Kant: Seitenzahlen Akademie-Ausgabe vs. Weischedel

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Allgemein ist es zur Klärung günstig, auch anzugeben, um welche Auflage welchen Bandes einer Werkausgabe es sich handelt.

Ich habe eine Weischedel-Ausgabe der genannten Werke. Sie ist nicht vom Suhrkamp Verlag. Die Seitenzählung scheint aber (nach Angaben in Bibliothekskatalogen zum Seitenumfang) gleich zu sein. Der Band hat 302 Seiten, danach noch ein Inhaltsverzeichnis (Seiten ohne Seitenzählung).

Eine Hilfe kann die Zählung nach den Originalausgaben sein (Grundlegung zur Metaphysik der Sitten: erste Auflage 1785 [A], zweite Auflage 1786 [B]; Kritik der praktischen Vernunft: erste Auflage 1788 [A]), wenn eine Ausgabe mit der Zählung nach der Akademieausgabe (AA) zugleich auch die Zählung nach diesen Originalausgaben angibt. Die Weischedel-Ausgabe gibt unten auf den Seiten die Zählung nach diesen Originalausgaben an. Mit der Weischedel-Ausgabe in einer Bibliothek kann zu angegebenen Seitenzahlen die Zählung nach den Originalausgaben ermittelt werden.

Stellen (erster Satz des ersten neu beginnenden Absatzes; zum wird vorher ein auf der vorherigen Seite beginnender Absatz fortgeführt) mit Seitenzahl der Weischedel-Ausgabe, Zählung nach den Originalausgaben und Zählung nach der Akademieausgabe:

Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Zweiter Abschnitt. Übergang von der populären sittlichen Weltweisheit zur Metaphysik der Sitten.

S. 49 BA 48 AA IV, 419

„Dagegen, wie der Imperativ der Sittlichkeit möglich sei, ist ohne Zweifel die einzige einer Auflösung bedürftige Frage, da er gar nicht hypothetisch ist und also die objektiv-vorgestellte Notwendigkeit sich auf keine Voraussetzung stützen kann, wie bei den hypothetischen Imperativen.“

Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Zweiter Abschnitt. Übergang von der populären sittlichen Weltweisheit zur Metaphysik der Sitten.

S. 61 BA 67 AA IV, 429

„Um bei den vorigen Beispielen zu bleiben, so wird
Erstlich nach dem Begriffe der notwendigen Pflicht gegen sich selbst derjenige, der mit Selbstmorde umgeht, sich fragen, ob seine Handlung mit der Idee der Menschheit als Zwecks an sich selbst zusammen bestehen könne.“

Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Dritter Abschnitt. Übergang von der Metaphysik der Sitten zur Kritik der reinen praktischen Vernunft. Der Begriff der Freiheit ist der Schlüssel zur Erklärung der Autonomie des Willens.

S. 81 BA 97 AA IV, 446

„Der Wille ist eine Art von Kausalität lebender Wesen, so fern sie vernünftig sind, und Freiheit würde diejenige Eigenschaft dieser Kausalität sein, da sie unabhängig von fremden sie bestimmenden Ursachen wirkend sein kann: so wie Naturnotwendigkeit die Eigenschaft der Kausalität aller vernunftlosen Wesen, durch den Einfluß fremder Ursachen Tätigkeit bestimmt zu werden.“

Immanuel Kant, Kritik der praktischen Vernunft. Erster Theil. Elementarlehre der reinen praktischen Vernunft. Erstes Buch. Die Analytik der reinen praktischen Vernunft. Erstes Hauptstück. Von den Grundsätzen der reinen praktischen Vernunft. § 7. Grundgesetz der reinen praktischen Vernunft.

S 140 A 54 AA V, 30

„Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“

Vielen vielen Dank, das war sehr erhellend. Ich werde mir nun zusätzlich ein Weischedel-Ausgabe zulegen, da die Angaben des Profs immer solche nach Weischedel sind, aber fürs erste kann ich jetzt arbeiten. Beste Grüße

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Vielen Dank :)

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Grüße!

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