Ablauf eines Gesrächs in der MPU wegen Alkohol

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Sorry, aber ich muss hier auch noch meinen "Senf" dazu geben! WARUM schreibt ihr immer alle davon, dass der Proband AB für die MPU leben und nachweisen muss???

DIESE AUSSAGE IST ABSOLUT FALSCH!!!!!

Es kommt sowohl auf die Höhe der BAK, dass Alter, als auch auf das Trinkverhalten im Vorfeld an!! Wenn es die Umstände zulassen, ist es durchaus möglich, die MPU auch mit KT zu bestehen!! Ebenso werden mitunter immer noch die LW von den MPI zu Rate gezogen! Allerdings ist es sinnvoll, den ein oder anderen CDT-Wert zur MPU mitzunehmen!!

@barneyapfel Bei der MPU geht es in der Hauptsache um diese 3 Fragen:

1) Was ist passiert? 2) Warum ist es passiert? 3) Wieso passiert es nicht wieder?

Ich hatte dich ja bereits auf ein MPU-Forum hingewiesen, welches dir sicher und kostenlos weiterhilft (Link steht auf meiner Seite). Vllt. solltest du das Angebot annehmen..... Gruß Nancy

Der Ablauf einer jeden MPU ist individuell. Die Gutachter müssen sich an die Begutachtungsrichtlinien halten, aus denen sich die MPU Fragen ableiten. Dadurch kommen in jeder MPU dieselben Themen vor. Dazu zählt zum Beispiel dein Wissen über Alkohol und die Auseinandersetzung mit deinem eigenen Fall (dazu gehört dein Delikt, dein Konsumverhalten und deine Verhaltensveränderung).

Zum Ablauf der MPU gibt es hier tolle Informationen:

https://mpu-konkret.de/medizinisch-psychologisches-gutachten/

Da gibt es keine vorgegebene Fragestellung, der Verlauf ist individuell. Ich würde Dir raten ein Diagramm aufzuzeichnen ab wann Du erstmals Alkohol konsumiert hast. Warum Du irgendwann mehr getrunken hast. Solche Gründe sind für den Psycho wichtig. In dem Diagramm sollte aber auch klar werden, dass Du auch Zeiten hattest, wo weniger oder kein Alkohol getrunken wurde. Um dein Frage aber besser beantworten zu können, sollte man auch wissen um welche Promillezahl es sich bei Dir handelt. Bei über 1,6 musst Du sowieso erst mal mindestens ein halbes Jahr Abstinenz nachweisen können. Das heißt Du musst in eine forensisch akkredidiertem Institut Urinproben abgeben. Das mit den Leberwerten ist heute nicht mehr ausschlaggebend.

"Bei über 1,6 musst Du sowieso erst mal mindestens ein halbes Jahr Abstinenz nachweisen können. Das heißt Du musst in eine forensisch akkredidiertem Institut Urinproben abgeben"

Kannst du das nachweisen, bzw. freundlicherweise einen Link dazu posten? Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem Anwalt der sich auf Verkehrsfälle spezialisiert hat und der meinte das ein Abstinenznachweis auch bei über 1,6 Promille nicht notwendig is t.

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Lies mal hier:

http://www.verkehrspsychologen24.de/boxen/352.php

Abgesehen davon: Bei einer Alkohol-MPU wird oftmals eine längere Abstinenz-Zeit vorausgesetzt, d.h. regelmäßige Bluttests über 6-12 Monate müssen vorliegen. Mach Dich also rechtzeitig schlau! Es gibt z.B. von TÜV und DEKRA regelmäßige Infoveranstaltungen. Die können Dir auch qualifizierter Auskunft auf deine Fragen geben.

Lies bzw. frag doch einfach mal hier http://forum.jurathek.de/ (der Betreiber ist langjährig erfahrener Anwalt für Verkehrsrecht - mit vielen MPU-Fällen).

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