Ins Leben finden, geregelter Tagesablauf, wie bekommen?

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6 Antworten

Das ist schwer. Erst mal muss der andere es wollen, dann seine Ziele finden und erst dann wird er selbst anfangen das Nötige dafür zu tun. Du kannst ihn natürlich anfangs zwingen...aber das wäre eine riesen Belastung für dich und ich nehme an du hast auch ein eigenes Leben.

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Kommentar von Hellfirestrike
06.10.2011, 02:05

Er hat mich um Hilfe gebeten. Er hat eigendlich so gut wie null gelernt in seinem Leben, zumindest arbeitstechnisch. Seine Eltern haben ihm alles aus der Hand genommen, darum dachte ich irgendwie bei null anfangen. Wie zb. das er sich eine Pflanze besorgt und für die Pflanze verantwortung übernimmt und sie regelmäßig gießt und sie eben zum Blühen bringt, verantwortung für ein Lebewesen übernimmt. Einmal in der Woche den Rasen mäht und das auch wirklich regelmäßig tut. Irgendwas schritt für schritt. Das er jeden Morgen die Zeitung holt und nach Job angeboten durchforstet(er muss ja keinen nehmen, einfach nur mal schauen was es so für angebote gibt) vielleicht mal Brötchen holt oder sowas. Wichtig ist nur die sache regelmäßig ausübt und vorallem das er vor 12 Uhr mittags mal aus dem Bett afusteht. Die Frage ist nur sind diese Ideen auch wirklich gut? Ich suche mehr Vorschläge.

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Mit Arbeit oder ner beschäftigung die man täglich immer zur gleichen Zeit macht.Auch putzen, Kochen usw gehört dazu.Das schafft zufriedenheit weil man was erledigt hatt was zu tun gewesen ist.Dieses gefühl fehlt wenn man nix tut und dazu vil. noch keine Hobbys hatt und das macht unglücklich und depressiv !! Der Mensch ist von Natur aus so gemacht das er was machen will.Nur so kann man sich dann darüber erfreuen und die Freizeit ( wenn auch weniger ) viel glücklicher geniessen. :)

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Ein solcher Mensch braucht zumächst eine Perspektive - ohne diese wird er keine Motivation zeigen sich aus dieser Position wegzubewegen. Oft plagt er sich mit für ihn scheinbar unüberwindlichen Problemen, die beseitigt oder geklart werden müssen.

Da nützt es nicht sehr viel nur gut Zuzusprechen, Mut zu machen oder gar Tabletten zu verabreichen - Hoffnung machen wäre da das Zauberwort. Dieser Mensch muss den Wunsch verspüren sich aufzuraffen und ein oder mehrere relativ leicht zu erreichende Ziele anzugehen.

Dazu muss man raus bekommen, welche Fähigkeiten er besitzt und welche Tätigkeiten er sich zutraut, denn er wird sich zunächst nur dort halbwegs sicher fühlen, wo er bereist Wissen und Erfahrungen besitzt. Bei allem anderen sieht er vermutlich nur erst einmal die Probleme und scheut davor zurück.

Sehr wichtig dabei ist, dass er stetig jemanden hat, der ihm sozusagen auf die Finger schaut und ihn lobt, wenn er etwas erreicht hat. Ihn antreiben und fordern oder gar Vorwürfe zu machen, wenn er sich dabei doch wieder etwas gehen lässt wäre komplett falsch. Einfach auch eine Pause gönnen - ihn mit anderen Dingen ablenken, die er gerne mag. Mit guter Laune und Fröhlichkeit einwirken - nicht mit Mitleid, denn dieses würde er zu gerne auch für sich selber wieder annehmen.

Hierbei heißt das Zauberwort Umgebungswechsel - weg von der Situation, die ihn scheinbar belastet. Rausgehen, Bummeln, Spazierengehen, eine Veranstalltung oder ein Fest - vielleicht auch Radfahren, Laufen oder Sport treiben. Was sich eben so bietet und ihn von den schlechten Gefühlen weg bringt. Je nach Stimmung Jubel und Trubel oder Gelassenheit und innere Entspannung. Ihn ungezwungen Energie und Lebensgefühl tanken lassen.

Danach wird er vermutlich dort wieder mit etwas mehr Elan wieder weitermachen, wo er zum Schluss seine Tätigkeit unterbrochen oder beendet hat. Und wenn er dann kleine Erfolge zeigt - ihn dazu bringen, nebenbei von sich aus Stück für Stück wieder einen geregelten Tagesablauf einzuhalten.

Mit den bewältigten Aufgaben wachsen dann ganz langsam auch wieder das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein und die Freude an Hobbys und Tätigkeiten und der Wunsch zu planen und Ziele ins Auge zu fassen. Aber der Hang wieder abzurutschen ist Anfangs leider auch noch sehr stark. Bis die nötige Stabiität wieder da ist können leider Jahre vergehen.

Das alles braucht allerdings eine oder mehrere sehr vertrauensvolle Personen, die sich mehr oder weniger ständig um ihn kümmern können und auch die nötige Geduld bei Rückschlägen haben - denn diese werden ganz sicher auftreten - und ihm einfach das Gefühl geben ein wertvoller Mensch zu sein.

Leider haben solche Menschen in der Regel kaum jemanden, der sich so um sie kümmern kann - sonst wäre die ganze Situation vermutlich in vielen Fällen gar nicht erst entstanden.

Schön wer gute Freunde und eine nette Familie hat.

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Kommentar von Hellfirestrike
06.10.2011, 03:26

Du sagst es eigendlich, er hat kaum jemanden. Also wäre dein Tip einfach mit ihm etwas unternehmen, etwas konkretes fällt mir nicht ein. Weg gehen aus seinem Umfeld, Fahrrad fahren sind gute Ideen. Aber meinst du das denn jetzt Wöchentlich oder wie genau soll der sprung zwischen Job und Hobby aussehn.

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Diese Menschen finden früher oder später ins Leben, mach dir mal keine Sorgen - bei manchen dauert es eben etwas länger, ist aber nicht schlimm. Man muß erstmal mit sich selbst ins Reine komme, das heißt, man muß im Punkt Berufung anfangen: was könnte mir beruflich Spaß machen? Oder wo will ich in 10 Jahren stehen? Was will ich erreicht haben? - Einen festen Plan machen, was man im Leben überhaupt vor hat und Zwischenschritte einfügen, was dafür alles nötig ist, um dieses Ziel zu erreichen. Das heißt, auch sowas banales wie: morgens erstmal regelmäßig den Wecker stellen, wäre ein guter Anfang!

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wichtig: wohnung aufräumen! - ordung um dich herum bringt ordnung in dir drin

dann eine arbeit finden, am besten mit geregelten arbeitszeiten, also nicht beim edeka auf abruf, oder sowas. sondern kontinuierlich jeden tag 4 / 8 / ... stunden

wenn nötig, kochen lernen. einmal am tag sollte man sich mühe geben und eine ordentliche mahlzeit für sich selbst kochen.

das beinhaltet auch "essen lernen" - was ist gesund, wann esse ich was, ....?

ein hobby finden - einen ausgleich zur arbeit. also sport, malen, singen, instrument lernen, ...

danach soziales umfeld stärken. familie und freunde regelmäßig treffen, feste termine vereinbaren, bei bedarf freunde finden, also raus gehen unter leute.

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Kommentar von Hellfirestrike
06.10.2011, 02:06

Vielen Dank, das sind gute Tipps was hällst du von meinen Vorschlägen? Unter dem Kommentar von gollywogg

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Erstmal eine Arbeit Finden

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Kommentar von Hellfirestrike
06.10.2011, 01:59

Da fängt das problem an, er hat sogar Angst in einen Betrieb vorbei zu laufen und zu fragen, schämt sich anscheinend und ich befürchte wenn er den job bekommen würde, würde er ihn auch wieder fallen lassen.

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