Kommen Locken wieder nach einer Keratin-Glättung?

5 Antworten

Der Beitrag ist zwar schon etwas länger her aber vielleicht könnte man immer noch Meinungen dazu gebrauchen denn als ich nach antworten zu diesem gesucht hatte gabs noch keine Beiträge dazu.

Ich habe auch diese Keratinglätting machen lassen. Nach 6 Monaten war das dazugehörige Shampoo leer und ich habe wieder normales Shampoo benutzt. Nun ist es schon über 1 Jahr her und meine frühere Lockenpracht ist immer noch nicht vollständig zurück.. aber sie lassen sich immer mehr sehen und gehen auch zur früheren form zurück nur das dauert (bei mir) lange.. und im moment sind das halt wellenartig grosse locken je nachdem welches Schumfestiger ich dazu benutze

Wenn du es schon ausprobiert haben solltest, wie ist es bei dir ?

Vielen Dank für Deine nachträgliche Antwort!

Ich habe es immer noch nicht ausprobiert, auch weil ich noch immer keine genaue Antwort zu dieser Frage online gefunden habe. Aber das klingt ja schonmal positiv, dass die Locken dann nicht ganz verschwinden und zumindest langsam in ihre alte Form zurückgehen.

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PS: Vertraue niemals der Werbung von Kosmetikkonzernen. Die behaupten immer, ihre Produkte sind nicht gesundheitsschädlich. Dass die meisten Produkte aus Erdöl gewonnen werden, wird nicht verraten. Diese Industrie will Geld verdienen - auch auf Kosten unserer Gesundheit. Über die (Aus-)Wirkungen wird dann meist erst Jahre später berichtet.

1. Die Keratin-Glättung suggeriert eine natürliche Glättung der Haare. Das ist falsch. 

Die äußerste Schicht eines Haares, die Schuppenschicht, besteht aus verhornten, abgestorbenen Zellen. Diese Schicht besteht aus sechs bis zehn solcher Lagen. Beim gesunden Haar liegt die Schuppenschicht flach an und ergibt so eine glatte, durchscheinende Oberfläche. Das Licht wird optimal reflektiert und ergibt so den gesunden Glanz des Haares. Stell' dir einfach einen geschlossenen Tannenzapfen vor. Um diesen natürlichen Schutzmantel aufzubrechen benötigst du Chemie.

Unter dieser Schuppenschicht verbirgt sich die Faserschicht; sie macht ca. 80 % des Haaranteils aus. Hier spielen sich alle für den Friseur relevanten chemischen Prozesse ab. Diese Schicht besteht aus Faserbündeln, die aus einer großen Zahl feinster Keratinfasern, den Fibrillen, bestehen. 

Sie enthalten die Stütz- und Gerüstsubstanzen des menschlichen Haares. Keratin ist nur ein Sammelbegriff für diese Proteine, also biologische Makromoleküle. Um diese Molekülsstruktur aufzubrechen, bedarf es wieder eines chemischen Eingriffes. Bedenke, dass Keratin sehr haltbar  ist. In ägyptischen Gräbern wurde nahezu intaktes Haar gefunden.

2. Die Werbung verspricht dauerhaft glatte Haare. Das ist schon aus naturgegebenen Umständen eine Lüge. Gesundes Haar wächst idR 1 cm pro Monat. Selbst wenn die Spitzen glatt sind, der Nachwuchs ist wieder eine Welle, denn die menschl. DNA kann man nicht verändern.

Fazit: Eine chemische Veränderung der Zellschicht führt zu einer Änderung der Steifigkeit des Haares. Die atomare Struktur, die sog. Wasserstoffbrücken im Keratin werden durch den chemischen Eingriff gelockert und ermöglichen eine Umformung des Haares unter Einwirkung von Hitze. Dass jeder chemische Eingriff die Haarstruktur und damit das Aussehen der Haare schädigt, sollte der Hausverstand sagen. 

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