Ist das Maschinenbaustudium wirklich so schwer?

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4 Antworten

Ich habe nun meinen Bachelor und bin fast fertig mit dem Master in Maschinenwesen an der TU München.

Das schwere am Maschinenbaustudium ist meiner Ansicht nach:

1. Es müssen Lösungen für Aufgaben gefunden und umgesetzt werden. Dies fängt bei Übungsaufgaben in den Vorlesungen an und endet bei den sehr umfangreichen Studien- und Abschlussarbeiten.

In den meisten Klausuren sind 70% oder mehr Rechenaufgaben enthalten, dann Verständnisfragen und am Ende Zeug zum auswendig lernen.

Von der notwendigen kognitiven Leistung würde ich sagen
Problem verstehen und Lösung finden > rechnen können > bisherigen Rechenweg verstehen und nachvollziehen > reines Wiedergeben.

Der erste Trugschluss den viele Maschbaustudenten mich eingeschlossen haben ist das es reicht Dinge einfach "zu verstehen" und nachzumachen.

2. Im Großteil der Fächer ist immer Anwendung von Mathe dabei. Sei es Auslegung, Nachrechnung, Überschlagsrechnung usw.

3. Wenn weniger Mathe drin ist dann sind es sehr viele Seiten zum Auswendig lernen, was auch nicht jedem taugt.

4. Letztlich hängt der Erfolg im Studium an der Auffassungsgabe, abstraktem Denken, deinem Gedächtnis, der verfügbaren Zeit und einfach Glück ab. Wenn dir das Maschbaustudium zu leicht erscheint, kannst du dich gerne mit anspruchsvolleren Studien beschäftigen.

Oder versuchen nach Studium zu promovieren, einen eigenständigem Beitrag zur Forschung zu leisten oder Karriere in der Wirtschaft zu machen.

Es gibt immer schwierigere Sachen mit denen man sich beschäftigen kann.

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Es kommt immer auf die Uni an. 

Wenn du Maschbau an der FH Pussemuckel studierst, ist das wahrscheinlich nicht ganz so schwer. An "Elite"-Universitäten (ich hab mir den Namen nicht ausgedacht!), wie der TU München, RWTH Aachen usw., sieht das schon ganz anders aus.

Woran das liegt? Maschinenbau basiert auf Mathe und Physik. Das sind Fächer mit komplizierten Formeln bei denen die meisten schon aussteigen. Das ganze wird dann in Fächern wie Maschinengestaltung oder Thermodynamik noch weiter geführt und verkompliziert. Und um zu bestehen reicht eben nicht stumpfes Auswendiglernen (wie bspw in vielen BWL Fächern) sondern man muss den Kram wirklich verstehen. 

Dadurch kommen in Thermodynamik o.ä. dann auch mal Durchfallquoten von >70% zu Stande.

Ich selbst bin Wirt.Ing Maschbau. Ich habe also sowohl Maschinenbau als auch BWL Fächer. Den Unterschied merkt man sehr stark.

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Kommentar von Zimba2000X
20.11.2016, 10:36

und wie sieht ist in e-technik aus ist es im MB enthalten ? Ich interessiere mich für Maschinenbau :) ich gehe auf einem Berufskolleg E-technik sollte zu Metalltechnik wechseln wenn ich Maschinenbau studieren möchte ?

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Ich glaube deine Frage ist, ob du das wirklich studieren möchtest, wenn nicht, verzeih mein vordenken.

Wenn man wirkliches Interesse an etwas hat, gibt es nur Herausforderungen, denen man sich motiviert und interessiert stellt. 

Menschen sind unterschiedlich, gerade in ihrer kognitiven Leistung.

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Kommentar von Zimba2000X
20.11.2016, 11:33

sollte ich vor dem Studium eine Ausbildung zum Industriemechaniker absolvieren ?

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Ich würde mal sagen, es ist einfach sehr sehr viel Lernstoff und wird vielen sehr monoton, da der Studium sich ja dann fast nur um Maschinenbau dreht. Lernen kann man eigentlich alles, solange man nicht von all dem Lernstoff den Überblick verliert, wo man später mit dem Lernen nun anfängt.

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