Hat jemand eine Ahnung, wie man eine Lärmschutzwand im Garten bauen kann?

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Bei ebay gibt es oft Steine, Reste, gebraucht, wie Klinker oder Steine aus einer alten Scheune. Können ja ruhig verschiedene sein, gibt ein gutes Muster. Als erstes schaust Du nach der Genehmigung. Dann baust Du parallel 2 Wände mit Löchern dazwischen. Die Wände brauchen aber je ein gutes Fundament, der Zwischenraum sollte nach unten offen sein. Dann alles füllen. Erst Kies, dann einfache Erde, dann Mutterboden, dann Kompost. Die Löcher evtl. erst mal mit Pappe verschließen. Durch die Löcher bepflanzt Du die Mauer an den Seiten, oben am Besten Hängepflanzen, unten Rankepflanzen, mehrjährig. An der Aussenseite - also zur Straße hin vielleicht mit Efeu. Sieht gut aus und ist nach 2 Jahren völlig grün. Dazwischen kannst Du auch Natursteine einbetonieren an exponierter Stelle, sieht klasse aus. Aber achte auf Stabilität! Nicht zu große und viele Löcher lassen. Die Natursteine vorne mit Frischhaltefolie schützen, damit sie keinen Beton abbekommen, Folie kann später abgerissen werden. (Lavasteine sehen mit Beton häßlich aus) Gabionen mit bunten Steinen gefüllt sehen natürlich auch gut aus, sind aber sehr teuer - aber bei der Genehmigung sicher einfacher, weil sie leicht entfernt werden können.

Bei einem kleinen Garten bietet sich eine Lärmschutzwand aus Holz oder auch Kunststoff an. Viel toller ist aber eine lebende grüne Wand zum Lärmschutz. Dazu stellt man parallel zwei Wände aus Metall oder Weidengeflecht auf. Diese Wände werden von innen, also im Zwischenraum, mit Erde gefüllt und bepflanzt. Man kann aber auch eine Steinmauer bauen. Sehr interessant sind auch Gabionen, das sind Metallkörbe in Quaderform, die man meist mit Steinen füllt. Wichtig ist, dass der Schallschutz so nah wie möglich an der Lärmquelle liegt. Und je nach Höhe sollte man bedenken, dass man eventuell eine Genehmigung von der Baubehörde braucht.

Bei einem kleinen Garten kann man nicht viel Platz für einen „Gartenzaun“ abgeben. Ich würde bei der Gemeinde nachfragen ob es für dieses Projekt einen Zuschuss gibt. In Österreich wird so etwas geprüft – und die Zuschüsse sind, wenn es sich wirklich um Lärmbelästigung handelt – nicht wenig. Wichtig ist, sich vorher schlau zu machen, das kann viel Geld ersparen.

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