Meine Mutter ist enttäuscht wegen Vertrauensbrüchen?

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5 Antworten

Wie sehr bist du denn inzwischen abhängig vom Rauchen? Könntest du das problemlos einstellen? Gäbe es dann Probleme mit deinen Freunden?

Ich denke mal, wenn du deiner Mutter eine Brief schreibst (weil sie gerade nicht mit dir redet und dir evtl. nicht zuhören würde) und erklären würdest, dass du auf jeden Fall kein Gras mehr rauchen würdest (da illegal und evtl. drastische Konsequenzen - Anzeige - nach sich ziehend) und über das Shisharauchen sowie den Brandfleck gern noch mal mit ihr reden würdest, könnte es sein, dass sie auf dich zugeht.

Erkläre aber auch, dass du natürlich Fehler machen wirst, wieder etwas tun wirst, dass sie enttäuscht - so ganz kann man das ja nie verhindern, oft wird man auch von den Aktionen der Freude mitgerissen oder lässt sich halt mal hängen und macht dann etwas, dass man eigentlich nicht machen wollte. Fehler kann keiner vermeiden, aber es wäre natürlich ein großer Stress, wenn jeder Fehler die Gefahr von komplettem Kontaktabbruch deiner Mutter für mehrere Wochen bergen würde. Daher betone, dass du dich zwar bemühst, aber nicht ganz verhindern kannst, doch wieder etwas gegen ihre Prinzipien zu machen und dass du gern mal mit ihr darüber reden würdest.

Versetze dich auch mal in ihre Lage: Du bist minderjährig, sie ist für dich verantwortlich, was du tust, hat sie - aus ihrer und der Sicht anderer Leute wie Verwandten und Nachbarn etc. - evtl. mit ihrer Erziehung gefördert und du rauchst nun illegale Substanzen (Gras) und lädtst Freunde ein, die das Wohnzimmer beschädigen (Brandfleck) und tust mit dem Shisharauchen auch etwas Illegales. Das kann in den Augen anderer Menschen, deren Meinung ihr vielleicht wichtig ist, auch auf sie zurückfallen - die fragen sich dann "na, was hat denn die Mutter bei dem falsch gemacht; MEIN Kind würde ja so was NIE machen!" So etwas kann eine Mutter auch schwer belasten. Das gilt vor allem für den Fall, dass sie nicht raucht.

Biete zudem an, in nächster Zeit als Wiedergutmachung eine Aufgabe zu übernehmen, die du sonst nicht übernimmst, aber eine, die du auch zuverlässig schaffen kannst, nicht so etwas wie vollgestapelten Keller aufräumen oder ganze Wohnung täglich putzen. Überlege dir eine kleine, aber wichtige Aufgabe und übernimm sie zuverlässsig angekündigt täglich für ein bis zwei Monate (oder darüber hinaus), um ihr zu beweisen, dass du dich um Wiedergutmachung bemühst (du möchtest etwas für sie tun).

Besprich die Sache auch mit deinen Freunden, erkläre, dass du nichts Illegales mehr tun möchtest und zumindest Shisharauchen bei euch zu Hause nicht mehr stattfinden kann. Tabakrauchen ist zwar unter 18 auch verboten, wird aber ja nun mal von vielen Jugendlichen gemacht. Die Frage ist, ob du jetzt den Schrecken der Situation mit deiner Mutter dazu nutzen kannst, aufzuhören. Dann hättest du auch ein Argument für deine Freunde, falls die dich sonst schief anschauen würden. Rauchen scheint mir doch eine Sucht zu sein, die sich schnell hochschaukeln und dann sowohl gesundheitsgefährdend als auch teuer sein kann. Daher würde ich mir schon überlegen, jetzt die "Chance" zu nutzen, auszusteigen, bevor es später zu spät wird (ich kenne einige, die bis zu 80 Zigaretten am Tag rauchen mussten oder so süchtig waren, dass sie während einer Klausur rausgehen mussten, um zu rauchen, weil sie es nicht aushielten, also dafür die Klausur früher beendeten und sich damit die Note gefährdeten - das muss doch nicht sein!).

Aus meiner Sicht (bin selbst Nichtraucherin, daher weiß ich es nicht genau) hat Rauchen egal welcher Substanzen meist eine soziale Komponente - man macht es vor allem anfangs nicht alleine, sondern weil andere in der Gruppe es auch machen. Überlege, ob sich etwas im Freundeskreis verändern würde, wenn du aufhörst. Überlege, ob du mit deinen Freunden etwas anderes machen kannst, dass deine Mutter nicht enttäuscht, dir aber trotzdem gemeinsame Aktivitäten mit deinen Freunden erlaubt. Ich habe aktuell jemanden im Bekanntenkreis, der schon älter ist und vor 20 Jahren aufhörte, Zigarette zu rauchen. Zu dem Zeitpunkt waren es aber 80 Zigaretten täglich, und das über Jahre hinweg. Letztes Jahr wurde bei ihm eine schwere Krebsart - Bauchspeicheldrüsenkrebs - diagnostiziert und es steht tatsächlich dieser Zigarettenkonsum als Verursacher im Verdacht, obwohl der schon so lange her ist. Dies mal als Abschreckung, mit dem Rauchen von Tabak fortzufahren!

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Kommentar von GammiiiLP
05.03.2017, 10:06

Hey danke für deine Antwort . Kiffen mache ich seit einem Monat nicht mehr und rauchen hab ich außer shisha rauchen noch nie 

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Hallo GammiiiLP,

eine Entschuldigung ist kein Radiergummi...

Also ich könnte mir vorstellen, dass du damit nicht weiter kommst.

Ich sehe hier eher ein grundsätzliches Problem... aus meiner Sicht fehlt Dir Respekt, Wertschätzung.
Was ist es, was Dich dazu verleitet so'n Mist zu bauen?
Das Wohnzimmer deiner Mutter so zu versauen?

Das Deine Mum enttäuscht ist, finde ich völlig nachvollziehbar.
Sie fühlt sich persönlcih angegriffen durch dein Verhalten.
Kann ich verstehen...

Aber aus deinem Text lese ich, dass Du Dir dessen bewußt bist. Also liegt es jetzt an dir etwas zu ändern - das gehört wohl zum 'Erwachsen werden ' dazu.

Alles Gute für Dich & deine Mum,
Tremsi

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Ich kann deine Mutter sehr verstehen! Wärst du mein Balg, wäre ich auch derbe enttäuscht! Alles was du machen kannst ist im Grunde, dir zu zeigen dass du es ernst meinst! Es gibt nichts, was du jetzt direkt machen kannst, quasi eine einmalige Aktion und alles ist wieder gut! Wenn Vertrauen hin ist, braucht es seine Zeit, um das wieder aufzubauen! Das geht nicht von heute auf morgen. Wenn du ihr Vertrauen wirklich wieder willst, bessere dich, bemüh dich um sie und zeige ihr, dass sie dir auch vertrauen kann! Und vor allem, gib ihr Zeit!

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vertrauen zu missbrauchen und zu verlieren geht sehr schnell. das  zu erarbeiten wird sehr lange dauern. dein erster weg sollte in eine drogenberatunsstelle sein und in therapie. weiterhin solltest du dich selbst anzeigen für das dealen von drogen.

deine "freunde" solltest du recht zügig verlieren und mit vernünftigen menschen ersetzen. es kann jahre dauern, bis du das vertrauen wieder bekommst, vielleicht auch nie.

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Gras geraucht 

Der Konsum von illegalen Rauschmitteln ist zwar nicht direkt verboten, da der Konsum aber fast immer mit dem Besitz verbunden ist (nur einen Joint in der Hand zu haben wird von der Polizei und von den meisten Gerichten bereits als "Besitz" gewertet), hilft das keinem Cannabiskonsumenten weiter.

Drogentests werden übrigens meines Wissens nur im Straßenverkehr und (selten) bei gerichtlichen Verhandlungen angeordnet, einem Fußgänger kann die Polizei in Deutschland keinen Drogentest aufbrummen.
Ein positiver Test auf Cannabis im Straßenverkehr hat meist drastische Folgen, nämlich Führerscheinentzug sowie MPU, wo du dann meist auch noch dazu genötigt wirst, mehrere Monate lang durch "freiwillige" Drogentests deine Abstinenz zu beweisen.
Wenn du als Minderjähriger "erwischt" wirst, kannst du eventuell Probleme bekommen, wenn du später dann deinen Führerschein machen willst. Auch was manche Berufe angeht, hast du dann eher schlechte Karten (z.B. Polizist (;-)), Pilot, etc.).
Aber generell: Im Besitz von Cannabis von der Polizei entdeckt zu werden, ist immer schlecht, denn es führt standardmäßig zu einer Strafanzeige. Auch wenn dann bei sogenannten "geringen Mengen" das Verfahren meist eingestellt wird, hat man dennoch einiges um die Ohren, was einen zeitlich, finanziell und psychisch belasten könnte.

Shisha geraucht 

Man liest oder hört öfters das Shisha rauchen ab 14 oder 16 Jahren erlaubt ist. Das ist komplett falsch. Bei dieser Entscheidung kommt es auf den Inhalt des Tabakkopfes an; ob Tabak oder Shiazo Steine. Wird Tabak im Shisha Kopf geraucht ist es erst ab 18 Jahren erlaubt.

Also erstmal du bist 15 ich weiß nicht was du für Freunde hast, aber die tun dir nicht gut! 

Wenn du willst das deine Mutter dir wieder vertraut dann halte dich an Gesetze und mach keine Müll!

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