Kann bei jedem von uns theoretisch ein Tumor schon recht weit fortgeschritten sein?

6 Antworten

Es gibt wohl verschiedene Tumorformen, schmerzlose und schmerzhafte.

Merken kann man das durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und wenn man konkret Angst hat, kann man sicher mit dem Hausarzt vereinbaren, dass einmal im Jahr eine Blutuntersuchung auf Tumormarker gemacht wird! Dies insbesondere, wenn es in der Familie schon Krebsfälle gab.

Ansonsten machen sich Tumore an unterschiedlichen Stellen wohl auf unterschiedliche Art - oder auch gar nicht bzw. sehr spät - bemerkbar.

Ja, das kommt vor. Ab irgendeinem Punkt ist es dann aber echt aktives Ignorieren. Es sind schon Leute mit nem Herzinfarkt in die Notaufnahme gekommen, man hat dann den Oberkörper frei gelegt und Brustkrebs gefunden: Bis zur Oberfläche gewachsen und mehrere Zentimeter groß , offen, halb abgestorben/nekrotisch. Metastasen überall. Wären die Leute bei einer spürbaren Beule schon zum Arzt, würden sie jetzt noch leben...

Wie man das erkennt, kommt drauf an, was genau befallen ist. Manchmal merkt man es spürbar (zb bei Brustkrebs), manchmal bei den Vorsorgeuntersuchungen (ZB Gebärmutterhalskrebs), andere Male über Folgen (zb Unfruchtbarkeit bei Eierstockzysten, Probleme beim Wasserlassen durch Nierentumore, ein vermeintlicher Schlaganfall bei einem Hirntumor...)

Durch Vorsorge kann man dieses Risiko aber relativ gering halten. Heißt:
Zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen, die die Krankenkasse übernimmt. Beim Hautarzt, Frauenarzt, Hausarzt usw.
Vorsorgemaßnahmen wie die HPV-Impfung in Anspruch nehmen.
Keine Risikofaktoren absichtlich eingehen, wie starkes Übergewicht oder Rauchen.

Nur noch ganz kurz, wahrscheinlich weißt du das, aber deine Fragestellung ist da nicht ganz eindeutig: Tumor ist nicht dasselbe wie Krebs. Ein Tumor ist nur ein Geschwür, das sind auch schon Zysten und tieferliegende Pickel. Krebs ist ein Tumor, der bösartig ist. Kriterien für Bösartigkeit sind zb schnelle Teilung und Metastasierung.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ausbildung als MTLA

Es gibt durchaus Tumore die erst sehr spät entdeckt werden, weil die keine Schmerzen oder Probleme bereiten.

Hi,

das kann von jetzt auf gleich passieren, das man den Tumor bemerkt.

Bei einem Bekannten war es ein bösartiger Hirntumor (Glioblastom), über Nacht Ausfälle im Sprachzentrum und Kopfschmerzen.Der Tumor war deutlich größer als eine Zitrone .

Der ist vorher noch Auto gefahren, hatte einen anspruchsvollen Job und dann von jetzt auf gleich stammelte er unzusammenhängendes Zeug. Es ist eher erstaunlich, wie lange der mit so einem Tumor "funktioniert" hatte.

Wenn man aber die Kleinigkeiten richtig gedeutet hätte, die es sehr wohl gab, die aber alles und nichts hätten bedeuten können...

Welche kleinigkeiten waren das ??

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@Zceta

Vergesslichkeit, das über längere Zeit (Diagnose leichte Form bzw. beginnende Alzheimer), dann einige Wochen vorher mehrfach kurzes taumeln, bzw. stolpern/straucheln, was auf eine Entzündung geschoben wurde. Mir selber fiel auf, das der immer so einen Tic hatte, eine Art räuspern. Nach der OP war das komplett weg . Nur ist man oftmals je nachdem, wo ein Tumor sitzt, nicht mehr der Gleiche.

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Danke für die Antwort. Tut mir Zugleich leid. Vor genau 20 Jahren hatte ich selber Krebs im Endstadium. Ich schreibe darüber ein Buch. Als ich Neuroblastom hatte war ich ein 3 jähriger Junge.

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@KlingelIFA

Toll, das du es überstanden hast, für dein Buch alles Gute und Erfolg.

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Ja sicher kann das sein. Pauschal über Bemerkbarkeit reden bringt gar nichts, weil jeder Tumor seine eigene Problematik hat, die sich sehr individuell darstellt.

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