Ist eine Ausbildung oder Studium stressiger/schwerer?

6 Antworten

Kommt drauf an, was für ein Typ du bist.

Das Studium ist viel theoretischer. Man muss sehr viel lesen und viel schriftlich verfassen. In den meisten Studiengängen macht man nichts Praktisches, es ist die ganze Zeit Vorlesungen, Seminare, Prüfungen, Hausarbeiten.

In der Ausbildung hat man einen Schulanteil, wo man auch Klassenarbeiten und Prüfungen hat, ähnlich wie in der normalen Schule. Aber man hat eben auch den praktischen Anteil, wo man einfach arbeiten geht und vieles in der Praxis durch Erfahrung lernt.

Für manche wäre das Studium viel zu schwierig und sie würden daran verzweifeln, für andere wäre eine Ausbildung gar nichts, weil sie eher Kopfmenschen sind.

Was schwerer ist, hängt also von dir ab. Tendenziell gesehen empfinden die meisten ein Studium als schwieriger, aber es kann eben auch andersrum sein.

Danach solltest du es aber sowieso nicht auswählen.

Die Reihenfolge, in der man vorgeht, ist eher so:

  1. Wie stelle ich mir mein Berufsleben vor, was will ich später mal machen?
  2. Was brauche ich dafür: Studium oder Ausbildung?
  3. Genau das machen, was du brauchst.

Studium! Ein Vollzeitstudium geht in vielen Fällen deutlich über eine 40-Stunden-Woche hinaus, was den Zeitaufwand dafür betrifft. Zudem muss man ein hohes Maß an Eigenverantwortung, Selbstdisziplin und Selbstorganisation mitbringen, um ein Hochschulstudium erfolgreich zu absolvieren. An der Uni juckt es niemanden, ob man sein Zeug gut und rechtzeitig erledigt, da steht weder ein Lehrer, noch ein Arbeitgeber daneben und schimpft, wenn man es nicht tut. Entsprechend muss man sich immer wieder selbst motivieren, die Pflichten dort zu erfüllen.

Und auch vom Stoffumfang ist eine Berufsausbildung sehr viel weniger und dadurch einfacher. Ausbildungsberufe setzen kein Abitur, sondern einen mittleren Schulabschluss als Basis voraus. Klar, auch in einer Ausbildung muss man lernen, sich auf Klassenarbeiten und Prüfungen vorbereiten. Aber bei weitem nicht in dem Umfang, wie es in einem Studium der Fall ist...

Sehr gut beschrieben.

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Kommt immer auf die eigene Person an.

Wer faul ist wird beides stressig finden.

Wer sich bemüht und etwas Wissen mitbringt, wird mit beiden Optionen klar kommen.

Da spielen mehrere Aspekte eine Rolle. Du kannst nicht jede beliebige Ausbildung mit jedem beliebigen Studiengang vergleichen. Was man aber am ehesten sagen kann: eine Ausbildung ist in den meisten Fällen sicherlich realitätsnäher und stellt dich vor mehr weltliche Probleme, an denen du als Mensch wachsen kannst, während du praktische Fähigkeiten für den Beruf erwirbst. Ein Studium (an einer Universität) ist vollkommen anders einzuordnen. Es geht primär darum, Wissenschaftler auszubilden. Während also ein Fachinformatiker relativ früh geschäftsrelevante Prozesse kennenlernt, sitzen Informatiker womöglich in einer Vorlesung über Maßtheorie und beweisen, dass sich ein Sigma-endliches Prämaß auf einem Ring eindeutig zu einem Maß auf der von dem Ring erzeugten Sigma-Algebra fortsetzen lässt. Für den Fachinformatiker mag das Chinesisch sein aber dafür kann dieser am Ende seiner Ausbildung vielleicht sehr viel besser .NET programmieren. Beide Berufe/Lehrgänge braucht es. Dazwischen liegt natürlich noch ein ganzes Spektrum verwandter Bildungsangebote, etwa duale Studiengänge.

Kommt drauf an was für ein Typ man ist!

Studium ist in der Regel komplette Theorie, eine Ausbildung ist Theorie und Praxis. Ich gehe schon davon aus das ein Studium mehr Lernen benötigt als eine Ausbildung, welche ist halt auch immer die Sache! Im Medizinischen Bereich lernen die Azubi höchstwahrscheinlich deutlich mehr als Azubis im Sicherheitsdienst was die Theorie angeht.

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