Gibt es eine Liste in der Beispiel Fragen der MPU gestellt werden?

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8 Antworten

Hier ein Fragekatalog mit 30 Fragen, wie sie in einer Alkohol-MPU gestellt werden könnten.

Achtung! Dieser Ablauf erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. So könnte eine MPU ablaufen, muss sie aber nicht.

Tathergang

  1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten. (wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

  2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

  3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

  4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können? (Ja/Nein + Begründung)

  5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

  6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

  7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Exploration

  1. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen? (Allererste Erinnerung und erster Konsum)

  2. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

  3. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

  4. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

  5. Warum haben Sie getrunken? (Innere + äußere Motive)

  6. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet? (bei wenig und bei viel Alkohol)

  7. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

  8. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

  9. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben? Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

  10. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

  11. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

  12. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein? (mit Begründung)

Heute und in Zukunft

  1. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

  2. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

  3. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

  4. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

  5. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

  6. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

  7. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

  8. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

  9. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen? (Ja/Nein + Begründung)

  10. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

  11. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Quelle: verkehrsportal

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die MPU kostet

• MPU wegen einer oder mehrerer Alkoholauffälligkeiten: 402,22 €

außerdem benötigt dein Vater

• Abschluß eines Alkoholkontrollprogramms über einen festen Zeitraum

• Entweder Durchführung eines Urinscreenings unter forensischen Bedingungen (Einbestellung innerhalb von 24 Stunden, Probenentnahme unter Sichtkontrolle)

• Oder alternativ eine Haaranalyse. Sie kann auch für eine zurückliegende Zeit gemacht werden, allerdings nur noch höchstens für einen Zeitraum von 3 Monaten!

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grüß dich.

ich durfte diesen spaß auch machen und deine frage kann man nicht direkt beantworten...

dein dad muss dem psychologen beweisen, das sich sein leben und seine einstellungen im bezug zu alkohol grundlegend verändert haben. er muss zugeben, dass das, was er getan hat, ein riesiger fehler war und nie wieder vorkommt. nicht lügen! das hat keinen sinn und kommt am ende eh raus wenn man sich irgendwann verstrickt. die fragen sind sehr clever gestellt.

drauf achten, dass die tat nicht verharmlost wird- also sagen: ja es waren ja nur 5 bierCHEN 2 schnäpsCHEN und ich wollte ja NUR 2km fahren etc. da kannst du direkt wieder nachhause gehen. sag deinem dad, er soll eine kleine excel tabelle über sein leben und alkoholkonsum anfertigen- wie alles angefangen hat, bis zum zeitpunkt an dem sie ihn erwischt haben und dann natürlich die positive veränderung bis heute. wichtig auch hier: wie hat sich das GANZE leben ohne alkohol verbessert? ist es denn besser geworden? oder hört er nur auf zu trinken wegen der mpu- falls das so sein sollte und die psychologen kriegen das mit, wars das. aber ich denke das leben ist viel besser ohne alk ;)

wenn sie fragen ob er trinkt dann kann er ruhig ja sagen- aber kontolliert ein glas mit freunden NICHT regelmäig. in den völligen verzicht wird meist abhängigkeit und schwäche interpretiert

was auch hilfreich ist, ist zu wissen, wie man die promille ausrechnet (die frage kam bei mir)

die formel ist: c= (A-bt)/(pr) also die alkoholkonzentration = gramm des getrunkenen alkohols - abbaufaktor(0,1pro stunde) * zeitfaktor durch körpergewicht mal reduktionsfaktor für das körpergewicht (beim mann 0,7).

gut zu wissen ist auch die promillezahl bei einem getrunken bier, wein, schnaps etc und wie diese auf dich wirken (ab 0,5 liegen anvisierte objekte entfernter als in der realität usw.)

wichtig ist wirklich die wahrheit zu sagen und seine tat nicht zu verharmlosen- auch wenn er fragt ob dein dad schon früher mal besoffen gefahren ist- auch wenn es hundertmal nicht so ist, er muss es zugeben, da statistisch gesehen jeder mpu gänger 100 mal betrunken gefahren ist.

ich hab mir noch paar leberwerte geben lassen für drei monate, ich weiß nicht ob es dazu schon zu spät ist- ebenfalls hilfreich. ärztliches gutachten und reaktionstest sind leicht zu bestehen

viel glück

lg

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eine liste denk ich eher weniger! hat dein vater ein aufbauseminar besucht?

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Hallo,

ein Seminar hat er nicht besucht. Was ist eigendlich ein Aufbauseminar?

LG luna

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Kommentar von KdKfreak
16.10.2011, 14:54

da sitzt du im kreis mit 4-8 weiteren "tätern" und redest über deine probleme- das durfte ich auch machen- der spaß kostet noch mal 400 euro- glaube aber nicht das dein dad da hin muss weil er nicht mehr in der probezeit ist.

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Die Fragen vorher zu wissen, helfen nicht bei der Untersuchung. Die Unsicherheit der Person ist da im Mittelpunkt.

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Kommentar von ginatilan
16.10.2011, 17:28

zu einem besonderen Aufbauseminar muss der Vater des Fragesteller nicht, außer er hat den FS erst seit 2 Jahren

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ja, gibt es. bis zu 140 fragen umfasst der Katalog. entscheidend sind aber die Antworten, die in sich widerspruchsfrei beantwortet werden müssen. wir arbeiten derzeit an einem onlineseminar, in dem das alles individuell aufbereitet wird. MfG mpu24

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