Genitiv-s: Ist das "e" davor grundsätzlich erlaubt oder nur in Ausnahmefällen?

6 Antworten

So kenne ich es auch. Wenn es sich gut sprechen lässt, kann man das "e" weglassen. Aber Mords wird doch auch häufig benutzt statt Mordes. Allerdings würde ich, wenn ich einen Brief schreibe oder auch Schüler einen Aufsatz o.ä. schreiben, eher mehr zu der Form mit "e" neigen, es klingt eleganter und gebildeter. Nur in der Umgangssprache würde ich es weglassen bis auf die wenigen Ausnahmen bei schwieriger Aussprache.

Wenn ich mich recht erinnere, so wird ein e eingeschoben, wenn es sich beim Substantiv um ein einsilbiges Wort handelt: "des Baumes",aber "des Tannenbaums", weil es sich um ein mehrsilbiges Wort handelt.

Das e vor dem Genitiv-s ist grammatikalisch korrekt, hat sich aber im Laufe der Zeit mehr und mehr verschliffen. Es ist heute bei vielen Wörtern eher Zeichen für hyperkorrektes Schriftdeutsch. Allerdings kommt es auch auf die weitere lautliche Umgebung an, wie stark sich das e vor dem Genitiv erhalten hat.

Auch Dir vielen Dank, pmielke. Und auch die Frage an Dich:

Bedeutet das, dass die Genitiv-Endung mit "es" sogar die richtigere ist? In "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" von Bastian Sick habe ich in allen 3 Bänden dazu nichts gefunden - er hat sich aber in Beispielen auf die Genitiv-Endung mit "s" beschränkt (nur in Ausnahmefällen mit "es", wo sie zwingend erforderlich oder besser zu sprechen ist).

Gibt es da eine Regel?

0

tja da sieht man mal wieder, dass sich die tatsächlich gesprochene sprache wandelt und nicht am duden orientiert ist, sondern eher der duden am sprachgebrauch. wie gut, dass es corpora gibt xD

Was möchtest Du wissen?