Klaus Hurrelmann und sein Modell der produktiven Realitätsverarbeitung?

1 Antwort

Hey :)
Mein Beileid, hab meine Klausur dazu noch vor paar Tagen geschrieben :D
Ich versuche es mal etwas zu erklären, wenn du es nicht verstehen solltest oder fragen hast frag ruhig.

Der Jugendliche entwickelt seine Persönlichkeit mit Gegebenheiten der inneren Realität (z.B genetische Anlagen) und der äußeren Realität (z.B Familie)
Anlage und Umwelt sprich innere und äußere Realität stehen andauernd im Wechselspiel zueinander, sodass die ‚Mitte‘ die Persönlichkeitsentwicklung darstellt.

Die Entwicklung der Ich-Identität jedoch vollzieht sich durch das austarieren (ins Gleichgewicht bringen) von sozialer Integration und personaler Individuation.  Der Jugendliche versucht ständig ein Gleichgewicht zwischen gesellschaftlichen Erwartungen herzustellen (sich zu integrieren) und dabei seine eigenen Bedürfnisse zu berücksichtigen (Individuation). Sie weisen ein ständiges
Spannungsverhältnis zueinander auf.
Das Resultat ist hierbei die Ich-Identität

Um deine Frage konkret zu beantworten, prinzipiell kam mir das auch genau so vor, also das beide Begriffe dasselbe darstellen. Würde es eher darauf beschränken, dass innere/äußere Realität auf die Entwicklung der Persönlichkeit und Individuation/Integration auf die Entwicklung der Ich-Identität bezogen ist.

Ich hoffe ich konnte die weiterhelfen und viel Glück bei deiner Klausur !

Gruß ;)

Vielen lieben Dank für die schnelle und mühevolle Antwort! Hilft mir echt sehr!

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Freut mich und immer wieder gerne :)

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Könntest du mir eventuell noch einmal helfen? Der Prozess der produktiven Realitätsverarbeitung schließt das nur die Verarbeitung mit der inneren und äußeren Realität ein oder auch die Bewältigung der Entwicklungsaufgaben mit Integration und Individuation ?

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Die 4 Entwicklungsaufgaben Qualifizieren Binden Konsumieren Partizipieren mit eingeschlossen ;)

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