Hilfe für ein Schul Projekt!Graetzschaltung / Gleichrichter Schaltung?

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1 Antwort

Ein Gleichrichter ist ein elektronisches Bauteil, welches Wechselspannungen und - ströme in Gleichspannungen und -ströme umwandelt. Das heißt, die Wechselspannung bzw. der Wechselstrom, der in periodischen Abständen (beim "normalen" Wechselstrom 50 mal in der Sekunde) ständig die Richtung wechselt, wird durch den Gleichrichter so gepolt, dass er nur mehr in einer Richtung fließt.

Früher - bis vor einigen Jahrzehnten - wurden als Gleichrichter Selenzellen und Elektronenröhren ("Diodenröhren") verwendet. Seit der Erfindung von brauchbaren Halbleitern (ca. Mitte des 20.Jahruhunderts) werden Halbleiterdioden aus Silizium dafür eingesetzt. Das sind elektronische Bauteile, welche den Strom nur in einer Richtung passieren lassen.

Mit nur einer Diode erreicht man zwar eine Gleichrichtung, indem nur eine Halbwelle der Wechselspannung durchgelassen wrid - nämlich die, für welche die Diode in Durchlassrichtung gepolt ist. Der Nachteil dabei: die entgegengesetzt gepolte Halbwelle wird abgeschnitten und nicht genutzt, es entsteht ein immer wieder von Pausen durchbrochener, "pulsierender" Gleichstrom.

Dem kann man Abhilfe schaffen, indem man einen Brückengleichrichter (oder auch Graetz-Gleichrichter genannt) einsetzt. Dieser Gleichrichter ist mit 4 Dioden aufgebaut, wobei für jede Halbwelle der Wechselspannung 2 Dioden in Durchlassrichtung und zwei in Sperrichtung liegen. Das bewirkt, dass abwechselnd - je nach Polarität der Wechselspannung - immer ein Diodenpaar für die jeweils anliegende Wechselspannung durchlässig ist. Die ursprünglich gegensätzlich gepolten Halbwellen werden in eine Richtung "umgeklappt", sodass am Pluspol des Brückengleichrichters nur die positive Spannung, am Minuspol nur die negative Spannung anliegt.

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