Ist der Beruf des Mediengestalter Bild und Ton zu empfehlen?

2 Antworten

Die Ausbildung zu bekommen ist nicht das leichteste. Gibt relativ wenige. Und allgemein ist die Branche halt überlaufen...

Praktikum kannst du machen, aber halt nicht nur schnuppern, sondern halt länger. Ein Unternehmen hat nix von einem Wochen-Praktikanten... Du solltest lieber Monate einplanen und da ist eben die Frage, ob du das bewerkstelligen kannst.

Ansonsten mal für die Ausbildung bewerben und immer Probearbeiten anbieten! Die Unternehmen an sich sind halt unterschiedlich.

Welchen Fachbereich du später machst, hängt vom Unternehmen ab. Grundsätzlich solltest du erstmal alles kennenlernen (um eine gute Entscheidung zu treffen, was dir überhaupt liegt) und alles auch Können (um später auch auf viele Stellen bewerben zu können).

Bezüglich Bewerbung: das ist ein Kreativjob, also sei kreativ ;) Menschen mit Vorkenntnissen werden natürlich viel lieber genommen... Also wenn du schon Erfahrung hast, bewirb dich mit einem Video :D Fall auf, Standard will keiner... Aber dennoch sollte man das "typische" mitbringen zum Bewerbungsgespräch (so mache ich es zumindest immer).

Wenn du vorher schon Erfahrungen sammeln willst, schau mal ob es bei euch in der Stadt ein Filmhaus oder dergleichen gibt. Die geben Kurse, Leihen Material aus und haben Fachwissen! Ich habe da bereits meine ersten Erfahrungen und Projekte machen können, ohne groß Vorwissen zu haben. Sowas ist halt gut zum kennenlernen ;) einfach mal in deiner Stadt nachfragen/Google/etc.

Auf eine Übernahme im Betrieb kommt es immer auf das Unternehmen an... Einige bilden aus, damit sie Azubis haben die Arbeiten... Andere bilden aus, weil sie wirklich qualifizierte Mitarbeiter aus eigener Hand wollen... Muss man vorher mal gucken, aber um einen Umzug wirst du im Leben evtl nicht umhin kommen (außer du lebst schon in einer großen Stadt oder bist mit wenig zufrieden). Eine spätere Möglichkeit ist in Kreativberufen natürlich auch die Selbständigkeit. Aber dazu musst du erstmal Erfahrungen sammeln ;)

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen. Bin eigentlich aus dem Print/Digital Bereich aber das ist häufig ähnlich bzw man hört auch viel von den anderen. Inzwischen sollte ja jeder alles können (und am besten jung, flexibel, billig und unfassbar schnell sein...). Ist also nicht das einfachste, aber wenn dir der Job Spaß macht, arbeitest du gern länger und mit Engagement. :)

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Inzwischen sollte ja jeder alles können (und am besten jung, flexibel, billig und unfassbar schnell sein...).

Kann ich bestätigen. Am liebsten haben sie Dich Anfang Zwanzig, dann aber bitte mit mehr als zehn Jahren Berufserfahrung!

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Achja - leider keine guten Aussichten, denn Mediengestalter Bild und Ton gibt es leider wie Sand am Meer.

Wenn Du die Chance hast, die Ausbildung in einem Betrieb zu machen, ist es immerhin etwas. Die "Bezahl"-Ausbildungen bei Dekra und SAE und Konsorten sind unter aller Sus scrofa domestica.

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Wenn ich aber doch schon ein bestimmt Richtung in diesen Beruf habe (sagen wir mal Schnitt), dann wäre es doch schwer dies dann in einer Ausbildung bei einem Radiosender zu bewerkstelligen. Oder? Hast du bestimmte Vorkenntnisse dazu?

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@Tatzenman

Ich habe die Dekra Ausbildung gemacht und für die war "Müll" noch ein freundliches Wort.

Videoschnitt lernt man natürlich nicht bei einem Radiosender, Du Genie. MBT-Ausbildung macht man in (kleinen) Filmproduktionsbuden oder gleich bei den Öffentlich-Rechtlichen. Aber da muss man erstmal einen Ausbildungsplatz finden, das ist nicht so einfach und geht am besten über Beziehungen.

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@DonkeyDerby

Hehe :-)

Du kannst also die kostenpflichtigen Ausbildungen an der SAE und dergleichen nicht empfehlen? Wieso genau?

Habe auch mich dort schon schlau gelesen und sogar mit dem Gedanken gespielt, jetzt eine so negative Meinung zu lesen ist verdammt interessant. Warum Müll, und was kann man mit so einem Abschluss dort anfangen?

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@Tatzenman

Meine persönlichen Erfahrungen beziehen sich auf die Dekra Medienakademie, bei SAE hatte ich nur einen Workshop mitgemacht, die haben mit Adobe Premiere geschnitten (eyesroll) und eigentlich konnte im Workshop kaum etwas gemacht werden, da es ständig Probleme mit dem Codec gab (was nichts anderes heißt, als dass sie dort nicht mal mit der von ihnen benutzten Software klar kamen). Das war allerdings im Jahr 2003.

Von 2003-2006 habe ich dann die Ausbildung bei der DEKRA durchgezogen. Fast ein Jahr davon war ja Praktikum in einer Firma und die zwei Jahre davor hätte man locker in 9 Monaten runterreißen können und sich dabei noch nicht mal fertiggemacht. Die ganze Ausbildung verlief quälend langsam, damals galt PAL noch als "Goldstandard", obwohl HD schon "klopfend vor der Tür stand". Als ich dann versuchte, einen Fortbildungsnachmittag zu organisieren, damit unsere Klasse wenigstens schon mal über die Grundlagen von HD informiert werden würde, wurde das von der Ausbildungsleitung untersagt.

Und durch die Prüfung bei der IHK wurden alle, wirklich alle, durchgeschleust, auch der Typ, der zwei Jahre lang nur in der hinteren Reihe den  Sportteil der Bildzeitung gelesen hatte. Wie so etwas geht? Nun, indem man den Auszubildenden zuvor die Prüfungsfragen zuschanzt, damit sie gezielt pauken können...

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@DonkeyDerby

P.S.: Aber bei der Dekra schnitten wir wenigstens mit Avid Xpress...

Wir hatten auch einige gute Dozenten. Aber wir haben unglaublich viel herumgesessen und nichts getan... viel vertane Zeit...

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Verstehe. Danke dir für diese Informationen bisher 😀 Also im Grunde ist eine kostenpflichtige Ausbildung eher weniger zu empfehlen (teils unfähige lehrkräfte). Darf man fragen was du nun damit Beruflich davon hattest, es hat sich doch hoffentlich gelohnt.

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@Tatzenman

Na, eigentlich gar nichts. Denn ich arbeite weiterhin überwiegend im Textbereich. Und das, was ich in der Ausbildung gelernt habe, hätte ich genauso gut (und wesentlich preiswerter und schneller) bei meinem Mann lernen können... ;-)

Aber immerhin habe ich dadurch eine abgeschlossene Ausbildung mit Mitte Vierzig geschafft, das hatte ich vorher nicht, lach...

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