Ich möchte keine Angst mehr empfinden. Wie erreicht man das?

23 Antworten

Hallo, Whatever. Eben, Man, mach dir deinen Nick doch zum Programm: was auch immer... kommt, mir passiert nix. Ansonsten: Nur der Dumme hat keine Angst während sie dem Weisen ein Ratgeber ist. Mir riet sie schon in manchen Situationen gut: etwa, dass ich einem Raubopfer beistand statt weg zu rennen, weil die Täter noch nahebei waren. Da stand ich über meiner Furcht, was du mit mir tun können, bemerken sie mich. Trotz meines Wissens, dass dem Straftäter laut deutschem Gesetz gleich noch die Adresse des Zeugen frei Haus geliefert wird..., wobei der Täter auch nur ein paar Straßen weiter wohnte...Abgesehen davon ist Angst immer nur so groß, wie du es ihr erlaubst zu wachsen. Angstfrei wirst du niemals sein, aber du mußt eben Herr drüber bleiben. Der beste Vergleich ist eigentlich, dass bei Angst Körper ( Pferd ) scheut während der Reiter ( Du ) eben souverän die Zügel hälst sprich die Situation beherrschst. PS. wovor fürchtest du dich denn im Speziellen derart, dass du diese Schutzreaktion abstellen willst? LG + schönes WE.

Angst unterscheidet sich in erlernte und angeborene Angst. Die angeborene Angst sind die wie Angst vor der Dunkelheit, die wir von unseren Vorfahren schon übernommen haben. Es ist die Angst davor, nicht wahrnehmen zu können, was um einen herum geschieht. Angeborene Ängste sind wie Instinkte schwer zu verlernen- und eigentlich sind sie doch recht nützlich? Dann gibt es jedoch noch die erlernten Ängste. Ein Kind beispielsweise fürchtet sich meistens noch nicht vor z.B. einer Schlange. Im Gegenteil, neues interessantes Objekt eben. Es muss ernst noch lernen, dass manche Schlangen gefährlich sein können. Entweder sie lernen es von den Eltern oder machen die Erfahrung selbst. Was ich damit sagen will, ist, dass erlernte Ängste eigtl immer darauf beruhen, dass man etwas in der Vergangenheit erlebt hat, was die Angst ausgelöst hat. Und je nach dem wie schlimm das Ereignis war, ist auch die Angst ausgeprägt. Ein Kind, z.B. beobachtet wie eine Bezugsperson überfahren wird, wird es Angst haben vor Fahrzeugen. Menschen sind auch fähig die Angst so zu verkoppeln, dass das Kind beispielsweise dann nicht nur Angst vor PKW's hat, sondern auch vor Zügen ectectect.

Aber das geht jetzt zu weit in die Materie mit rein. Fazit, erlernte Angst kann man überwinden, angeborene Angst ist kaum zu bewältigen.

Die einzigen angeborenen Ängste sind die Angst vor dem Fallen und die Angst vor lauten Geräuschen.

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Keine Angst mehr empfinden klingt im ersten Moment schön, da man sich vor nichts mehr fürchtet, allerdings hat Angst auch eine wichtige Eigenschaft, sie lässt uns in potenziell gefährlichen Situationen vorsichtig werden und kann so das eigene Leben retten. Das gerät schnell in Vergessenheit wenn man an Massenpaniken denkt oder an übertriebene Ängste. Aber es gibt ebenso viele Situationen wo sie angebracht sein kann. Wenn du allein in einer dunklen Gasse nachts in irgendeiner Stadt bist, bekommst du schnell Angst. Sie verursacht ein Unwohlsein, du willst das nicht, also willst du weg. Und das kann in einer solchen Situation durchaus sinnvoll sein. D.h. Angst darf gar nicht angenehm sein

Allerdings hindert uns Angst auch Dinge zu tun, die vielleicht nur gefährlich aussehen (oder gar überhaupt nicht gefährlich sind). Z.B. Riesenrad fahren (bei Höhenangst). Man handelt reflexartig, was in vielen Situationen nachteilig wird. Das Problem ist, dass sich unsere Ängste auf Gefahren beziehen und nicht auf Umstände. Das Hirn unterscheidet nicht zwischen "Rand einer Klippe, ungesichert, starke Windböe in Richtung Abgrund" und "Balkon 3.Stock, sicheres hohes Geländer, bester Freund hält einen fest".

D.h. die richtige Dosis ist das Ziel, so wie mit allem im Leben (Sport, Alkohol, Cyanid,...)

http://www.youtube.com/watch?v=PEikGKDVsCc

Um seine Ängste zu besiegen, eignet sich eine steigernde Konfrontation. Bei Höhenangst z.B. mit geringer Höhe anfangen (noch erträglich, aber schon unwohl). Möglichst lange verharren, ruhig durchatmen und klar machen, dass eigentlich gerade nichts schlimmes passiert. Gff. wiederholen. Dann Intensität steigern. Gleiches geht auch bei anderen Ängsten (Angst vor fremden Menschen, Präsentationen, etc).

Angst ist etwas sehr nützliches was jeder gesunde Mensch hat. Übertriebene Angst kann man in therapeutischen Gesprächen eingrenzen oder sogar los werden.

Mal abgesehen davon Angst ist in der Regel ein Schutzmechanismus, der uns dazu helfen soll in gefährlichen Situationen das Richtige zu tun und zu überleben. Daher ist die Aussage, dass Angst das Einzige ist, die einem hindert das Richtige zu tun eher falsch.

Was durchaus sein kann, dass Angst, wenn sie zu stark vor etwas ist, einem das Leben schwer machen kann. Dagegen muss und kann man natürlich angehen. Es gibt ja auch den schönen Spruch: Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern der Sieg über die Angst! (oder so ähnlich)

Überleg dir, wovor du Angst und google mal, was du machen kannst, um diese Angst zu überwinden (nicht loswerden!).

Du kannst auch gerne mit autogenen Training versuchen, um in Angstsituationen ruhiger zu werden.

In den meisten Fällen ist Angst kein Schutzmechanismus, zumindest keiner der uns wirklich vor etwas schützt. Unser Gehirn nimmt es zwar als Bedrohung wahr, es ist aber in wahrheit keine. Also versucht uns unser Gehirn vor einer nicht vorhandenen Gefahr zu schützen. Beispiel: Soziale Angst bzw. Angst vor Ablehnung. Vor zehntausenden von Jahren war es ein Todesurteil, wenn du nicht zu einer Gruppe gehört hast. Wenn die Gruppe dich abgelehnt hat und du alleine da standest sanken deine Überlebenschancen gegen 0. Außerdem hattest du niemanden mit dem du dich fortpflanzen konntest. Diese Angst ist heute natürlich totaler Schwachsinn, aber viele Menschen empfinden sie dennoch. Genau so wie die Angst vor Spinnen, Schlangen oder sonstigen Viechern. Heutzutage gibt es, zumindest in vielen Ländern Behandlungsmöglichkeiten für sämtliche Bisse von allen möglichen giftigen Tieren. Trotzdem haben viele Menschen auch in Deutschland Arachnophobie. Diese Angst schützt den Menschen auch nicht.

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@B3n2002

Doch, diese Angst schützt weiterhin.

Wenn du die Angst vor Ablehnung als unnötig deklarierst, hast du wohl noch nie mit einem Mobbingopfer zu tun, das mit den Folgen der deutlich gezeigten Ablehnung deutlich zu kämpfen wollte.

Uns vor giftige Tierbisse schützen zu wollen ist auch sinnvoll.

Wovor der Mensch Angst hat, wird zudem auch von den eigenen Erfahrungen geprägt. Jemand, der als Kind von einem Hund gebissen wurde, wird in der Regel sein Leben lang Angst vor Hunden haben.

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