Medizinsche Grundlagen,warum eigentlich alles auf Latein?

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Ist eine Sache der Vereinheitlichung. Man könnte es ganz einfach auch internationale Norm nennen. Normen gibt es in fast allen Bereichen, so auch in der Medizin. Die Nomenklatur kann also als internationale Normierung der medizinischen Bezeichnungen oder Lagebezeichnungen verstanden werden. Der sprachliche Ursprung, also Latein, ist geschichtlichem Ursprungs. Natürlich hört man oft Äusserungen wie "warum sagen die das so unverständlich" oder "die machen das, damit man sie nicht versteht" ... was so nicht richtig ist. Wieso soll man alles, was bisher galt, mit einem Male verändern? Das würde nicht nur viel Arbeit bedeuten, sondern wäre vermutlich auch mit sehr hohen Kosten verbunden. Also wird es vermutlich auch in naher Zukunft beim Latein bleiben.

Bei der Arbeit benutzt man diese Wörter, ganz besonders wenn sie Krankheiten, Verletzungen und deren Lokalisation bezeichnen. Aber meistens nur iń der Konversation mit anderem Fachpersonal. Gegenüber dem Patienten würde ich raten, immer den deutschen Begriff zu nennen. Damit schafft man ein klares Verständnis und ein besseres Vertrauen von Seiten des Patienten. So sehe ich das.

das hat vor allem historische gründe, Latein ist ja Sprache der Kirche, und die ersten Unis an denen Medizin gelehrt wurde waren äußerst nah an der Kirche angebunden. Latein war halt die Gelehrtensprache. Wobei griechisch natürlich auch eine wichtige Rolle spielte. Es wird heute zum Teil noch so benutzt, wobei zB niemand Musculus biceps brachii sagen wird außer der Anatom. Alle anderen sagen einfach Bizeps. Mit allen anderen Muskeln ist das auch so. Bei den Knochen ist es eher Latein keiner wird von Elle und Speiche reden, alle sagen Ulna und Radius. Innere Organe werden fast immer deutsch genannt, keiner sagt Hepar oder Splen. Griechische Wörter benutzt man unter anderem gerne weil man sie gut zusammensetzten kann. Wenn du zB Hypoxämie im Deutschen sagen willst wird das lang und unschön (~zu wenig Sauerstoff im Blut). Das es international verständlich ist, ist nicht so von Wichtigkeit und es gibt auch trotzdem da bedeutende Unterschiede. Und soviel unterhält man sich nicht mit ausländischen Kollegen, das man dafür extra eine Sprache erfinden muss.

Die Erklärung ist einfach. Früher war Latein die Sprache der Gelehrten so wie Englisch heute die der meisten Wissenschaftler. In der Medizin sind die z. B. die anatomischen Bezeichnungen meistens lateinisch-altgriechischen Ursprungs und werden so noch immer international gebraucht. Im Fachgespräch sin diese Bezeichnungen durchaus üblich. Darüber hinaus leiten sich auch viele Fachbegriffe aus dem Lateinischen und Altgriechischen ab. Das ist ein wenig Vokabeln lernen, das aber dann auch irgend wann einmal sitzt.

Weil die Körperteile nun mal lateinische Namen haben. Wie in der Biologie, und auch anderen Wissenschaften sind diese Begriffe nun mal dem Latein entlehnt. Dies führt auch dazu, dass Mediziner auf der ganzen Welt genau wissen, welches Körperteil ein Nervus dorsalis scapulae ist.Und ja, es werden aucht weiterhin die Lateinischen Bezeichnungen benutzt.

Weil Latein die international anerkannte Sprache der Mediziner ist. Man hat sich auf Latein geeinigt um Diagnosen überall zu verstehen.

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