Ich möchte ein Sprachbuch schreiben

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Wenn Du es z.B. selbst verlegen und bei BOD (oder einem ähnlichen Anbieter) drucken lassen willst, kannst Du das alles in Word machen, hinterher speicherst Du es als PDF ab und kannst die Daten digital zum Drucken übertragen.

Wenn Du einen Fremdverleger suchst, ist Word sowieso OK, da Du dann mit der Druckerstellung nichts zu tun hast. Es gibt aber viele Seiten, die Dir bezüglich Schriftart, Abständen, Formatierung... Tipps geben, denn ein Verleger will sich nicht mit seltsam gestalteten Manuskripten herumärgern wollen.

Bei Sprachlehrbüchern hast Du auch ohne Agenten ganz gute Chancen, da es sich ja um ein Spezialgebiet handelt. Wenn Du dann die nötigen Referenzen, Uni-Titel, Qualis...vorzeigen kannst, wird das sicherlich auch irgendwann gelesen und kommt vielleicht in die engere Wahl.

Um welche Sprache geht es denn? Je seltener die Sprache, desto größer die Chancen, da die großen Verlage bei den gängigen Sprachen oft mit bestimmten Autoren zusammenarbeiten und keine Neulinge mehr brauchen.

Es handelt sich um "Bosnisch/Kroatisch/Serbisch" als Fremsprache, es soll aber auch die unterschiede zwischen den 3 Sprachen deutlich machen. Ja, Uni aber derweil nur den Bachelor. Was für seiten sind das denn ? Über die Schriftart hätte ich mir da jetzt nicht so große gedanken gemacht, da es ja nicht in einem durchgeschrieben wird, sondern eher ein paar Vokabel mit Bildern, dann Texte, lückentexte, dazwischen die grammatik die vorkommt. etc

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@patkicaa

OK, die Antwort ist zu lang, ich muss sie aufteilen:

Unterrichtest Du? Dann könntest Du das Ganze erst mal in Deinen Kursen "testen", dabei merkst Du am ehesten, was noch ergänzt werden muss, wo zuwenig Info ist, was zu ausführlich behandelt wird....

Mit Bildern usw. wäre ich vorsichtig, da musst Du Dich zig mal absichern, dass DU die verwenden kannst, und die meisten Verlage arbeiten mit bestimmten Anbietern (z.B. Ghetty) zusammen und haben ihre Konditionen mit denen ausgehandelt.

Das ist immer ein Problem bei diesem Büchern: Du musst sie mordsmäßig ausarbeiten, damit man sieht, was Sache ist, aber andererseits wird es gar nicht gewünscht, dass Autoren sich um das Layout usw. kümmern. Das machen wieder anderere Abteilungen.

Ich habe in einem Verlag gearbeitet und als Autor bekam man Aufträge, wie z.B. "Schreib 20 Lückentexte mit den folgenden Vokabeln...", die hat man dann auf dem Intranet eingespeichert und fertig.

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@msjones

Teil 2:

Welche Vokabeln, Themen usw. drankommen entscheiden die Oberschulämter (sofern es sich um Schulbücher handelt), oder man bekommt die Info von den Stellen, die wichtige Prüfungen abnehmen.

Dann hocken die Redakteure dran und denken sich aus, wei die Werke anhand dieser Vorgaben aufgebaut sein sollen (sie wissen, die Vokabeln für "Kuchen, Teller und Limonade" kommen in der 2. Lektion dran, also brauchen sie einen Text zur Einleitung, am besten über ein Fest, dann xxx Übungen zum Textverständnis...., noch nen Text....), die Texte und Aufgaben schreiben dann die Autoren anhand der Vorgaben der Redakteure. Das ist nicht halb so kreativ, wie es sich anhört.

Du kannst das tollste Buch geschrieben haben, aber wenn die Vokabeln darin nicht zu den Büchern passen, die ein Verlag zu dieser Sprache anbietet, wird er auch mit Deinem Manuskript nichts anfangen.

Also: Entweder Selbstverlag (wenn BOD druckt, und Du ISBN-Nummern beantragt hast, kommen die Bücher auch bei Amazon usw.) und Du lehrst selbst mit Deinem Werk, oder Du sprichst direkt mit einem Verlag und bewirbst Dich um eine Redakteursstelle.

Selbstverlag find'  ich erst mal fast besser, denn dann kannst Du machen, was Du willst und wenn so ein Buch selten ist, kommt es auch bei Amazon usw. an einer ganz  prominenten Stelle.

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@msjones

Danke, das mit den Bildern wird bezüglich copyright eigentlich kein Problem sein, da ich jemanden habe der mir die dazugehörigen Bilder selber Zeichnen würde. Das man es in Schulen verwendet ist glaube ich sowieso unwahrscheinlich, da diese Sprache ja "nirgends" im Schulunterricht vorkommt. Also währe das eher für diejenigen, die es Selbsttändig lernen wollen. Hm habe mir das alles irgendwie leichter vorgestellt =). Habe gedacht ich schreibe einfach meine Lektionen, füge die Bilder in Word ein (bzw. derjenige der sie auch Zeichnet), gehe zu einem Verlag etc. und schaue was sich ergibt :) Ach meine Naivität ist ja wieder einmal zum Vorschein gekommen.

 

Danke für die vielen, präzisen Antworten !! Falls es mal raus kommt, wirst du ein Dankeschön in der Einleitung bekommen :)

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Um ein Buch zu schreiben ist erst einmal das Themengebiet (Sachbuch/Fachbuch oder Roman) völlig nebensächlich. Die Information muss zu Papier, ob elektronisch oder auf altem Wege (handschriftlich oder mit der Schreibmaschine).

Gut ist es, wenn du den Verlag bzw. die Druckerei vorher suchst, bevor du anfängst. Das erleichtert die spätere Nachbearbeitung. Allerdings kannst du diesen Schritt auch weglassen, wenn du Standard-Programme verwendet, um deine Daten in digitaler Form zu erstellen. Microsoft Word - damit kann praktisch jede Firma umgehen. Selbst wenn nicht, kann du innerhalb von Word andere Dateiformate wählen und da ist mit Sicherheit eines dabei, mit dem dann weitergearbeitet werden kann.

Im Regelfall ist es so, daß dein Buch, sofern es nicht durch einen Lektor aufgearbeitet werden muss, dann zu einem Grafiker/Layouter geht, der deine Rohdaten in die druckfertige Endform bringt. Denn normalerweise schreibst du dein Buch ja im Standard-Format A4, während die geruckte Version meistens ein ganz anderes Format hat.

Kommen Illustrationen hinzu, muss da sowieso ein Grafiker ran.

Heraus kommt eine Version, bei der du die Blätter schon im entgültigen Format des Buches in die Hand bekommst und dann nochmal drüberschauen musst, ob eventuelle Fehler bei der Formatierung entstanden sind und ob dir der optische Eindruck gefällt.

Wenn dann alle Prüfungen abgeschlossen sind, gibt der Grafiker/Layouter das Buch in elektronischer Form in einem für die Druckerei verwendbaren Format (das mit Sicherheit nicht Word ist) an diese Druckerei weiter.

Was die CD angeht - ich gehe davon aus, daß es sich um eine Audio-CD handelt, das ist ne andere Baustelle. Du musst das Manusskript für das Tonstudio schreiben, dann gehts nach Terminabsprache ins Tonstudio, dort wird so lange aufgenommen, bis alle Einzelteile der CD "auf Band" sind. Dann muss das geschnitten werden, in die richtige Reihenfolge gebracht werden und eine Muster-CD in einem speziellen Format geschrieben werden, die kompatibel zu den Systemen im Presswerk ist. Zeitgleich muss ein Grafiker noch das Layout für die CD-Grafik machen. Zusammen gehts in Presswerk und heraus kommt ne fertige CD. Dann nur noch CD und Buch zusammenbringen - je nach Aufmachung passiert das in der Druckerei oder einen Firma, die sich für die Konfektioniertung solcher Produkte spezialisiert hat.

Dann gehts ins Lager des Verlages und wird von dort an die Buchhändler geschickt. Und, von der möglicherweise vereinbarten Vorauszahlung, bekommst du in der Regel einmal im Jahr deine Abrechnung für deine Buchverkäufe und deinen damit verbundenen Gewinn.

Viel Erfolg!

 

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