mikroskop von einem sehr kleinen Gegenstand, an den man jedoch sehr nahe heran kommt.
Um mit dem Fernrohr ein relativ großes Zwischenbild zu erzielen, muss man ein möglichst langbrennweitiges Objektiv verwenden. Das reelle Zwischenbild entsteht vom "unendlich" weit entfernten Gegenstand in der Brennebene des Objektivs.
Um ein möglichst großes Zwischenbild beim Mikroskop zu erreichen, braucht man kein langbrennweitiges Objektiv. Es genügt bereits, wenn man für das Objekt eine Gegenstandsweite wählt, die nur geringfügig größer als die Objektivbrennweite ist.
Die nicht sehr große Objektivbrennweite beim Mikroskop (im Vergleich zum Fernrohr) bedingt die geringere Baulänge des Mikroskops.

Im Prinzip gibt es keinen Unterschied zwischen Kepler-Teleskop und Mikroskop. In beiden Fällen schaut man ein Zwischenbild (des Objektivs) mit einer Lupe (dem Okular) an. Der Unterschied ist, das bei dem Teleskop das Okular eine lange Brennweite von vielen cm bis zu einigen m im Vergleich zum Okular hat. Der Abstand zum Objekt ist groß.

Beim Mikroskop kann man nahe an das Objekt herangehenden. Somit ist das Objekt in der Nähe der Brennweite des Objektivs, das Zwischenbild etwa 160 mm vom Objektiv entfernt. Dies Bild schaut man sich mit einem Okular kurzer Brennweite an (Brennweite ähnlich wie beim Teleskop).

Verwirrend ist nun, dass es sogenannte Mikroskope gibt, die lange Objektivbrennweiten haben und eigentlich Teleskope sind. Hierzu gehören beispielsweise Operationsmikroskope der Medizin, die einen großen Arbeitsabstand haben und im landläufigen Sprachgebrauch eigentlich Teleskope sind. Ebenso sind die Lupen, die in Labors verwendet werden, im strengen Sinne Teleskope, weil sie lange Objektivbrennweiten haben.

Verwirrend?

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – ca. 40 Jahre Arbeit als Leiter eines Applikationslabors

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