Geschichtshausaufgaben brauche Hilfe?

 - (Schule, Geschichte, Renaissance)

2 Antworten

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6.Die Antriebskraft war das Streben nach wirtschaftlichen Vorteilen, sprich man wollte möglichst hohe Profite. Als »Kapitalismus« wird die Epoche der Wirtschafts- und Sozialgeschichte bezeichnet, die den Feudalismus ablöste. Gewerbliche und industrielle Produktion überflügelte die landwirtschaftliche, der Grad der Arbeitsteilung nahm zu, und die Gesetze des Marktes wurden zur maßgeblichen Steuerungsinstanz des Wirtschaftsgeschehens. Die Wurzeln des Kapitalismus liegen in den mittelalterlichen Städten, wo die Macht der Fürsten schon früh durch Privilegien oder durch ein starkes, ökonomisch einflussreiches Bürgertum eingeschränkt war. Der europäische Frühkapitalismus breitete sich zunächst vor allem in übernationalem und städtischem Umfeld Europas aus. Dann in der ganzen Welt, durch die diversen Entdeckungsfahrten, denen dann die Errichtung von globalen Handelsposten und Kolonien folgten. Die Entdeckungen waren Voraussetzungen für das Entstehen eines frühmodernen Welthandels. Wichtigste Importgüter z.B. aus Amerika waren neben dem Silber Mexikos und dem Gold Perus Nahrungsmittel wie Mais, Kakao, Tabak, Vanille, Erdnüsse, Tomaten und die dann auch in Europa heimisch gemachten Kartoffeln, aber relativ spät. Es entwickelte sich eine am globalen Markt orientierte Wirtschaftsstruktur. Die globale Ausrichtung war aufgrund der Kolonialreisen durch Europäer und der damit erlangten Kenntnisse über entfernte Märkte und Handelsrouten möglich geworden. Diese Ausrichtung der europäischen wirtschaftlichen und kolonialen Aktivitäten führte auch zum Versklavungshandel. Die Entdeckungen stehen aber auch im Zusammenhang mit dem Christentum und dem Wunsch diesen zu verbreiten als Motivation, denn die Heilszusage des Christentums gilt den Menschen aller Nationen, unabhängig von Rassen- oder Klassenzugehörigkeit, Geschlecht oder gesellschaftlicher Stellung (vgl. Gal 3,28 EU). Das Christentum versteht sich somit als universale Religion und gleichzeitig als der unüberbietbare Ort, an dem sich Gott den Menschen in der Geschichte zugewandt hat und erfahrbar ist. Diesem Verständnis bzw. dem Sendungsauftrag Christi (Mt 28, 19–20 EU) entspricht der missionarische Charakter des Christentums. Das das Christentum missbraucht wurde um die Herschafft über fremde Völker zu erleichtern steht außer Frage.

7.Die Verwaltung sollte die Ausbeutung der Kolonien gewährleisten und vereinfachen aber auch die Herrschaft sichern. Aber auch helfen das Christentum zu verbreiten, s.o. Siedlern in den spanischen Kolonien wurden im Auftrag der spanischen Krone Ländereien zugewiesen und erlaubt, sich zu deren Bewirtschaftung der Ureinwohner zu bedienen (System der Encomiendas). Die Encomiendas (von span. encomendar: „anvertrauen“) waren die Verwaltungseinheiten in den spanischen Kolonien Amerikas während der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Das Encomienda-Gesetz, unterteilte die „Neue Welt“ in kleine Verwaltungseinheiten. Jede dieser Einheiten war einem Konquistador unterstellt. In diesem Encomienda-System hatten die Conquistadores, auf ihren Höfen de facto das absolute Herrschaftsrecht.

8.Renaissance? Die Frage ist eigentlich falsch gestellt, den mit Renaissance wird eigentlich, die Wiedergeburt der griechischen und römischen Antike beschrieben. Ein Hauptcharakteristikum der Renaissance ist daher die Wiedergeburt des antiken Geistes. Ausgehend von den Städten Norditaliens beeinflussten die Künstler und Gelehrten der Renaissance mit ihrer innovativen Malerei, Architektur, Skulptur, Literatur und Philosophie auch die Länder nördlich der Alpen. Also das sind alles Aspekte der Renaissance Malerei, Architektur, Skulptur, Literatur und Philosophie. In der Frage soll also die Vereinbarkeit der Philosophie der Renaissance mit Kolonialismus und Sklaverei erörtert werden. Als die Philosophie der Renaissance wird allgemein der Humanismus angesehen. Die Aufgabe müsste also lauten, erörtere die Vereinbarkeit des Renaissance-Humanismus mit Kolonialismus und Sklaverei. Der Humanismus befasste sich auch mit dem Neuauffinden antiker Quellen und der Interpretation dieser. Die antike wurde idealisiert. In der antike wurde Sklaverei und Kolonialismus kaum in Frage gestellt. Humanistisches Ideal war zwar ein Leben, in dem sich jeder Mensch frei von kirchlichen Vorgaben entfalten, universell bilden und die Herrlichkeit des Diesseits genießen konnte. Das galt aber in der Regel nur für Weiße! Man war der Ansicht, dass die Ureinwohner Amerikas, wie auch Afrikas, keine vernunftbegabten Menschen wie die Europäer, sondern auf einer niedrigeren Entwicklungsstufe seien.

Damit wäre die Frage eigentlich beantwortet! Das sind Zusatzifos.

Aber es gab sehr wohl auch Kritiker des Kolonialismus. Der spanische Dominikanermönch Francisco de Vitoria stellte die Legalität der Eroberungen insgesamt in Frage und der Dominikanerpater Bartolomé de Las Casas machte sich zum Anwalt der Indios in seinen Schriften.

Die Kritik der Kirche blieb nicht ohne folgen. Es wurde tatsächlich das Neue Gesetze (Leyes Nuevas) zum Schutz der indianischen Urbevölkerung durch eingeführt. Darin wurden die Indios steuerlich mit den Spaniern gleichgestellt. Ihre Versklavung wurde untersagt. Das wurde zwar nicht immer umgesetzt, hatte aber zur Folge, dass nun afrikanische Sklaven nach Amerika verschleppt wurden. Es wurden sogar kleinen »unabhängigen Republiken« gegründet, von der katholischen Ordensgemeinschaft der Jesuiten, ende des 16. Jahrhunderts im heutigen Paraguay. In den Ansiedlungen wollten die Jesuiten mit der Urbevölkerung nach christlichen Idealen leben. Das Land in den etwa 30 so genannten Reduktionen wurde gemeinschaftlich bearbeitet, die Indios sollten vor Übergriffen der spanischen Kolonisatoren wie vor Überfällen brasilianischer Sklavenhändler geschützt sein.

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