Job in Süd-Korea?

2 Antworten

Was für Qualifikationen hast du denn?

Eine Arbeitserlaubnis bekommst du in Südkorea nicht so mir nichts dir nichts. Um dort nach Arbeit suchen zu können und einfach irgendeinen Job annehmen zu können, musst du (nach Sicht der Behörden) schon echt "super" sein. Ansonsten kannst du ein Visum für eine bestimmte Firma bekommen, da kannst du dann nicht einfach wechseln.

Deutsch ist nicht so gefragt, das ist wahr. Koreanisch unter Ausländern von einer Ausländerin ebenfalls nicht, wenn du nicht nachweisen kannst, dass du da eine entsprechende Ausbildung hast (einfach nur Koreanisch gelernt haben reicht da eher nicht).

Beste Chancen, wenn man Unterrichten will, hat man mit Englisch. Einige 학원 nehmen auch nicht-Muttersprachler, die wollen nur irgendwelche Ausländer fürs Image. Für solche Scammer würde ich aber nicht arbeiten wollen.

In Südkorea gibt es viele, die sehr gut Koreanisch können. Warum sollen die Schulen oder Hochschulen ausgerechnet einen Ausländer für Koreanischunterricht nehmen? Du solltest wissen, dass in Südkorea sehr schwer ist, ein Lehrer zu werden. Ich schätze mal, dass Du selbst eine Stelle an einer Abendschule (Hagwon) kaum finden wirst, wenn Du Koreanisch unterrichten willst. Englisch kannst Du ebenfalls abhaken, da die meisten Schulen Muttersprachler auswählen und da gibt es reichlich Bewerber.

Ich schätze, Du hast einzig allein mit Deutsch eine Chance. Eine Youtuberin aus Dänemark, die als Model in Südkorea arbeitet, meinte, dass sie konkurenzlos sei, weil die Koreanerinnen eben ganz anders aussehen als sie und da hat sie wohl Recht. Versuche etwas, was die anderen nicht anbieten können.

Deutsch ist z.B. gefragt bei Musikschülern. Warum? Weil viele Südkoreaner Musik in Deutschland studieren wollen und kein Wort Deutsch sprechen. Goethe Institut ist richtig teuer und für viele nicht leistbar, weil sie bereits viel Geld für Auslandsstudium + Musikstudium aufwenden müssen. Ich habe vor wenigen Jahren im Radio gehört, dass ein Deutsch-Koreaner in Korea selbstständig gemacht hat und dort eine Nische gefunden hat. Denkbar wäre auch als Dometscher für deutsche oder/und koreanische Unternehmen zu arbeiten. Ich finde manche Handbücher von koreanischen Unternehmen furchtbar. Es gibt sicher viele mittelständische Unternehmen auf beiden Seiten, die neue Märkte suchen. Häufige Barriere ist die Sprache.

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