Mein 6-Jähriger schreibt "Drohbrief" an Freund

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nee, das ist kein Fall fuer den Kinderpsychologen. Ein Fall fuer den Kinderpsychologen waere es, wenn er den anderen Jungen mit einem Messer oder sonstwie taetlich bedroht haette oder ihm seine Spielsachen kaputtgemacht haette. Dein Sohn hat einfach eine bluehende Phantasie. Klar machst du dir Gedanken, willst ja nicht, dass Dein Sohn als Erpresserbrief-Schreiber in die Kndergarten-Geschichte eingeht. Aber er scheint ja ein SEHR helles Kerlchen zu sein, wenn er sich selber das Schreiben so beigebracht hat. Und das auch dazu benutzt, seine Ziele (egal, wie unakzeptabel die sein moegen) durchzusetzen. Du soltest das benutzen zu seinen Gunsten. Kann ja sein, dass er mit den Aktivitaeten im kindergarten Alter stehn nun mal leider oft auf Blutkram, Messer, Bomben, Indianer, cowbys, muss genetisch sein, das fasziniert die. Mein kleiner Bruder seinerzeit wurde auch total gewaltfrei erzogen, sollte nicht mal Spielzeugpistolen haben - da hat er sein Lego bei Freunden gegen Knarren eingetauscht und sich Pfeil und Bogen gebastelt und ist damit auf die Pirsch gegangen. Du koenntest doch mit ihm zusammen eine Geschichte schreiben, jeder einen Satz, er wil sich ja offensichtlich gerne schriftlich ausdruecken, und das find ich toll, damit hat er ja einen Riesenvorsprung gegenueber den meisten anderen Kindern. besonders den jungs, die tun sich ja mit dem Schreiben und Lesen anfaenglich oft schwerer als die Maedchen, kannjaauch sein, dass er wegenseiner Faehigkeiten ein wenig "einsam" ist, ich meine, keinen hat, der seine geistigen Faehigkeiten teilt.Das ist so eine Phase, das mit den Messern und der Faszination mit allem Maennlichen und blutigen, die geht vorueber, wenn die Kinder nicht staendig mit Gewalt konfrontiert werden, und das wird deiner ja nicht. Er hat ja offensichtlich das mit der angeblichen Bombe in der Hosentasche des andren Jungen aufgenommen, vieleicht hat ihm das Angst gemacht und er versucht auf diese Weise zu zeigen, dass er nicht wehrlos ist. Aber irgendwie hat ihn das mit der bombe wohl doch beschaeftigt und er verarbeitet es hat auf seine Weise. Lass den Psychologen mal weg, der sollte eher den mit der Bombe in der Hosentasche mal behandeln. Vielleicht koennte er davon profitieren, einen Selbstverteidigungskurs zu machen, kinderkarate oder sowas, damit kann er sich austoben und seinem Beduerfnis nach "starker mann, kann mich wehren" auch entsprechen.

Vielen Dank für deine aufmunternde Antwort - mich nimmt das jetzt echt ein bisserl mit die ganze Sache -zumal die Mutter das so dargestellt hat ( "ich sollte das wissen") als wäre er reif für den Psychologen... ich bin froh hier zu hören, das wohl alles normal ist bei meinem Kleinen. Das mit dem "Geschichte schreiben" werde ich auf jeden Fall mit Ihm machen, ich bin überzeugt das macht ihm Spaß. Letztes Jahr im Herbst hat mein Sohn angefangen Gitarre zu spielen (sein Wunsch), und weil ich merkte das er nicht richtig ausgelastet ist, und ich ihn von den Buchstaben und Zahlen abhalten wollte (ohne Erfolg) (weil ich nicht wollte, das er das alles schon kann bevor er in die Schule kommt) Vielen Dank nochmal

0

Unsinn, das ist völlig normal. Dein Sohn schreibts auf, andere Kinder sagen eben "ich mach deine Autos kaputt" und "du bist nicht mehr mein Freund". Ist halt so, war bei uns früher nicht anders. Ich sehe da keinen gesteigerten Grund zur Sorge.

Danke - das ist wirklich tröstlich

0

so ein cleveres Kerlchen ist absolut nichts für den Kinderpsychologen. Vielleicht ist er geistig total unterfordert. Frag ihn doch mal was er mit dem Brief erreichen wollte. In meiner Wahrnehmung sollte dein Sohn gefördert werden anstatt ihn zum Psychologen zu schleppen. Sieh es doch mal so, dein Sohn schreibt einen Brief an einen anderen um diesem anderen etwas mitzuteilen. Der Inhalt ist eine andere Sache aber dem kannst du auf die Spur kommen wenn du mit ihm sprichst. Versetze dich mal in die Lage deines Sohnes-er selbst spielt nicht mit Waffen oder dergleichen sondern hört von anderen das das was "böses" ist. In seiner Welt ist "etwas böses tun" doch was ganz anderes als in deiner Welt...verstehst du worauf ich hinaus möchte?

beste Grüße Karin

Liebe Karin, ich hab immer den Eindruck was "Böses" beeindruckt ihn ,er mag ja auch Karlson lieber als Lillebror (wenn Du die beiden kennst -Karlson nicht immer ein sympathischer Kerl...und ziemlich manipulativ (mein Sohn auch bei seinen Freunden)) . Und ich hab ihn noch gefragt : er wollte den Buben treffen und hat sich zielsicher dessen Liebstes ausgesucht (Autos) aber die Bombe ...

0
@sabine1616

Böse wird es ja erst weil "wir" es zu dem machen. Dein Sohn scheint einfach ganz genau zu wissen was er möchte und er scheint auch zu wissen wie er das bekommt. Das ist was absolut positives. Du hast die Möglichkeit, das Selbstbewusstsein deines Sohnes in eine Richtung zu lenken die "Gesellschaftsfähig" ist. Nimm ihm dieses Selbstbewusstsein nicht weg, sondern fördere es :)

0

Was möchtest Du wissen?