Habe ich einen Zwang? Eine Zwangsneurose?

7 Antworten

Neurosen entstehen, wenn meist in der Kindheit liegende Konflikte nicht richtig verarbeitet wurden und sich in einem bestimmten Krankheitsbild äußern. Bei einer Zwangsneurose kommt es zu dem Zwang, bestimmte, nicht sinnvolle Handlungen ständig zu wiederholen (Zwangshandlung) oder bestimmte, mit Angst besetzte Gedanken drängen sich der betroffenen Person immer wieder auf (Besessenheit). So meinen z.B. einige Personen, sie müssten sich ständig waschen oder ständig die Wohnung putzen, um sich vor Krankheitserregern zu schützen. Andere halten übertriebene Ordnung, müssen ständig Gegenstände zählen, klauen oder sammeln. Der Patient erkennt dies als krankhaft und empfindet einen starken Widerstand, gleichzeitig entsteht aber Angst, wenn man dem Zwang nicht nachgibt. Bei Personen mit Zwangsstörungen besteht ein ausgeprägter Kontrast zwischen Triebwünschen und Gewissen. Oft wurden diese Menschen streng erzogen insbesondere in Bezug auf Ordnung und Sauberkeit. Sexuelle Regungen und kindliche Triebwünsche wurden mit Strafandrohung unterdrückt.

Die meisten Menschen haben hin und wieder leichte Zwänge (z.B. eine Melodie, die man immer wieder singen muss), einen starken Drang, etwas auf eine bestimmte Weise zu tun und nicht anders. Problematisch werden Zwänge, wenn sie ein normales Leben unmöglich machen. Wenn die betroffene Person z.B. nicht mehr zur Arbeit gehen kann oder keine Freunde mehr empfangen kann, weil sie die Wohnung sauber halten muss.

Selbsthilfe ist kaum möglich.

Wenn Sie merken, dass Sie Ihr Handeln oder Ihre Gedanken nicht mehr unter Kontrolle haben, müssen Sie zum Arzt gehen. (Psychiater

Gut geggogelt :- )

Leider mittlerweile eiine ein wenig verstaubte Ansicht der Thematik - die Aussagen fußen im wesentlichen immer noch auf Sigmund Freud - zum Glück schaffen die ergoggelten Autoren so gerade noch die Kurve hin zur Verhaltenstherapie, statt der meist unseligen Psychoanalse.

Originalton zahlreicher Psychoanalytiker noch in den 1990ern: " Zwangsneurose ist unheilbar "

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

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Hmm, obs direkt eine Zwangsneurose is, weiß ich nicht. Aber du hast dir auf jeden Fall Rituale angewöhnt, um einem bestimmten Elternteil sehr nah zu sein. Wenn du es lassen kannst, dann würde ich sagen, es ist nicht so schlimm. Ich habe eine Zeit mein Nachtgebet immer 4mal aufgesagt :) (kennst du: Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drinn wohnen außer ???? allein.Amen)

probier mal, das mit dem lichtschalter zu lassen: wenn es nicht geht bzw es dir sehr schlecht geht, wenn du das verhalten nicht ausführen darfst, ist es ein zwang.

es gibt auch zwangsgedanken: das sind gedanken, die man nicht haben will, die sich aufdrängen. es ist normal, dass einem gedanken einfach so in den sinn kommen; wenn man sich aber wünscht, die abstellen zu können, sind es zwangsgedanken.

ich würde dir raten, einen verhaltenstherapeuten aufzusuchen, da man zwänge im anfangsstadium leichter behandeln kann, als wenn sie lange zeit "eingeschliffen" wurden. zwänge haben auch die tendenz auszuufern, d.h. man zählt bald auch andere dinge. das kann so weit gehen, dass man zu fast nichts anderem mehr kommt.

wenn du zunächst versuchen willst, das problem selber in den griff zu kriegen: versuche nicht, das verhalten oder die gedanken zu unterdrucken; das verschärft das problem. beim lichtschalter gibst du dir selber eine zahl vor, eine möglichst niedrige zahl z.b. 2 oder 4 mal das licht einschalten, und dann sagst du dir, dass das reichen muss; es ist erlaubt 2 bzw 4 mal einzuschalten, aber mehr nicht. mit der zeit kann man sich damit zufrieden geben. bei zwangsgedanken versuche, sie nicht zu beachten; sage dir, dass diese gedanken vergehen werden, wenn du sie nicht beachtest; lasse sie quasi vorbeiziehen.

wenn das alleine nicht klappt, brauchst du professionelle hilfe (verhaltenstherapeut).

Ist diese Zwangsstörung gefährlich?

Ich habe so einen Tick, dass ich alles Falten muss was ich in die Hände bekomme. Zum Beispiel eine leere Gummibärentüte falte ich ganz ordentlich... Werde etwas nervös wenn man sie einfach zerknüllt.

Ich bin jetzt 18 und habe das Gefühl das es schlimmer wird mit der Zeit. Mache das schon im Unterbewusstsein.

Sollte ich das behandeln lassen oder ist das nicht weiter schlimm? Oder ist es dafür schon zu spät?

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Kann Minimalismus zur Krankheit werden?

Hallo,

sicher kennt jeder den Architekturstil Minimalismus oder kann sich etwas darunter vorstellen.

Ich frage mich, ob Minimalismus auch als eine Art Krankheit angesehen werden kann. Zu mir: ich lebe sehr aufgeräumt, bei mir liegt nichts herum, was ich nicht gebrauchen kann und wenn etwas herumliegt was ich nicht gebrauchen kann, stört es mich und wird sofort entfernt. Ich kenne sonst keinen Menschen, der das so extrem genau nimmt wie ich. Alles was ich besitze, könnte ich in 2-3 Einkaufstüten werfen. Ich schmeiße alles weg, was ich nicht brauchen kann. Ich weiß von jedem Gegenstand den ich brauche, exakt wo er liegt. Meine iTunes Playlist wird fast täglich überarbeitet, Songs die ich nicht mehr will werden gelöscht, ansonsten stört es mich wenn ich weiß, nicht den vollen Überblick zu haben.

In meinem Auto finden sich nur die Fahrzeugpapiere, mein Geldbeutel, ein Kugelschreiber und eine Packung Kaugummis. Niemals etwas anderes, oder mehr als das. In meinem Computer ist jedes Bild und jede Datei genauestens abgelegt, alles was es zum Einstellen gibt, egal ob im Browser oder sonst wo, habe ich perfekt auf mich eingestellt. Es ist wie eine Sucht, alles möglichst perfekt zu machen.

Bei mir braucht alles eine Perfekte Ordnung, sogar die Stifte in meinem Federmäppchen werden jeden Abend genau sortiert. In meinem Zimmer liegt niemals ein Kleidungsstück auf dem Boden oder sonst wo. Kleidungsstücke die ich nicht mehr brauche, werden sofort bei eBay verkauft. Wenn sie nur sinnlos im Schrank liegen würden, würde ich wahrscheinlich innerlich ausflippen nach einer bestimmten Zeit.

Alle meine Freunde haben ein unordentliches, vollgestopftes Zimmer. Ich habe weder Bilder noch sonstigen Kram, nur meinen perfekt eingeräumten Schrank, meinen Schreibtisch, meinen Mac, meine Boxen, meinen Spiegelreiniger (für den Glastisch, ich reinige ihn bestimmt 3-4x am Tag) und eine Flasche Wasser.

Das ist doch langsam Krankhaft, oder nicht? Vor 2-3 Jahren war ich eine echt unordentliche Sau. Ach ja, ich bin 18 Jahre alt und männlich, und eigentlich bin ich weder einsam noch ein Freak oder so etwas. Ich habe nur diesen komischen Zwang, ständig, immer und überall, alles möglichst in perfekter Ordnung zu halten.

Wenn es um Sauberkeit und vor allem um ORDNUNG geht, bin ich 100% penibel. Alles braucht seinen genauen Platz, und wenn etwas nicht genau auf diesem Platz steht, werde ich innerlich unruhig.

Heute ist Sonntag, ich bin seit 2 Stunden dabei meine Komplette Facebook-Freundschafsliste zu überarbeiten. Vor ein paar tagen ist mir die Idee gekommen, diese hat mich natürlich nicht los gelassen und nun sitze ich hier und tue das, obwohl ich überhaupt keine Lust darauf habe, aber irgendein Zwang in meinem Kopf zwingt mich dazu, das jetzt zu tun. Klar fühle ich mich danach besser weil ich weiß, Überflüssige Online-Freundschaften losgeworden zu sein, aber andererseits hätte ich heute auch an den See gehen können. So sehr ist mir meine Ordnung wert.. wem gehts genauso?!

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Hallo, ich habe eine Zwangstörung seit 4-5 Jahren und ich bin erst 13. Ich gehe zum psychater und nehme auch Tabletten dagegen. Die Tabletten helfen auch aber es wird gesagt bis ich vollständig geheilt bin kann es noch 1-2 Jahre dauern - Was mir viel zu lange dauert :s Meine Zwangstörung: Ich habe enorme Angst vor anderen Bakterien ich denke wenn ich jemanden berühre der z.b dick ist dass ich dann auch dick werde. Ich weiß dass geht nicht aber die Angst ist zu groß. Ich ekel mich nicht vor meinen Eltern oder Familien Mitgliedern (fast, ein paar ein wenig aber ich versuch es zu ignorieren) Aber wegen der Angst ''des übertragens'' Muss ich täglich nach der Schule oder des Freundes mein Handy disesfizieren und duschen und Klamotten waschen. Eine kleine Berührung an meinen Haaren und ich muss nach der Schule Haare waschen. Es ist einfach schrecklich. Ich habe aber am meisten Ekel von der Schule, wenn ich meinen Rucksack anfasse = Hände waschen, ausversehen was von der Schule berührt = es sauber machen also disesfizieren. Ich lerne auch mit einer gewissen Menge Disesfiktions-Mittel klar zu kommen, und ich mische es auch mit Wasser da es sehr ungesund ist. Manchmal übertreib ich so sehr dass mein Zimmer sehr stark nach dem Zeug riecht und meine Eltern ungernt in mein Zimmer wollen.

Paar Fakten über mich und meine Probleme:

  • Ich sollte meine Tabletten morgens nach dem Frühstück zu mir nehmen da sie wach machen.

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  • Ich kann mich nachmittags und am Wochenende oft mich mit niemanden treffen da ich mich zu sehr vor meinen Freunden ekel, und da meine Eltern selbstständig sind, arbeiten sie oft (zu hause) Und ich habe nur Halbgeschwister die weit weg wohnen oder erwachsen sind, und es besteht keine Möglichkeit dass sie einziehen könnten.

BITTE HILFE! Hatte jemand von euch auch eine Zwangstörung und wie ist er sie los geworden?

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