Kann ein Chameleon wirklich seine Farben wechseln?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Warum ändern Chamäleons seine Farben? Haben sie sich schonmal gefragt warum ein Chamäleon eine Farbe weckselt? Zur Tarnung, als Zeichen der Geschlechtsreife, oder als Ausdruck eines Stimmungswechsels?

Kurzerläuterung: Ein Chamäleon ändert seine Farbe aufgrund von Stimmungsschwankungen. Die Laune des Tieres, das heißt auch Ruhe, Aufregung und Wohlbefinden, ist dafür verantwortlich, dass pigmenttragende Hautzellen ihre Größe verändern.

Durch unterschiedliche Färbungen können sich Chamäleons ihren Artgenossen mitteilen. Sie signalisieren damit zum Beispiel Paarungsbereitschaft oder drohen auf diese Art ihren Rivalen. Chamäleons sind ausgesprochene Einzelgänger und führen erbitterte Konkurrenzkämpe – nicht nur während der Balz. Die Tiere selbst haben keinen bewussten Einfluss darauf, welche Farbe sie annehmen, da diese Reaktion durch Nervenreize ausgelöst wird.

Die Färbungen sind von Art zu Art verschieden. Die meisten Chamäleons verfärben sich bei Angst und als Zeichen ihrer Unterlegenheit schwarz, bei Stress schillern sie in hellen Tönen – und bei der Partnerwerbung zeigen sie sich in ihren buntesten Farben. Beim Wechsel der Farbe verändern Chamäleons manchmal auch ihr Erscheinungsbild. Einige haben große Lappen am Kopf, die sie aufstellen können. Andere blasen sich auf, bis sie eine kugelförmige Gestalt annehmen, um Artgenossen oder Feinde einzuschüchtern. Häufig ändern Chamäleons ihre Farbe auch im Tag-Nacht-Rhythmus: Tagsüber haben sie eine kräftigere Färbung, bei Dunkelheit nehmen sie einen blasseren Farbton an. Die Reptilien wechseln ihre Farben oft auch bei Temperaturänderungen.

Wissenschaftliche Erläuterung Die Haut besteht aus verschiedenen Schichten, die oberste Schicht ist die Oberhaut (Epidermis). Diese besteht wie bei allen Echsen aus verhornten Schuppen, die mit der Haut zusammengewachsen sind. Da sich die obere Schicht der Oberhaut nur aus toten Keratinzellen zusammensetzt, wächst sie nicht weiter und muss daher von Zeit zu Zeit ersetzt werden.

Unter der Oberhaut liegen die für den Farbwechsel verantwortlichen Hautzellentypen in einigen Schichten übereinander. Jede dieser Schichten ist für verschiedenen Farben bzw. Farbzustände verantwortlich. Die oberste Schicht ermöglicht die gelben und rötlichen Farbtöne, darunter befindet sich eine Schicht von Zellen mit schwarzen Pigmenten. Die unterste Zellschicht ist in der Lage, das einfallende Licht zu brechen und die Farbe Blau zu erzeugen und das Licht zu reflektieren.

Die Tönungsänderung des Körpers geschieht unbewusst. Sie ist auch nicht der Umgebung zuzuschreiben und dient so nur gelegentlich der Tarnung, aber sie wird nicht aus Tarnzwecken hervorgerufen. Sie beruht auf Erregungszuständen infolge von Licht, Temperatur, Hunger, Angst und Krankheit.

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Chamäleons sich durch ihren Farbwechsel tarnen. Das ist jedoch falsch, betrachtet man den natürlichen Lebensraum und die Ursprungsfarbe des Chamäleons. Es ist ja schon von Natur aus grünlich mit dunklen Flecken, insofern ist es ja ohnehin in dichtem Gebüsch und auf Bäumen kaum zu erkennen. Schutz der Chamäleons ist vor allem ihre naturbedingte Unauffälligkeit. Sie bewegen sich langsam fort, können stundenlang regungslos sitzen und sind an das Leben auf Bäumen angepasst. Sie können sich mit Hilfe von Muskeln und Lungensäcken aufblasen oder klein machen. Hinzu kommt, dass das Chamäleon zur zusätzlichen Tarnung eine Art Schwanken an den Tag legt; bei der Fortbewegung schaukelt es den Körper vor und zurück und versucht auf diese Weise, seine Umrisse aufzulösen, so dass es kaum von einem im Wind schwingenden Ast zu unterscheiden ist.

du solltest wenigstens die Quelle angeben!

0

was soll denn diese schwallerei?

hast du denn noch alle beine am tisch?

0

ein Oktopus kann es noch viel besser

Was möchtest Du wissen?