Ist ein Brief ein innerer Monolog

8 Antworten

Der Unterschied zwischen einem Brief und einem Tagebuch ist ja, dass der Brief im Hinblick darauf geschrieben wurde, dass ein anderer ihn liest. Bei einem Tagebuch möchte man das vermeiden, somit hat das Tagebuch keinen "Empfänger", dem beim Schreiben irgendwas erklärt werden muss. Das ist eine Parallele zum Inneren Monolog. Der Brief muss für seinen Empfänger deutlich und verständlich sein, das widerspricht dem Inneren Monolog.

ein Brief ist eine unsausgesprochene Kommunikation mit einer anderen Person, ein Tagebucheintrag erzählst du es ja mehr oder weniger dir selber. Ein Brief ist deshalb so gut wie alles andere als ein Inner Monolog.

Ein Brief ist ein "äußerer" Monolog , da er an eine andere Person gerichtet ist. Ein Tagebuch ist ein innerer Monolog , weil er nur die eigenen Gedanken niederschreibt und nur für den Schreiber gedacht ist.

Meiner Meinung nach ist ein Tagebucheintrag aber kein innerer Monolog, da du dort niederschreibst, was du siehst/erlebst. Bei einem inneren Monolog aber schreibst du, was du denkst, wenn du etwas siehst/erlebst. Die Gedankengänge sind sprunghaft.

Tagebucheintrag: Ich bin gerade auf einer Wiese und beobachte die Schmetterlinge. Ich weiß nicht wie es weitergehen soll, ich habe noch so einiges zu tun.

Innerer Monolog: Es ist warm. Der ist aber Bunt. Keine Lust die Spülmaschine auszuräumen.

So in etwa halt :-D

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da schließe ich mich P3NSK3 an. Das "innere" beantwortet deine Frage eigentlich schon selbst. Bei einem Tagebuch habe ich nicht die Absicht, das Geschriebene mit einem anderen zu teilen. Es bleibt "innen" - bei mir. Wenn ich einen Brief schreibe, hat der in der Regel auch einen Empfänger, der das Niedergeschriebene lesen soll. Daher ist es nicht mehr "innen" und nur in meinen Gedanken bzw. meiner Welt - ich teile es auch mit anderen.

Ein Brief ist ein Brief.. dabei redest du ja praktisch nicht mit dir selbst in Gedanken, sondern teilst deine Gedanken jemand anderes mit und erzählst ihm schriftlich dein Erlebtes oder was auch immer.

In einem Tagebuch redest du ja mit dir. Also du schreibst deine Gedanken auf, um sie vielleicht später nochmal zu lesen, es ist halt an dich gerichtet. Dies ist eben auch bei einem inneren Monolog der Fall. Du sprichst quasi mit dir selber/richtest die Worte in Gedanken an dich.

Das ist der Unterschied: An dich gerichtet und an jemand anderes gerichtet.

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