Hilfe, Vater redet wie ein kleines Kind :-(

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich hatte dasselbe Problem mit meiner Mutter. Ich war schon weit über 30 und sie verfiel noch immer in die "Babysprache". Da gab es dann keine "Knödel", sondern "Knöderl". Es gab keine Flügel, sondern "Flügerl". Auch keine "Gurken", sondern "Gurkerl". Mich hat das sowas von genervt.

Ich hätte es ihr jetzt natülich ins Gesicht sagen können, was ich davon halte. Aber das hätte nur zu folgendem Satz geführt: "Du hast immer was zu meckern! Dir kann man nie was rechtmachen!"

Also habe ich mal einen fingierten "Zeitungsartikel" geschrieben mit dem Titel "Die Hänschen-Klein-Sprache". In dem Arzikel habe ich einen Professor für Sprachwissenschaften erfunden, der genau diese Verniedlichungssprache angeprangert hat. Und der Professor erklärte dann, Menschen die so reden, sind selbst mit ihrer geistigen Entwicklung im Kindesalter stehengeblieben und und und - Du weißt jetzt, was ich meine. Und das habe ich meiner Mutter dann vorgelesen.

Ergebnis: sie fühlte sich wohl arg in ihrer Ehre gekränkt, denn fortan war schluß mit dieser düämlichen "Babysprache"...!

Wow na sowas, sehr ähnliches Problem. Du hast eine mögliche Lösung gefunden und das gefällt mir. Danke für den Beitrag! :-)

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@HelpMoe

Danke auch für Dein Lob.

Nun, da ich Profi-Schreiberling bin (schon 45 Romane und zahllose Schriftsätze), fällt es mir natürlich nicht schwer, auch einen "Zeitungsartikel" zu verfassen, der total echt klingt...

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Hi HelpMoe,

ich danke Dir sehr für Dein Kompliment.

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@Bierwampe

Kein Problem. Aber sag mal, wie war deine Mutter dann als sie Einsicht zeigte? Ich meine von ein Tag auf den anderen wirds wohl schwer sein aber das ist jetzt so lange der Fall dass ich mir nicht vorstellen kann dass mein Vater anständig mit mir reden würde :o

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@Bierwampe

Auch meinen allerherzlichsten Dank für die höchste Auszeichnung.

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@HelpMoe

Der "Zeitungsatikel" war eine ganze Seite lang. Ich habe zum Vorlesen fast 20 Minuten (!) gebraucht. Für meine Mutter muß das wie eine "sanfte Gehirnwäsche" gewesen sein, denn anfangs rutschten ihr natürlich noch die "verhunzten" Wörter raus - aber die Korrektur folgte auf dem Fuße. Außerdem haben wir oft noch einfach über den Artikel geredet und da habe ich dann dem Professor immer rechtgegeben: "Stimmt ja auch, was der geschrieben hat. Normale Menschen können sich normal unterhalten, da führt kein Weg dran vorbei!" Und bis die Gespräche über den Artikel abgeflaut waren, so daß er nicht mehr zur Debatte stand, was die "Umgewöhnung" in meiner Mutter ebenfalls abgeschlossen und sie hatte die "Babysprache" erfolgreich abgelegt...

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@Bierwampe

IS DAS MAL NE GEILE STORY!!! :D Schade, dass ich nie auf die Idee kam.

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Nehmt ihn doch so wie er ist. Er ist einfach sympatisch (oder versucht es zu sein), und sowas ist doch gut oder nicht? Ihr könntet es auch ganz anders haben. LG.

Es kann sein ,daß Dein Vater sich schon im fortgeschrittenen Stadium der ALZHEIMER'ischen Krankheit befindet ! Dazu sollte man auf jeden Fall einen Arzt zu Rate ziehen. Alzheimer erfordert von Angehörigen viel Geduld und Verständnis für den Erkrankten. Denn er macht das nicht um Euch zu ärgern, sondern er nimmt es einfach nicht mehr wahr ! Geht mal zu Eurem Hausarzt und schildert ihm die Angelegenheit. Er wird Euch sicher ein paar wichtige Verhaltensregeln geben können ! Alles Gute und viel Erfolg !

Ach ich denke er braucht einen kleinen "Tritt" in die richtige Richtung. Ich bin mir sicher dass es noch nicht Zeit für Alzheimer ist, er ist nicht alt, nein er ist ganz normal, schaut Fußball und so, und redet öffentlich "gescheit", aber in der Familie gehts dann schon los und weil er wahrscheinlich kein Sprechstoff hat kommt er uns mit sowas...

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