Konnte man Alptraum schon immer entweder mit b oder mit p schreiben- und wenn ja, warum?

8 Antworten

Es bestehen eine Vielzahl von Ausnahmeregelungen für
die Schreibweisen bestimmter Wörter, darunter eben auch für Albtraum. Es
steht jedemdanach völlig frei, sich für eine Variante
zu entscheiden. Trotz der Wahlmöglichkeit ist es nicht zu empfehlen, in
einem zusammenhängenden Text zwischen Alptraum und Albtraum zu
wechseln. Entscheidet man sich für eine
Schreibweise, muss die aus stilistischen Gründen auch konsequent
verwendet werden.

Der "Albtraum" bezieht sich auf den "Alb", ein Fabelwesen das meist böse gesinnt ist. Daher steht es für schlechte Träume

Ein "Alptraum" wäre streng genommen ein Traum von den Alpen. Wenn man Berge mag, eigentlich was Schönes.

Daher wäre ein Alptraum als schlechter Traum (außer man hat Höhenangst und kraxelt über den Großglockner) ziemlich sinnbefreit und war daher auch nicht immer richtig. Man musste es erst in der Sprachforschung zulassen.

Nun passt man sich aber teilweise auch mal an. Die große Rechtschreibreform in den 90ern hat ja teilweise echt gruselige eingedeutschte Schreibweisen wie "Portmonee" oder "Spagetti" (ein Italiener würde es so geschrieben "Spadschetti" sprechen) hervorgebracht. Die Originalschreibweisen behielten aber ihre Gültigkeit.

Da der "Alptraum" einer der gängigsten Rechtschreibfehler schlechthin ist, wurde es einfach mal als "alternativ richtig" erklärt. Somit geht heute beides. Sinnvoll wäre es nur, in einem Text nicht ständig zwischen den Schreibweisen zu springen.

Wirklich richtig und traditionell ist "Albtraum", "alternativ richtig" und als Schreibweise zugelassen ist zwischenzeitig auch "Alptraum". Hebt den Notendurchschnitt in Rechtschreibung ungemein ;-)

Insgesamt eine gute Erklärung. Aber mit einem Punkt liegst du falsch (Zitat): "Da der 'Alptraum' einer der gängigsten Rechtschreibfehler schlechthin ist, wurde es einfach mal als 'alternativ richtig' erklärt." Richtig ist das Gegenteil: Vor der Rechtschreibreform war nur "Alptraum" richtig. In älteren Duden-Ausgaben wird das mit "Alpdrücken" erklärt, und das böse Fabelwesen heißt dort noch "Alp". Es handelte sich also früher keineswegs um einen "Rechtschreibfehler", sondern um die einzig richtige Schreibweise. Erst mit der Reform kam die neue (und empfohlene) Schreibweise "Albtraum" hinzu.

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@boppa

Na ja treffen wir uns in der Mitte. Uns hat man auch vor der Rechtschreibreform beigebracht, dass es ein "Albtraum" ist, da man nicht von den Alpen träumt. Und das Viech heißt "Alb" wie "Elb, obwohl "Alp" seit eh und je genauso richtig ist.

Trotzdem war Alptraum (hätte ich vor der Antwort auch noch mal nachlesen können, allerdings hätte man die Frage auch so mittels der "allwissenden Müllhalde" beantworten können) anfangs alleinig richtig, da war meine Antwort falsch.

Mittlerweile ist "Albtraum", obwohl eher neu, die Empfehlung des Duden und "Alptraum" nur alternativ. Da es aber auch den Verlag Wahrig gibt, der "Alptraum" vorzieht, halten sich die deutschen Nachrichtenagenturen scheinbar lieber an "Alptraum".

Wem das alles zu blöd ist, der sagt halt "Nachtmahr" ;-)

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Das dürfte eine orthografische (orthographische) Besonderheit sein, die im Zusammenhang mit der Rechtschreibreform der 90er Jahre entstanden ist.

Heute wird wohl die Schreibweise Albtraum gelehrt - aber beides darf verwendet werden:     http://www.rechtschreibtipps.de/albtraum.php


Von Duden empfohlene Schreibung: Albtraum Alternative Schreibung: Alptraum

Würde mich wundern. "Albtraum" kommt von "Alb", ein Fabelwesen (vergleiche "Elb"/"Elf"), das für die schlechten Träume verantwortlich sein soll. Das "p" wäre da ziemlich unangebracht...

-gestrichen, sorry

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Die Frage war nicht, ob dich das wundert, sondern ob schon immer beide Schreibweisen möglich waren. Das ist aber erst seit der letzten Rechtschreibreform der Fall. Bis dahin war nur "Alptraum" richtig, "Albtraum" war falsch. Heute geht beides, aber "Albtraum" wird empfohlen.

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Man kann den Albtraum nur mit b schreiben.Mit den Alpen hat er nichts zu tun.

Falsch. Lies mal die anderen Kommentare.

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