ist taucher ein beruf und durch was verdient man in dem beruf geld, also was muss man machen?

6 Antworten

Es gibt auch Forschungstaucher. Oder Leute, die in Klärwerken, Staudämmen o.ä. tauchen, um nachzusehen, ob alles in Ordnung ist.

Es gibt zb. Industrietaucher.du arbeitest dann angestellt bei einer Firma und untersuchst Schleusen brücken ... nach schäden oder ähnlichem.

Industrietaucher ist ein seltener und deshalb gut bezahlter Beruf, hat aber auch hohe Anforderungen:

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/gefragt--aber-rar--industrietaucher-sind-hochleistungsarbeiter-zwischen-schlamm--bruehe-und-zement-handwerker-unter-wasser,10810590,10745622.html

Da der Link nicht immer einwandfrei funktioniert, hier der Text des Artikels:

Gefragt, aber rar -Industrietaucher sind Hochleistungsarbeiter zwischen Schlamm, Brühe und Zement Handwerker unter Wasser Von Ariana Mirza

Tiefseefische oder schimmernde Korallenbänke können Industrietaucher bei ihrer Arbeit nicht bewundern. Im Gegenteil, meist sehen sie in gefluteten Baugruben oder brackigen Hafenbecken ihre eigene Hand vor Augen nicht. Romantiker sind in dieser Branche fehl am Platz. Doch Gesellen aus dem Bauhandwerk, die gesundheitlich topfit sind, können mit der Aufbauausbildung ihre Berufschancen deutlich verbessern. Auch der Verdienst ist höher: Oft verdienen sie 50 Prozent mehr als ihre Kollegen auf dem Trockenen. Rund 20 Tauchfirmen bundesweit beschäftigen Industrietaucher. Gesucht sind Allrounder, die unter Wasser schweißen, Betonsohlen gießen oder gegebenenfalls Maschinen reparieren können. Die Arbeit zwischen Schlamm, Brackwasser und Zement verlangt jedoch überdurchschnittliche Konzentrationsfähigkeit und besonderes technisches Verständnis. In der Regel ist die Brühe, in der die Taucher ihre Arbeit verrichten, eiskalt und selbst die modernsten Anzüge halten beileibe nicht mollig warm. Zudem sind die wenigen Hundert Industrietaucher, die derzeit in Deutschland tätig sind, moderne Wanderarbeiter: Ob in den mit Grundwasser gefüllten Baugruben des BBI-Flughafens, bei der Brückenreparatur in Sachsen oder für den Ausbau des Hamburger Hafens, die Taucher reisen dorthin, wo sie benötigt werden. Da kommt das Familienleben oft zu kurz. Doch viele Junggesellen unter den Industrietauchern gibt es trotzdem nicht. Denn die meisten Unterwasserhandwerker sind bereits Familienväter, wenn sie ihre Profession beginnen. Bevor Interessenten den verantwortungsvollen Beruf erlernen können, ist eine Lehre in einem Bauhandwerk, beispielsweise als Mauer oder Zimmermann, gefordert. Es ist aber auch möglich, die zweijährige Ausbildung zum Industrietaucher nach einem technischen Studium und entsprechender Berufspraxis zu beginnen. Das kommt allerdings recht selten vor, denn Ingenieure verdienen in der Regel nicht weniger als Industrietaucher und haben meist einen etwas gemütlicheren Einsatzort. Direkt nach der Ausbildung kann man den Beruf noch nicht ergreifen. Vor der Weiterbildung sind einige Jahre Erfahrung im Baugewerbe vonnöten. Die Schulung umfasst zahlreiche sicherheitstechnische Unterweisungen und mindestens 200 Tauchstunden. Die Verarbeitung von Beton unter Wasser steht ebenso auf dem Stundenplan wie das Schweißen in der Tiefe. In Deutschland wird die Ausbildung für Berufstaucher seit 2000 in der "Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Taucher/Geprüfte Taucherin" bundeseinheitlich geregelt. Ist der Schein geschafft, kann man sich auf einen relativ krisensicheren Job freuen, allerdings ziehen Einbrüche im Baugewerbe auch die Tauchfirmen in Mitleidenschaft. Sofern die körperliche Verfassung gut ist, gibt es fürs Industrietauchen keine Altersgrenze. Anders sieht es in den meisten Betrieben beim Starttermin aus. Karsten Leunert, der in Fürstenwalde eine Tauchfirma leitet und Nachwuchs ausbilden darf, nimmt nur Bewerber über 25 Jahre, weil jüngere Interessenten seiner Meinung nach kaum die nötige Routine an Land entwickeln konnten, bevor sie nun ihr Können unter dem Wasser beweisen müssen.

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