Mein Sohn (6) ist in der 1.Klasse und klagt über Langeweile.

6 Antworten

Eine Option wäre das Überspringen einer Klasse ins Auge zu fassen. Erste Ansprechpartnerin hierfür ist die Klassenlehrerin. Das Überspringen wird aber nur funktionieren wenn alle Parteien (abgebende Klassenlehrerin, annehmende Klassenlehrerin, Rektor, Eltern und Schüler) an einem Strang ziehen. Vor dem endgültigen Überspringen ist es ratsam, einen Probelauf von 4 Wochen zu machen um abschätzen zu können ob es funktionieren wird.

Alternativ ist auch die Klassenlehrerin gefragt für die Leerlaufzeiten Zusatzangebote zu machen. Sich in Leerlaufzeiten beschäftigen zu können ist sicherlich eine Fähigkeit die man lernen muss, kann aber gerade in der Grundschule nicht nur Aufgabe des Kindes sein. Hier sein meines Erachtens die Lehrer stark gefordert.

Ich frage mich, warum es so ein neues Phänomen ist, dass die Kinder in der ersten Klasse unterschiedlich schnell lernen. Es liegt doch in der Natur der Sache, dass dann einige schneller fertig werden und andere dann länger brauchen. Wer sagt denn, dass dann die einzig logische Konsequenz sein muss, dass die Kinder sich langweilen und dann automatisch Blödsinn machen müssen? Ich denke, dass das Problem darin liegt, dass die Kinder nicht gelernt haben, diesen Leerlauf auszuhalten und sich dann selbst still zu beschäftigen. Das wird aber auch nicht besser, wenn diese Kinder dann eine Klasse überspringen. Auf andere warten zu können, ist eine soziale Fähigkeit, die nicht an Intelligenz gekoppelt ist. Das ist eine Sache der Erziehung.

Du kannst dich evtl. an den schulpsychologischen Dienst wenden und ggf. einen IQ Test machen lassen, der gibt Aufschluß darüber, wie weit dein Kind ist und dort wirst du auch beraten, ob ein Klassensprung sinnvoll ist. Du kannst dich auch an die Gesellschaft für das hochbegabte kInd wenden, vielleich gibt es in deinem Umfeld eine Elterngesprächsrunde, wo dir entsprechende Tips gegeben werden können. Alles Gute für euch.

Hochbegabung trotz IQ von 118 und eventuell Asperger?

Guten Tag, derzeit bin ich 14 Jahre alt und befinde mich in der Achten Klasse. Aufgrund von Lernproblemen, Schwierigkeiten in der Schule und mehr, wurde zuerst bei mir eine Hochbegabung vermutet. Ich habe bereits mit 8 Jahren den HAWIK-VI Test gemacht und mein Gesamt IQ betrug 125, in einigen Bereichen war ich hochbegabt. Damals sollte ich ebenfalls wegen Schulproblemen einen machen. Ich habe mich allerdings (abgesehen vom Test) sehr verstellt und mich so verkauft, dass sie meinte bei mir wäre alles super. Beim neuem Test liegt nun mein Gesamt IQ bei 118 Punkten. Ich weiß das dies kein schlechtes Ergebnis ist, jedoch kann ich nun keine Förderung erhalten? In den Fächern Mathematik besonders und eigentlich auch in allen anderen (abgesehen von Sport) langweile ich mich sehr und habe akustische Reizüberflutungen.

Man vermutet bei mir nun Asperger Autismus, dies erklärt sich durch meine Stereotypen, meinen Zwangsverhalten und Spezialinteressen usw. Ich werde dann zu einem Experten überwiesen.

Allerdings ist das hauptsächliche Problem die Langeweile, vermutlich schaffe ich es gerade so nicht sitzen zu bleiben. Meine Noten fallen generell jedoch nicht auf, da die Klasse allgemein schwächer ist.

Ich blicke im Moment sehr hoffnungslos in die Zukunft und durch den IQ der mir nun aufgedrückt wurde, sind meine Hoffnungen teilweise auch schon erloschen. Dabei weiß ich das dies irrational ist und stelle den IQ selbst vollkommen in Frage.

Ich habe die selben Probleme wie Hochbegabte sie angeblich haben.

In Mathematik langweile ich mich besonders stark, da dies mein Spezialinteresse ist und ich mich teilweise mit Unimathematik beschäftige. Es fühlt sich öfters im Unterricht so an, als würden die einen verarschen wollen. Öffentlich würde ich das nie ansprechen, da ich nicht als Wichtigtuer gelten möchte.

Meinen Eltern ist es völlig egal ob ich hochbegabt bin, Asperger habe oder doch ganz normal bin. Ihnen gehst es darum das es mir glücklich geht und wir eine geeignete Schule finden. Das schätze ich meinen Eltern auch sehr.

Sollte ich das Asperger Syndrom haben, so kann es auch sein das ich beim Reaven-Matrizentest um 30% besser abschneiden würde. Man stellte mir auch schon bereits den Vorschlag, schließlich ist der IQ ja immer nur eine Momentaufnahme und jegliche IQ Tests sind sehr unterschiedlich aufgebaut.

Wie ich öfters bereits im Forum beobachtet habe, möchte ich keineswegs aufschneiden, Mitleid bekommen oder sonstiges. Ich möchte wirklich lediglich einen hilfreichen Vorschlag.

Entschuldigt für den äußerst unstrukturierten Beitrag. ^^

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