Grundoperationen der Gentechnik!

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Grundoperationen der Gentechnik

  • Restriktionsendonukleasen (Enzyme) schneiden bestimmte Genabschnitte aus der DNS heraus, die man braucht.
  • Plasmide (ringförmige DNS-Abschnitte , die man aus Bakterien gewinnt), werden ebenfalls aufgeschnitten.
  • diese Plasmide enthalten zwei Resistenzgene A und T gegen zwei unterschiedliche Antibiotika Ampicillin und Tetracyclin , Gen T wird durch das Aufschneiden zerstört.
  • Ligasen verknüpfen diese Genabschnitte mit dem Plasmid.
  • Nun werden die Plasmide in Bakterien überführt, sie enthalten das gewünschte Gen, aber nur noch die Resistenz gegen das Antibiotikum Ampicillin.
  • Nun werden diese Bakterien auf unterschiedliche Nährböden gebracht.

    Auf dem Nährboden mit dem Antibiotikum Ampicillin wachsen alle Bakterien, die das gewünschte Gen nicht in sich haben (das Plasmid ist ja unverändert), aber auch die gewünschten Bakterien, denn sie haben ja noch das Resistenzgen gegen Ampicillin; auf dem Nährboden mit dem Antibiotikum Tetracyclin wächst das richtige Bakterium nicht, da ja beim Einsetzen des gewünschten Gens die Resistenz zerstört wurde, aber die falschen Bakterien wachsen dort. Mit der Stempeltechnik findet man die Bakterienkolonien, die die richtigen sind heraus, man überstempelt nämlich alle Kolonien auf beide Nährböden, die die auf dem zweiten fehlen, sind die richtigen.

Die Zellen, bei denen die Übertragung von Genen funktioniert hat, findet man raus, indem man einen "Trick" nutzt: man überträgt nicht nur die erwünschen Gene, sondern dazu und zugleich auch sogenannte "Marker", zum Beispiel ein Gen für die Resistenz gegen ein bestimmtes Antibiotikum (oder einen anderen orgamischen Stoff).

Dann kultiviert man alle entstandenen möglicherweise transgenen Zellen und behandelt die mit (wieder zum Beispiel) eben dem Antobiotikum, und alle Zellen, deren Gene NICHT verändert worden sind, sterben ab. Alle Zellen, die das Gen für die Resistenz erhalten haben, haben dann auch das erwünsche Gen (das man eigentlich übertragen wollte)

Klingt vielleicht etwas wirr, ist aber ganz einfach:

Übertragen wird zb A und als Marker Anti-B Behandelt wird dann mit B und alle Zellen, die Anti-B haben, überleben - und das sind dann die, de auch A haben.

Das ganze heißt dann "Markergestützte Selektion", man überträgt also die Eigenschaft zusammen mit einer "Kennung", sozusagen

:/

cool, versteh ich :) danke!

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@filmbefreierin

Wann ist denn Deine Klausur (endlich?) ;-) Nur, damit man Daumen drücken kann... ^^

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@valentin301

Es ist nämlich umgekehrt: die Bakterien, die das gewünschte Gen tragen, haben die Resistenz gegen das Antibiotikum verloren.

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@valentin301

Du verwechselst Marker und zu übertragende EIgenschaft, und eine AB-Resistenz ist auch nur eine von vielen verschiedenen Eigenschaften, die sich als Marker nutzen lassen.

Hat NICHTS mit der Eigenschaft zu tun, die Du übertragen willst (auch die kann zB eine Resistenz sein, muß aber ebenfalls nicht)

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@pecudis

Nein, als Marker werden eben Resistenzgene auf Plasmiden benutzt, und wenn sie zerstört sind, ist das der Beweis, das da etwas eingebaut ist, wenn man Glück hat, die gewünschte Eigenschaft. Deine Geschichte ergibt keinen wirklichen Sinn.

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@valentin301

Als Marker stehen alle möglichen Eigenschaften zur Verfügung, zum Beispiel auch Fluoreszenz (siehe die überall in den Medien verbreiteten "leuchtenden Schweine"), guckst Du für einen Überblick einfach mal Wikiblödia http://de.wikipedia.org/wiki/Marker_(Genetik)

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@pecudis

Markergene mit Antibiotikumresistenz, von denen Du in Deiner Antwort schreibst, werden so verwendet wie ich es beschrieben habe.

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@valentin301

Hallo ihr Streithähne! ;-)

Ihr habt beide Recht, denn es gibt beide Varianten. Bei manchen Vektoren ist die Insertionsite für das Target-Gen innerhalb eines AB-Resistenzgenes, manchmal ist es außerhalb. Was man verwenden will, hängt von der Anwendung ab. Häufig wird auch ein kombinierter Ansatz verwendet, so dass man anschließend zwischen Bakterien ohne aufgenommenen Vektor (keine Resistenz), mit einem aufgenommenen religierten Vektor (zwei Resistenzen) und mit einem aufgenommenen Vektor, der das Target-Gen enthält, (eine Resistenz) unterscheiden kann.

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@kallisto

Menni, ich stimme Dir natürlich zu. Meine zugegebenermaßen etwas größere, sagen wir mal, "Diskussionsfreudigkeit" in dieser Frage hatte zum einen den Grund, dass ich der Fragestellerin vor allem den in der "Schulgenetik" vermittelten ursprünglicheren Ansatz nahe bringen wollte, der ihr für ihre Klausur bestimmt nützlicher ist. Zum anderen hatten mich zwei vorangegangene Diskussionen mit peducis etwas "sensibilisiert". Aber Du, Menni bekommst hiermit das salomonische DH.

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